Kriminalstatistik 2015: Das sind die gefährlichsten Städte der Schweiz

NEUCHÂTEL - Gemäss dem Bundesamt für Statistik sind die Einbruchdiebstähle im Jahr 2015 drastisch zurückgegangen (-19%). Ebenso die Taten von Minderjährigen. Die gefährlichsten Städte sind Freiburg, Basel und Biel.

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Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat heute die polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2015 vorgelegt. Die Einbruchdiebstähle sind drastisch zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr sank ihre Anzahl um 9922 Straftaten auf 42'416, was einem Rekordminus von 19 Prozent entspricht. Dies ist der tiefste Stand seit der Statistikrevision im Jahr 2009.

Des Weiteren nahm auch die Zahl der Einschleichdiebstähle ab (-11%). Insgesamt ergibt sich dadurch eine Häufigkeit von 6,4 Einbruch-/Einschleichdiebstählen auf 1000 Einwohner, gegenüber 7,8 im Jahr 2014. 

Die Widerhandlungen gegen das Strafgesetzbuch insgesamt haben gegenüber 2014 um 7,3 Prozent abgenommen.

57 Tötungsdelikte

Allerdings sind auch Straftaten zu beobachten, die gegenüber dem Vorjahr zugenommen haben. Fälle von Gewalt und Drohung gegen Beamte sind von 2567 auf 2808 Straftaten angestiegen (+9,4%), vollendete Tötungsdelikte von 41 auf 57 Fälle – besonders ausgeprägt im häuslichen Bereich (+57%).

Eine Zunahme von 6,3 Prozent war auch bei Straftaten gegen das Betäubungsmittelgesetz zu verzeichnen – so insbesondere bei den Sicherstellungen von Betäubungsmitteln (+7,5%), beim Schmuggel (+122,4%) und beim Anbau und der Herstellung (+45,0%). Der Anstieg der Sicherstellungen lässt sich überwiegend durch am Zoll abgefangene Pakete mit Hanfsamen, deren Ein- und Ausfuhr strafbar ist, erklären.

Nach einem Rückgang im Jahr 2014 zeigt sich ein erneuter Anstieg der Widerhandlungen gegen das Ausländergesetz (+6,7%). Ein Grossteil dieser Straftaten entfällt auf den Bereich rechtswidrige Ein-/Ausreise und Aufenthalt (+10,7%).

Beim den Straftatbeständen Betrug (+24,2%) und Veruntreuung (+24,4%) war ebenfalls eine Zunahme zu verzeichnen.

Die gefährlichsten Städte

Im nationalen Bericht zur polizeilichen Kriminalstatistik hat das BFS erstmals Häufigkeitszahlen, das heisst die Anzahl gewisser Straftaten auf 1000 Einwohner, berechnet. Bei den Gewaltstraftaten haben folgende Städte die höchsten Werte (Straftaten pro Tausend Einwohner):

  • Freiburg 18,2‰
  • Basel 13,2‰
  • Biel 13,2‰
  • La Chaux-de-Fonds 12,9‰
  • Neuchâtel 12,4‰

Die sichersten Städte

Hier ist die Zahl der Gewaltstraftaten am tiefsten:

  • Köniz 2,8‰
  • Thun 4,3‰
  • Chur 4,8‰

Einbruch- und Einschleichdiebstähle sind mit 16,3‰ in der Stadt Neuchâtel am häufigsten; dieser Wert ist im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Dahinter folgen die Städte Genf (13,8‰) und Lausanne (12,5‰) mit rückläufigen Zahlen. In der Waadtländer Hauptstadt sank die Häufigkeit im Vergleich zum Vorjahr sogar um 43%. Die tiefsten Häufigkeitszahlen weisen Uster, Lugano und Schaffhausen auf.

Das BFS merkt an, dass bei der Interpretation der Häufigkeitszahlen nicht vergessen werden darf, dass eine Stadt ein Knotenpunkt menschlicher Aktivität ist, die je nach geografischer Lage (Nähe zu einer anderen Grossstadt) und unabhängig von der Einwohnerzahl unterschiedlich stark ausgeprägt ist.

Teenies weniger gefährlich

Ausserdem ist die Anzahl der beschuldigten Minderjährigen im Vergleich zum Vorjahr erneut zurückgegangen (-10,5%). Seit der Statistikrevision im Jahr 2009 hat diese Zahl laufend abgenommen und betrug 2015 noch 8047 (2009: 14'899).

Auch die Zahl der beschuldigten jungen Erwachsenen (18- bis 24-Jährige) ist um 3,8 Prozent gesunken und erreichte mit 14'157 ebenfalls den tiefsten Wert seit 2009. Bei den übrigen Erwachsenen ist eine leichte Abnahme von 0,8 Prozent (54'686 Beschuldigte) zu verzeichnen.

Schliesslich erreichte auch die Zahl der Beschuldigten aus dem Asylbereich mit 2541 – 586 weniger als im Vorjahr – den tiefsten Stand seit 2009 und verzeichnete damit wie bereits 2013 und 2014 einen Rückgang.

Publiziert am 21.03.2016 | Aktualisiert am 21.03.2016
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146 Kommentare
  • Martina  Keller 22.03.2016
    Ich wuchs in der Stadt Zürich auf und bin kurz vor der Pensionierung. Mein grosser Bekannterkreis wie auch ich haben KEINE negativen Erlebnisse gehabt obwohl ich auch Heute noch Nachts unterwegs bin. Da lese ich in den Kommentaren, dass da immer wieder und sogar mehrmals die gleichenLeute betroffen seien. Mir fällt es schwer dies alles zu glauben. Seit den 50. Jahren hat sich die Bevölkerung verdoppelt also wird sich die Krininalität auch in etwa so entwickelt haben. Liege ich da sooo faslch?
  • Heinz  von Allmen aus Nidau
    22.03.2016
    Die Politiker der Stadt Biel reden alles schön. Warum gibt es noch keinen Kommentar von der Gutmenschen Regierung gegen diesen Bericht. Eingesehen haben unsere Behörden das schon lange nicht. Neben der Realität vorbei wie bei allen Planungen. Kein Geld aber mit der grossen Kelle anrühren.
    • Martina  Keller 22.03.2016
      Für Sie ist anscheinend die Statistik korrekt. Was wäre Ihre Aussage wenn Biel auf dem Ersten Platz der sichersten Städte wäre?
  • peter  täschler 22.03.2016
    wenns weniger kriminalität gibt ist das gut,was aber immer krimineller wird sind die lügenstatistiken,auch mit arbeitslosen usw.
  • Benno  Schoenholzer aus Yang Talad
    22.03.2016
    Statistiken werden zurechtgebogen!!Abstimmungsergebnisse missachtet!!! Wo sind hier wirklich die kriminellen Energien??
  • Yves  Ebneter aus Winterthur
    21.03.2016
    Wenn man sieht wie in den umliegenden Ländern geschummelt und vertuscht wird damit die Statistik schön daher kommt, so ist es berechtigt auch unsere Behörden in Frage zu stellen. Dinge zu Hinterfragen ist nie schlecht! Wie wir alle wissen ist CH eine Bückling Nation. Wir sterben aus, weil wir uns selber verloren haben unter dem Zeichen einer Multikulti und einer Realität befremdend EU Politik von Ignoranten oder bewussten Zersetzungs-Politik und damit verbundenen Volksverrat!