Was ist bloss mit den Politikern unserer Hauptstadt los? Berns Polit-Cabaret

Sie verkleiden sich als pinkfarbene Elefanten und Burka tragende Terroristinnen: Berns Politiker machen sich gerne zum Affen.

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Verkehrsministerin Ursula Wyss und Stapi Alexander Tschäppät als pinke Elefanten.

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Jetzt hat das Berner Gaga-Virus auch die seriöse Gemeinderätin Ursula Wyss angesteckt: Während der Museumsnacht am Wochenende spielte die SP-Frau als pinker Elefant verkleidet mit einem Laubläser Polo. Es sei «mega lustig» und passe gut zur Museumsnacht wenn sich «Erwachsene der Dümmlichkeit hergeben», meinte die Stadtberner Verkehrsministerin gegenüber Tele Bärn.

Bern Stadtpräsident Alexander Tschäppät, dessen Leistungsausweis im Nationalrat vernichtend ist, war selbstverständlich auch mit von der Partie. Als pinkfarbener Elefant mit Laubbläser. Dieser Auftritt gehört noch zu den wenig peinlichen seiner elfjährigen Stapi-Karriere. 2010 stieg der SP-Mann in einer Beiz auf den Tisch und gab einen «Fuck Blocher»-Rap zum Besten.

EROEFFNUNG, TIERGEHEGE, ZOO, BAER PARK, play
 Stapi Alexander Tschäppät bei der Bärenpark-Eröffnung 2009. KEY

Bei einem Comedy-Auftritt 2013 in «Das Zelt» riss er Ausländerwitze. All dies blieb ohne Folgen. Der Chefredaktor der Berner Zeitung «Bund» meinte, «kein Oberhaupt der Stadt Bern oder einer anderen grösseren Schweizer Stadt hätte sich in früheren Jahrzehnten öffentlich und bewusst einen solchen Spruch erlaubt».

Wieso aber sind ausgerechnet die Auftritte von Berns Politiker derart peinlich? Tschäppät lebe vor, wohin es führen kann, wenn die politische Mehrheit immer die gleiche sei, so der «Bund».

SVP als Terrorist und Puffmutter

Seit 24 Jahren regiert Rot-Grün in der Hauptstadt. Und dies wird wohl auch so bleiben – obwohl das linke Bündnis zerstritten ist wie lange mehr. Dies zeigt sich auch daran, dass gleich drei Exponenten des Bündnis für das Stapi-Amt kandidieren: Die SP nominierte gestern Ursula Wyss, vom Grünen Bündnis will Franziska Teuscher und von der Grünen Freien Liste Alec von Graffenried Stapi werden.

Die politische Konkurrenz steht der Linken jedoch in nichts nach. Nils Fiechter, Vorstandsmitglied der Jungen SVP Bern, warb letzte Woche vor dem Bundeshaus mit Burka und Sprengstoffgürtel für die Burkaverbots-Initiative.

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Politiker Nils Fiechter (zweite von links) letzte Woche. KEY

Nun drohen gleich mehrere Strafen – wegen dem in Bern geltenden Vermummungs-Verbot und dem Verbot von Demos während Sessionen. Doch Fiechter wollte noch mehr Ärger. Am Wochenende besuchte er die linke Reithalle. Um zu «diskutieren». Er wurde rausgeworfen.

Auch das SVP-Duo Thomas Fuchs und Erich Hess liebt es, die Narrenkappe überzuziehen.

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Erich Hess und Thomas Fuchs vor zwei Jahren am «Life Ball» in Wien.

Die beiden treten immer wieder verkleidet auf. Etwa 2014 im Stil von 1001 Nacht am «Life-Ball» in Wien. Nicht-Berner reiben sich die Augen – Hess gelang im Herbst der Sprung in den Nationalrat.

Und eine weitere «schillernde» Figur macht Karriere. Stefan Hofer (SVP), der sein Geld mit Prostituierten verdiente, sitzt neu im Berner Kantonsparlament.

Publiziert am 22.03.2016 | Aktualisiert am 29.07.2016
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Tschäppät mit rosa Elefant bei Tele Zappin' Stressjob Stapi!

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20 Kommentare
  • jean-claude  niederhoffer aus bern
    23.03.2016
    Cabaret ist ein falsches wort. peinlich wäre besser angebracht. der tschäppät würde besser sich sofort zurück ziehen wo er sich zeigt macht er sich ja nur lächerlich.gut er muss jetzt noch sein schoss hündli wyss noch presentieren und so was was will stadt oberjuhe werden.was hat diese frau schon nach fast 3 jahre für die stadt geleistet???.
  • Peter  Schatzmann aus Menziken
    23.03.2016
    "Rot" oder "Rosarot", was solls? Die Farbe der Kommunisten und Linken
    aller Schattierungen (ps. inkl. den "Grünen" - aussen grün, innen tiefrot.)
  • Werner  Butz 23.03.2016
    Bern ist ein Cabaret mit vielen Schauspieler mit einem Vorstellungsvermoegen das eher im Zirkus noch mithalten kann.
  • Rolf  Hess 23.03.2016
    Wyss oder Teuscher als Nachfolgerinnen von Tschäppät als Stadtpräsidentinnen. Zwei Frauen mit grossen Röhren. Dann lieber einmal die GLP mit Alec von Graffenried.
  • Gian  Schumacher aus Köniz
    22.03.2016
    die Vermarktungsrechte für die Kabarett Veranstaltungen der Berner Stadtregierung könnte eine Einnahmequelle sein. Es könnte halt sein, dass der vernachlässigbare Rest der Schweiz das nicht lustig, sondern blöde findet.