Asylbewerber aus Syrien Schweizer Justiz ermittelt wegen Kriegsverbrechen

BERN - Die Bundesanwaltschaft hat im Sommer ein Strafverfahren gegen einen Asylbewerber eröffnet. Er wird verdächtigt, in Syrien gegen das Völkerrecht verstossen zu haben.

Die Bundesanwaltschaft - im Bild der Sitz in Bern - hat ein Verfahren gegen ein Mitglied des IZRS eröffnet (Archiv). play
Die Bundesanwaltschaft mit Sitz in Bern hat im August ein Strafverfahren gegen die verdächtige Person eröffnet. Keystone

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Der Krieg in Syrien beschäftigt auch die Schweizer Justiz. Wie die «NZZ am Sonntag» berichtet, hat die Bundesanwaltschaft ein Strafverfahren wegen Völkerrechtsverbrechen in Bürgerkriegsland eröffnet. 

Das Verfahren sei im August 2016 gegen eine Person eröffnet worden, wird Linda Studer, Sprecherin der Bundesanwaltschaft, in der Zeitung zitiert. Weitere Angaben zur Identität der Person und der Verbrechen, die ihm vorgeworfen werden, gibt die Behörde keine bekannt.

Klar ist allerdings, dass es sich bei dem Verdächtigten um einen Asylbewerber handelt. Auslöser für die Ermittlungen war nämlich eine Meldung des Staatssekretariats für Migration, das verpflichtet ist, Hinweise auf Asylsuchende, die der Völkerrechtsverbrechen verdächtigt werden, den Strafverfolgungsbehörden zu melden. Allein im vergangenen Jahr seien knapp 400 Hinweise weitergegeben worden, die von Befragungen von Asylbewerbern stammen.

20 Anzeigen wegen Völkerrechtsverbrechen

Wegen Völkerrechtsverbrechen sind bei der Bundesanwaltschaft aktuell 20 Strafanzeigen hängig. Davon befinde sich die eine Hälfte in Vorabklärung, die andere Hälfte sei eröffnet worden, teilt die Behörde mit. Als Unterzeichnerin des Römer Statuts ist die Schweiz verpflichtet, gegen mutmassliche Völkerrechtsverbrecher zu ermitteln – auch wenn diese nicht aus der Schweiz stammen und die Tat im Ausland verübten.

Erst am Freitag wurde bekannt, dass die Neuenburger Polizei auf Anweisung des Bundesamtes für Justiz (BJ) eine Bosnierin festgenommen und in Auslieferungshaft gesetzt hat, die von ihrem Heimatstaat wegen Kriegsverbrechen gesucht wird. Die Frau, die damals Mitglied der bosnischen Armee war und heute in der Schweiz lebt, wird verdächtigt, 1992 in der Region Srebrenica einen zwölfjährigen Knaben getötet zu haben. (SDA/lha)

Publiziert am 02.10.2016 | Aktualisiert am 15.12.2016
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5 Kommentare
  • peter  wullschleger aus olten
    02.10.2016
    Genau solche Halunken brauchen wir nicht ! Solche Schweine sollte man an die Wand stellen. Die kosten nur Geld , dass wir lieber unserer älteren Generation für Ihre Pflege zukommen lassen.
  • Martin  Strobel 02.10.2016
    Danke Herr Gurtner dafür, dass sie die Internierung vorbringen. Es ist tatsächlich ein Thema, das an Bedeutung gewinnt. Nur so können wir die Situation noch unter Kontrolle halten, verhindern, dass Individuen einfach in Europa untertauchen, echte von falschen Flüchtlingen trennen und die Gesamtkosten im Griff behalten. Der Schutz vor Krieg und Verfolgung, der ja das Hauptziel ist, wäre so auch bestens gewährleistet.

  • Ludwig  Chrösius aus Ort
    02.10.2016
    Blablabal. Wenn die Schweizer Justiz ermittelt braucht sich ein potentieller Kriechsverbrecher kaum Sorgen machen dass er verurteilt wird und der Abgang in user fürstlich belohntes Sozialsystem ist ihm auf sicher.
  • Gerhard  Marti , via Facebook 02.10.2016
    Und wir scheeizer sollen den prozess bezahlen. Frechheit. Furrs eigene volk hat man keinen cent. Sofort naechste flugzeug nach syrien
  • Rolf  Gurtner aus Münsingen
    02.10.2016
    Die Spitze des Eisbergs. Wer weiss schon, welcher Asylant mithalf, alle Christen auf dem Flüchtlingsboot zu ertränken? Wer ist untergetauchter IS-Kämpfer oder wer half Exekutionen oder andere Verbrechen durchzuführen? Darum fordere ich seit langem die Internierung dieser Leute während des Verfahrens. Erst wer sauber abgeklärt und auch anerkannt wurde, kann integriert werden. Der Rest geht in den Knast und raus. Zwingend!