Im Fall vom in Hägendorf SO gefeuerten M. K. (52) tun sich Abgründe auf Sozialgrüsel schickte Klientinnen Privatfotos

HÄGENDORF SO - Der Machtmissbrauch von Sozialamts-Mitarbeiter M. K. (52) wird immer pikanter. Jetzt kommt aus: Er soll Klientinnen auch private Bilder geschickt haben – direkt über sein Geschäfts-Mail.

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Gegen M. K. wurde Strafanzeige eingereicht. FOTO ZVG / FACEBOOK

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Beim fristlos entlassenen Sozialamts-Mitarbeiter M. K.* (52) tun sich immer tiefere Abgründe auf. Er soll mehreren Klientinnen nicht nur anzügliche Sprüche und derbe Angebote für Sex im Hotel gemacht, sondern laut BLICK-Recherchen auch private Fotos geschickt haben. Alles über das Geschäfts-Mail der «Sozialregion Untergäu SRU» in Hägendorf SO, wo M. K. seit 2009 arbeitete.

Als sich kürzlich ein Opfer bei der SRU meldete, schauten sich die Verantwortlichen die rund 100 Sozialfälle, die der Kaufmann betreute, genauer an. Erschreckendes Ergebnis: Bei bisher rund zwölf Klientinnen wurden falsche Abrechnungen entdeckt. M. K.s Masche: Er soll die Frauen in eine Abhängigkeit gebracht haben, indem er sie länger in ihren teureren Wohnungen gelassen hat als erlaubt. Immerhin: Geld soll sich M. K. keines in den eigenen Sack gewirtschaftet haben. Dennoch hat die SRU Anzeige bei der Staatsanwaltschaft eingereicht. Wegen schwerer Pflichtverletzung in Fallführungen, Amtsmissbrauch, Nötigung und sexueller Nötigung.

Opfer Anna-Maria D.* (56) fragt deshalb: «Warum wurde Herr K. noch nicht verhaftet? Warum noch keine Hausdurchsuchung bei ihm durchgeführt?»

Die Staatsanwaltschaft will diese Fragen gestern gegenüber BLICK nicht beantworten. Dabei besteht durchaus die Gefahr, dass er Beweise verschwinden lässt, Zeugen beeinflusst oder sogar das Land verlässt. Schliesslich ist die Anzeige der SRU schon eine Woche her.

«Der Gipfel ist, dass bisher nicht einmal ich von der Staatsanwaltschaft befragt wurde», sagt Anna-Maria D. Das machte dafür die SRU: Die Verantwortlichen befragten intensiv die Opfer. Ihre Aussagen wurden protokolliert und unterschrieben. Zudem wurde nach BLICK-Informationen auch der Geschäfts-Computer von M. K. sichergestellt. Falls die Staatsanwaltschaft doch noch Interesse daran hätte. Bis gestern Abend hatte sie es nicht.

* Namen der Red. bekannt

Publiziert am 03.11.2016 | Aktualisiert am 14.12.2016
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