Mann muss 350 Franken bezahlen Hier ist Wildpinkeln am teuersten

Ein arbeitsloser Koch aus Genf musste fürs Urinieren in einem Park 200 Franken Busse und 150 Franken Gebühren bezahlen. Zu viel, findet er.

185949281 play
Wildpinkeln ist überall verboten, aber wird in den Schweizer Städten unterschiedlich streng gebüsst. Getty Images/iStockphoto

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Chemiewolke über Pharma-Stadt? Schüler müssen wegen Rätsel-Gestank...
2 Schon sechs tote Büsi innert wenigen Tagen Katzenseuchen-Alarm im...
3 Lauterbrunnen BE trauert um Bruno Durrer (†62) Held der Berge stirbt...

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
48 shares
28 Kommentare
Fehler
Melden

Ein Genfer musste fürs Urinieren in einem Park 200 Franken Busse und 150 Franken Gebühren bezahlen. Zu viel, klagt er heute im «Le Matin». Denn der 60-jährige Koch ist arbeitslos und muss mit monatlich 2400 Franken auskommen.

Es passierte an einem Tag, an dem ohnehin schon alles schief lief. Zuerst entdeckte der Koch, dass Vandalen sein Auto beschädigt hatten. «Schon zum dritten Mal innert eines Monats.» Auf der Autofahrt überkam ihn dann das dringende Bedürfnis. Doch ausgerechnet an jenem Tag gab es einen Terror-Alarm in Genf. Überall war Stau, nirgends fand er einen Parkplatz.

«Der Drang war zu stark, so stellte ich den Wagen mit Warnblinkern ab und ging in den Park.» Er versichert: «Ich habe mich gut umgeschaut, ob niemand da ist.» Dann lässt er es laufen. Doch bald darauf tippt ihm ein Polizist auf die Schultern. Die Rechnung über 350 Franken folgten ein paar Tage später mit der Post.

Pech für den Mann: Ausgerechnet Genf verteilt im Städtevergleich die höchsten Bussen fürs Wildpinkeln. Nur Bern verlangt auch 200 Franken, alle anderen Städte deutlich weniger.

In Basel und Solothurn zahlen Wildpinkler 50 Franken. In St. Gallen, Weinfelden und Zürich 60 Franken. In Neuenburg kommen sie mit 80 Franken davon. Zug, Luzern, Freiburg, Delémont und Biel verlangen 100 Franken. Lausanne heuscht 120 Franken, Sion 150 Franken.

Das zuständige Departement in Genf nimmt im «Le Matin» Stellung: «Ja, wir sind sehr streng und werden das auch weiterhin sein. Denn dieses Benehmen ist untragbar und nicht zu dulden.» Die Genfer Beamten sind zudem sehr fleissig: Allein im Januar erwischten sie 55 Wildpinkler auf dem Stadtgebiet. (ct)

Publiziert am 23.02.2016 | Aktualisiert am 24.02.2016
teilen
teilen
48 shares
28 Kommentare
Fehler
Melden

28 Kommentare
  • Sonja  Zwicker 01.03.2016
    Bei all den pinkel- und litteringfreudigen Schreiberlingen hier erstaunt mich die allgemeine Zunahme von Abfall und Gestank nicht mehr!!!
    Ich finde das unverschämt und rücksichtslos!
    Wegen einer Busse regt man sich auf, aber wenn die Allgemeinheit für die Kosten von Reinigung und Beseitigung widerrechtlich entsorgter Müllberge aufkommen muss, ist wohl in Ordnung?
    Schämt euch!
  • Christian  Laveri aus Freiburg
    24.02.2016
    Und was ist wenn man medizinische Gründe geltend machen kann, z.B. ne Prostatavergrösserung oder ne Blasenentzündung und es schmerzt?
  • Erik  Schiegg 24.02.2016
    Auch die Kinder erwischen wir noch, egal ob kleine Blase oder nicht. Es geht hier darum, unsere Welt zu retten! Gratis WCs? Wegrationalisiert. Können ja Windeln tragen. Gibt es auch für Erwachsene. (Und wenn man nicht ständig eine neue Sau durchs Dorf jagt, denkten die Leute ja noch über die richtigen Probleme nach.)
  • marcel  kohli 24.02.2016
    zuletzt werden wir noch fürs atmen gebüsst.!!
  • Sonja  Zwicker 24.02.2016
    Es geht hier ums Prinzip, denn jeder hat für sein Handeln einen Grund oder eine Ausrede - ob pinkeln, Littering, usw.
    Es ist nicht EIN Pisser, EINER, der seinen Abfall gratis entsorgt oder seine Kippe wegwirft! Stört euch die zunehmende Verunreinigung unserer einst so sauberen Schweiz denn gar nicht?
    ICH würde sogar Fr. 500. verlangen, viel mehr Kontrollen durchführen (dazu braucht es keine teuren Polizisten), und den Fehlbaren gleich noch zur Flurreinigung verdonnern! Wetten, das nützt?