Auch Basel-Fans mischen in Deutschland mit: Hooligans jagen Islamisten

Normalerweise kämpfen Hooligans unterschiedlicher Clubs gegeneinander. Nun haben die deutschen Fussball-Rowdys aber einen neuen gemeinsamen Feind: die Islamisten. Unter den deutschen Fussballfans wurden nun auch erstmals FC Basel-Anhänger gesichtet.

Gemeinsam gegen Salafisten: Hooligans in Frankfurt. play

Gemeinsam gegen Salafisten: Hooligans in Frankfurt.

Rolf Oeser
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Die deutschen Fussball-Hooligans haben untereinander das Kriegsbeil vorübergehend begraben. Extreme Fans verschiedener Klubs schliessen sich zusammen, um einen neuen, gemeinsamen Feind zu bekämpfen: die Islamisten.

Ende September trafen sich rund 350 Fussball-Rowdys in Dortmund, um gegen den Hassprediger Pierre Vogel zu protestieren. Laut der deutschen Zeitung «Die Welt» hätten sie zwar rechtsradikale Absichten dementiert. Tätowierungen und Kleidung sprachen aber eine andere Sprache.

Anfang Oktober zogen rund 50 Hooligans mit «Jesus»-Rufen durch Frankfurt und kündigten an: «Wir werden die Salafisten jagen und dorthin zurückschicken, wo sie hingehören.» Einige der Demonstranten trugen laut «Frankfurter Rundschau» Fan-Utensilien von Dynamo Dresden, Waldhof Mannheim, Eintracht Frankfurt. Gesehen wurden aber auch Leute mit Emblemen des FC Basel!

Besonders aufmerksam beobachtet die Polizei in Nordrhein-Westfalen zurzeit die Vorbereitungen mehrerer Vereine für eine Demo am 26. Oktober in Köln. 300 Personen sind offiziell angemeldet, auf Facebook haben aber schon 800 zugesagt. Das Motto der Gruppe «Hooligans gegen Salafisten» (HoGeSa) lautet: «In den Farben getrennt, in der Sache vereint.»

Erich Rettinghaus, Landesvorsitzender der Polizeigewerkschaft, sagt: «Die Fussballfans nutzen die Gunst der Stunde und drängen in die Rolle der Gutmenschen, um mehr Anhänger zu mobili­sieren.» Sorgen macht den Sicherheitsbehörden auch ein Aufruf des Kölner Rappers Bero Bass. In einem Video hatte er seine Fans aufgefordert, Salafisten zu ermitteln sowie ihre Adressen und Autokennzeichen zu melden.

Die Polizei ist in Alarmbereitschaft. Sie befürchtet, dass es wie vor kurzem in Hamburg zu Strassenschlachten kommen könnte.

Fanarbeit Schweiz kennt das neue Phänomen in Deutschland. Lukas Meier zu BLICK: «In der Schweiz ist mir eine solche Bewegung aber bisher unbekannt.»

Publiziert am 16.10.2014 | Aktualisiert am 16.10.2014
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Hat IS Chemiewaffen?

Washington – Im Irak soll es Tausende Verstecke geben, in denen Sprengköpfe mit Chemiewaffen lagern, die nun in die Hände der Terroristen des Islamischen Staates gelangt sein könnten. Gemäss «New York Times» stammen die Waffen aus dem Krieg zwischen Irak und Iran von 1980 bis 1988. Der damalige US-Präsident George W. Bush begrün­dete ­den Einmarsch seiner Truppen 2003 während des Zweiten Golfkriegs damit, dass es im Irak Massenvernichtungswaffen gebe. Bewiesen wurde es nie. Laut Bericht sind diese Chemiewaffen Reste aus früheren Rüstungsprogrammen von Saddam Hussein.

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6 Kommentare
  • Ferenc  Kovacs aus Minusio
    16.10.2014
    Endlich machen diese Hooligans etwas gutes FÜR DAS VOLK. Nur Schade dass unsere Politiker immer wieder die ausländische Kriminelle verteidigen.
  • A.  Lucard 16.10.2014
    Wer hätte gedacht, dass sich die Hooligans einmal nützlich machen würden?
  • Gerry  Schmidig 16.10.2014
    Solange Regierungen gegen IS oder Salafisten-Anhänger nichts machen fängt im "normalen Volk" langsam aber sicher der Wieder- stand breit. Die Geschichte kennen wir ja daraus. Ist sicher nicht der richtige Weg, aber müssen wir uns alles gefallen lassen?
  • John  McTavish 16.10.2014
    Das Problem ist, dass diese Hooligans keinen Unterschied zwischen Islamisten und Muslimen machen. Hierbei handelt es sich ohne Frage um Rassismus.
    • J.  Meyer 16.10.2014
      Du hast Recht. Aber das will niemand wissen. Alle Daumen runter-drücker machen diesen Unterschied auch nicht.
    • Pascal  Berger aus Riedtwil
      16.10.2014
      Kennen sie das Buch Biedermann und die Brandstifter? Und noch was, der IS selektiert auch ziemlich planlos seine Opfer, Ihnen ist die aktuelle Lage wohl nicht ganz bewusst......