Weissweinkonsum im Bundeshaus auf Rekordtief Das Parlament hat Schluckweh

Der Weissweinkonsum im Restaurant Galerie des Alpes hat abgenommen, vermeldet Nationalratspräsident Jürg Stahl.

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Im Bundeshaus steht die Arbeit im Vordergrund – und nicht das Vergnügen.  Der Beweis: Während der Sessionswochen wird weniger Alkohol getrunken als früher. Zumindest im Parlamentsgebäude.

Nationalratspräsident Jürg Stahl (SVP). play

Nationalratspräsident Jürg Stahl (SVP).

KEYSTONE

Dass die Party vorbei ist, bestätigt der höchste Schweizer, Nationalratspräsident Jürg Stahl (48, ZH). Als Mitglied der Verwaltungsdelegation ist der SVP-Mann auch für Logistik und Gastronomie im Bundeshaus mitverantwortlich. Er stellt fest: «Der Weissweinkonsum im Restaurant Galerie des Alpes ist 2016 merklich zurückgegangen.» Genaue Zahlen will er nicht preisgeben.

Sind die feuchtfröhlichen Zeiten der legendären «Weisswein-Fraktion» vorüber? Jener trinkfesten Parlamentarier, die gerne schon vor dem Mittagessen das eigene Gemüt und den Parlamentsbetrieb mit einem Schlückchen oder zwei auflockerten?

Es scheint so. Ausgerechnet in Stahls Partei gab und gibt der Umgang mit dem flüssigen Muntermacher zu reden. Denn mit dem «Weltwoche»-Chef und Neo-Nationalrat Roger Köppel (51, ZH) zog nicht nur ein neues Aushängeschild für die Volkspartei in die grosse Kammer ein – sondern auch ein zwinglianischer Zuchtmeister.

Vor einem Jahr prangerte die «Weltwoche» das Trinkverhalten ehemaliger und aktiver Parlamentarier mit scharfen Worten an. Insbesondere Thomas Hurter (53, SH), Berufspilot und SVP-Nationalrat, wehrte sich lautstark gegen den «rufschädigenden» Vorwurf. Eine Aussprache sollte die Wogen glätten – doch der Erfolg war mässig.

Seither hängt Köppel der Ruf einer Spassbremse an. Als die Partei beim Ausflug der SVP-Bundeshausfrak-tion im vergangenen Juni zwei Schiffe mietete, um damit den Vierwaldstättersee zu überqueren, stieg mancher gestandene Politiker lieber nicht ins selbe Boot wie der «Weltwoche»-Verleger. Offenbar sorgten sich die «Froue und Manne» der SVP, dass ihnen der «Herr vom Gesundheitsamt» die Feierlaune verderben könnte.

Dass die Trockenzeit unter der Bundeskuppel auch Einflüsse auf den Lebenswandel jenseits der Politik hat, ist bei weitem nicht erwiesen. Die kurz vor Weihnachten bekannt gewordene Blaufahrt von SVP-Nationalrätin Céline Amaudruz (37, GE) mit 1,92 Promille durchs nächtliche Genf lässt zumindest anderes vermuten.

Publiziert am 08.01.2017 | Aktualisiert am 08.01.2017
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12 Kommentare
  • Mike  Theissl 09.01.2017
    Sorry, ich habe über drei Jahre auf einem Staatsamt gearbeitet. Amt für Jugend und Berufsberatung Kanton Zürich. (Bildungsdirektion) . Mir muss niemand erzählen was da alles "gesoffen" wird. 2-3 mal Sitzung im Monat beim Amtschef dessen Namen ich kenne. Sitzungen gehen ca 1 Stunde, danach die grosse Partysaufferei geht 3-4 Stunden. Aber die eigentlichen Probleme lösen geht ewig bis gar kein Interesse von diesen hohen Herren und Damen.
  • Albert  Knoll 09.01.2017
    In fast allen seriösen Unternehmen gilt heute Alkohol-Verbot während der Arbeitszeit. Am Abend kann sich jede/r die Hucke vollsaufen. Das ist Privatsache und geht niemanden etwas an, solange man am nächsten Morgen mit 0,0 Prozento im Unternehmen auftaucht. Warum also sollten das Politiker nicht auch zustande bringen können? Alkoholgenuss während dem Tage ist für mich ein Zeichen dafür, das man seinen Job nicht ernst nimmt.
  • Wilhelm  Hess 09.01.2017
    Heute geht mann Sport treiben ja kein Alkohol oder Nikotin denn nur so kann man ein hohes Alter erreichen.Wenn ich mir vorstelle Meine Grosseltern wurden Zwei über 85 Jahre und zwei über 90 Jahre,Hätten die Sport gemacht und kein Alkohol und Nikotin genossen .die wären einiges über 100 Jähre geworden und hätten alleine in einem Heim sterben können ,Gesund aber gebrechlich.
  • Remo  Albrecht aus Höri
    08.01.2017
    Um welches Thema geht es nun? Es scheint, dass alle nur die SVP verhöhnen wollen, nur weil Vreneli Meier (anonyme Meinung, wie kläglich) damit angefangen hat.
    Werde in Zukunft jeden Linken und Grünen als bekiffter, zugedröhnter Politiker ansehen, der unzurechnungsfähig ist und von der Polizei aus dem Verkehr gezogen werden muss.
    Also so ist das die gleiche Ideologie und Gesinnung wie die Gegenseite es an den Tag legt. Wollen wir das wirklich so weiterspielen?
  • Claudio  Hammer aus Zürich
    08.01.2017
    Wenn unsere Parlamentarier jetzt weniger Alkohol im Bundeshaus trinken, dann hat der Köppel ja sogar mal Vernünftiges zustande gebracht. Allerdings scheinen dafür gewisse ausserhalb des Bundeshauses und weit weg vom Köppel umso mehr kompensieren zu müssen wie z.B. Frau Amaudruz und jetzt hat es der Köppel doch noch erfahren - schön blöd!