Vor Bundesgericht abgeblitzt Falscher Zahnarzt von Biel bleibt im Gefängnis

Das Bundesgericht hat eine Beschwerde von Roman D.* (53) gegen eine verweigerte Haftentlassung abgewiesen.

Mit einem Koffer voller Aktenordner marschiert der gelernte Zahntechniker ins Gericht. play
Roman D. erscheint mit einem Koffer voller Akten zu einem Gerichtstermin. Claudio Meier

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Nach Facebook-Aufruf zum Geburtstag 31 Kisten Post für behinderte Denise
2 Feuerwehr-Grossaufgebot Scheune ausgebrannt
3 Postkarten für behinderte Denise Facebook-Aufruf berührt die Schweiz

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden

Der erstinstanzlich zu viereinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilte falsche Zahnarzt von Biel, Roman D.* (53), bleibt in Sicherheitshaft. Das Bundesgericht hat eine Beschwerde des Mannes gegen die verweigerte Haftentlassung abgewiesen.

Der Zahntechniker hatte in den Jahren 2006 bis 2015 zahnmedizinische Behandlungen an Patienten vorgenommen, ohne über die notwendige Ausbildung zu verfügen. Dies führte bei den Betroffenen zu teils schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen. 

Grosse Rückfallgefahr

Das Bundesgericht bestätigt, dass Roman D. eine sehr ungünstige Rückfallprognose gestellt werden muss. Gemäss dem heute publizierten Urteil des Bundesgerichts hatte das Kantonsarztamt dem Zahntechniker bereits im Jahr 2006 zweimal verboten, Arbeiten im Mund von Patienten vorzunehmen.

Das kümmerte diesen jedoch nicht. Auch nach Hausdurchsuchungen, der Versiegelung seiner Praxisräumlichkeiten und einer einmonatigen Untersuchungshaft im Jahr 2009 liess er sich nicht von seinem Tun abbringen. Selbst nach der Vorladung zur Hauptverhandlung führte er unzulässige Behandlungen durch.

Berufung eingelegt

Das Regionalgericht Berner Jura-Seeland verurteilte den Roman D. im März 2015 unter anderem wegen mehrfacher leichter und schwerer Körperverletzung zu einer 54-monatigen Freiheitsstrafe. Zudem sprach es ein fünfjähriges Berufsverbot aus.

Der Mann hat gegen das erstinstanzliche Urteil Berufung eingelegt. (SDA/noo)

*Name der Redaktion bekannt

Publiziert am 18.11.2016 | Aktualisiert am 20.11.2016
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden