64%! Schweizer mögen Deutsche Das denken die Schweizer wirklich über die Zuwanderung aus Deutschland

Dank dieser Umfrage von SonntagsBlick wissen wir es jetzt exakt: Nur 36 Prozent der Deutschschweizer glauben, es habe zu viele Deutsche in unserem Land.

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Selten entfalteten vier salopp dahergesagte Worte eine solche Wucht. «Es hätt zvill Tüütschi», meinte Natalie Rickli letzten Sonntag in einer TV-Talkrunde.

Fast nur Applaus habe sie daraufhin geerntet, sagte die SVP-Nationalrätin, als wegen ihrer Provoka­tion der Sturm von Reaktionen einsetzte. Aber wie sieht dieses Echo wirklich aus? Hat Rickli eine ­Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer hinter sich?

SonntagsBlick kann heute mit Sicherheit sagen: Das hat sie nicht.

Im Auftrag der Redaktion befragte das Meinungsforschungsinstitut Isopublic zwischen Mittwoch und gestern Samstag 1001 Frauen und Männer in der Deutschschweiz zum Thema Einwanderung aus Deutschland. Diese Stichprobe ist absolut repräsentativ – sie entspricht einer Grösse, wie sie auch bei politischen Umfragen vor Wahlen und Ab-

stimmungen zum Einsatz kommt.

Und die Resultate sind ein­deutig:

  • Etwas mehr als ein Drittel (36 Prozent) stimmt Rickli zu: Ja, es habe «zvill Tüütschi». Eine Mehrheit aber sagt, der Deutschen-Anteil hierzulande sei gerade recht.
  • Ein zweiter Befund stützt dieses Resultat. Isopublic stellte die (theo­retische) Frage nach einer Anwendung der Ventilklausel gegen Deutsche: Falls eine solche möglich wäre, würden 37 Prozent sie begrüs­sen.
  • Besonders aufschlussreich sind die detaillierten Befunde zum Image unserer Nachbarn. Bei den Einheimischen lösen Deutsche offenbar die Befürchtung aus, sie würden ihnen die Jobs wegnehmen, Miet- und Immobilienpreise in die Höhe treiben.

Ebenso klar ist den Befragten aber auch, dass die Wirtschaft auf die Zuwanderung aus dem Norden angewiesen ist. Die Deutschen gelten zwar als hochnäsig, im direkten Umgang bewahrheitet sich dieses Vorurteil aber häufig nicht. Relativ gering ist auch die Befürchtung, die Deutschen könnten unsere Kultur verändern.

Publiziert am 29.04.2012 | Aktualisiert am 29.04.2012
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69 Kommentare
  • Petra  Pasche 29.04.2012
    Ich finde diese Diskussion einfach nur kleinkariert und fremdenfeindlich. Ich selbst bin halb deutsche, halb schweizerin. Meine Eltern leben in der Schweiz und ich bin mindestens 2x im Jahr dort. Ich habe als Kind auch einige Jahre in der Schweiz gelebt und bin dort auch zur Schule gegangen. Schon damals in den 80ern musste ich mir in der Schule und im Alltag dumme Sprüche wie "deutsche Kuh" etc. anhören. Ich habe dort zwar auch liebe Freunde gehabt, aber rückblickend gehören die Jahre in der Schweiz nicht zu den schönsten meines Lebens. Auch meine Mutter, die schon viele, viele Jahre in der Schweiz lebt begegnet immer wieder Ressentiments. Ich finde das einfache nur schade. Wieso haben so viele Schweizer so große Angst vor ihrem Nachbarn, seid doch etwas selbstbewusster.
    Ich lebe jetzt schon seit 15 Jahren in Hamburg. Hier gibt es übrigens auch viele Schweizer und alle sind herzlich willkommen.
    Ich bin froh auch einen EU-Pass zu besitzen und ich habe schon in einigen europäischen Städten gelebt. Aber so fremd wie ich mich damals in der Schweiz gefühlt habe, hab ich mich nirgendwo sonst gefühlt.
  • Joseph  Arnold aus Olten
    29.04.2012
    Liebe Frau SVP-Nationalrätin Natalie Rickli! Sie können zwar gut reden und weil Sie eine hübsche Frau sind, hört man Ihnen auch zu. Aber das Denken müssen Sie erst noch lernen. Man sägt nicht am Ast, auf dem man sitzt. Dieses Sprichwort sollten Sie sich merken. Die Deutschen zeigen nicht nur in Deutschland, zu was sie fähig sind, ihnen verdanken auch wir in der Schweiz einen grossen Anteil unseres derzeitigen Wohlstandes, dank ihrem Fachwissen, ihrem Arbeitseinsatz, ihrer Kreativität und ihrer Leistungsfähigkeit. Oder sind Ihnen die Sozialschmarrotzer aus dem Osten und anderen Geographien lieber, die uns hevetische und deutsche Steuerzahler jährlich Milliarden kosten? Und sie sind integrationswillig, im Gegensatz zu diesen Sozialschmarrotzern. Aber eben, die Deutschen sind uns halt nicht nur sprachlich überlegen Wohl daher wollen neidische Schweizer von den Deutschen verlangen, dass sie Schweizer Mundart lernen!, sondern oft auch in der Qualität und Schnelligkeit des Denkens, und dann machen sie uns auch noch vor, wie man freundlicher auf Gäste und Patienten zugeht. Und diese Überlegenheit mögen halt wir gemächlicheren und kargeren Ur-Alpen- und Ur-Voralpenbewohner nicht so sehr, es macht uns neidisch und argwöhnisch. Und in unseren Gefängnissen sitzen überwiegend Ausländer, aber kaum Deutsche. Und dass Deutschland die Steuergeldflucht Richtung Schweiz nicht mehr hinnimmt ist absolut verständlich. Unser traditionell gehätscheltes Bankgeheimnis dient ja sowieso hauptsächlich den in- und ausländischen Superreichen und dürfte endlich begraben werden. Ein Urschweizer
  • Roman  Loser aus Embrach
    29.04.2012
    Es geht nicht nur um Deutsche,sondern um die gesamte Ueberbevölkerung unseres Landes!Wer dieser Umfrage glaubt wird seelig!Ich kann jederzeit ein meiner Meinung genehmes Publikum finden wenn ich bei den richtigen Kreisen nachfrage!
  • Margrit  Kappeler 29.04.2012
    Die Aussage von Frau Ricklin ist nun wirklich harmlos wenn man bedenkt wie die deutschen Politiker mit uns Schweizer umgehen.
  • Peter  Hänsenberger 29.04.2012
    Man lernt echt die Leute kennen, in dem man was schreibt, wo vielen nicht passt. Schweiz gegen Deutschland, wie im Fussball, es ist schon lange bekannt, das nicht alle Schweizer bei den Deutschen beliebt sind, so ist es ja auch bei den Deutschen wenn es um die Schweizer geht. Viele Deutsche träumen von dem Durchhaltewille, aber vielen Schweizer muss man das nicht beibringen weil es ja schon lange bekannt ist, das viele Schweizer ein Durchhaltewille haben bis sie am Ziel angekommen sind.