«Dead End»-Türsteher P. B. (†32) umgebracht Tatverdächtiger ist ein «Lämpenbruder»

Ein Türsteher des Berner Nachtclubs «Dead End» ist nach einer Bluttat gestorben. Der mutmassliche Täter war im Club kein Unbekannter. In der Vergangenheit hatte er immer wieder für Ärger gesorgt.

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Der 32-jährige P. B. aus dem Aaretal, der am Sonntagmorgen beim Henkerbrünnli in Bern schwer verletzt aufgefunden wurde, ist gestern Abend im Spital verstorben. Das teilte die Polizei heute mit.

Bei dem Toten handelt es sich um einen Türsteher der legendären Berner Spelunke «Dead End». Der Besitzer des Clubs, Mario Stegmann, steht noch immer unter Schock. «Das hat mich getroffen wie ein Schlag. Es tut mir im Herzen weh», sagt Stegmann heute zu Radio Energy. Im «Dead End» sammelt sich das Berner Nachtvolk am Wochenende zu später Stunde – weil es der Club ist, der noch geöffnet hat, wenn die meisten anderen Ausgangsorte schon lange dicht machen.

Laut Stegmann war der mutmassliche Täter offenbar ein regelmässiger Gast des «Dead End». In der Vergangenheit hätte dieser aber immer mal wieder für Ärger gesorgt. «Das ist ein Lämpenbruder», sagt der Clubbesitzer, der seit 33 Jahren im Club tätig ist. 

Täter auf der Flucht

Deshalb habe man den Mann an diesem Abend auch nicht in den Club reingelassen. Kurze Zeit später habe es dann bei der Henkerbrünnli-Kreuzung ein Handgemenge gegeben.

«Plötzlich sahen die Leute, wie P. taumelte und dann blutüberströmt am Boden lag», so Stegmann, der in der Nacht auf Samstag zwar selber nicht vor Ort war, dem die Ereignisse aber von mehreren Personen geschildert wurden. 

Der Verdächtige ist seit seiner Bluttat flüchtig. «Die Leute wollten zuerst eigentlich den Täter schnappen, doch als sie merkten, dass P. am Boden liegt, war er natürlich wichtiger als der andere», sagt Stegmann. 

Mit dem Messer verletzt?

Die herbeigeeilten Personen hätten alles versucht, um die Blutungen zu stoppen. Die Ambulanz sei darauf rasch eingetroffen. Im Spital angekommen, schwebte er lange Zeit in Lebensgefahr, wurde laut der «Berner Zeitung» nur noch von Maschinen am Leben erhalten – bevor er gestern Abend schliesslich seinen Verletzungen erlag. 

Um welche Art Verletzungen es sich handelte, will die Kantonspolizei Bern derzeit nicht verraten – um die Ermittlungen nicht zu gefährden, wie sie auf Anfrage mitteilt. Verschiedentlich ist aber zu vernehmen, dass B. offenbar mit einem Messer am Kopf verletzt wurde. (gr)

Publiziert am 08.12.2016 | Aktualisiert am 08.12.2016
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3 Kommentare
  • Boris  Kerzenmacher 08.12.2016
    Keine weiteren Angaben zu dem Täter? Sagt es nur! Nur nicht so gschämig, man will doch wieder etwas zum Nachdenken haben!
    Wieder so zurückhaltend mit den Fakten! Oder ist es das bekannte Rassismusvorwurfgespenst? Nirgendwo und überall, nicht greifbar sichtbar hörbar? Ein Fortschritt ist es doch nicht, dass man darüber schweigt.
  • Koni  Kadir , via Facebook 08.12.2016
    Wer zu später Stunde an solchen Orten verkehrt, muss mit dem rechnen, auch wenn die Wahrscheinlichkeit 1:10000 ist. Die, die dort verkehren können das aber nicht und somit kommt es zu solchen Vorfällen.
  • Jürg  Brechbühl aus Eggiwil
    08.12.2016
    Ich bin für ein verschärftes Waffengesetz. Sämtliche Armeemesser, Papierscheren, Lismernadeln, Holzbeile und Kugelschreiber müssen zwingend mit einer Seriennummer versehen und zentral registriert werden. Nur wer ein Bedürfnis nachweist und am Postschalter gegen Gebühr eine Bewilligung löst, gut beleumundet und Schweizerbürger ist, soll solche gefährlichen Waffen überhaupt noch kaufen dürfen. Die andere Variante ist, dass man dem Türsteher eine Pistole gibt, damit er sich in der Not wehren kann.