Vater des Unfall-Opfers «Philipp Müller leistete keine Hilfe!»

Philipp Müller baute einen Horror-Crash. Eine 17-Jährige wurde dabei schwer verletzt. Der Vater des Opfers ist über das Verhalten des FDP-Präsidents enttäuscht.

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Ist Philipp Müller als FDP-Präsident noch tragbar?

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Herbert A.* (55) aus Seon AG, Geschäftsführer und bis vor kurzem SVP-Gemeinderat, ist Vater von Kim A.* (17). Gestern erzählte er BLICK von ihrem Unfall und was danach geschah.

«Ich war bei der Arbeit in Aarau. Auf dem Handy-Display erschien die Nummer meiner Tochter – aber es war eine fremde Frau dran. Eine der beiden Erstversorgerinnen, die von Kim das Handy und den Code erhalten hatten. Sie erzählte mir von dem Unfall.

Philipp Müller hat sich bei den Retterinnen nie blicken lassen. Er hielt ja erst 300 Meter weiter vorne. Die Frauen hatten den Eindruck, er sei abgehauen.

Doch als ich am Unfallplatz ankam, stand Müller neben dem Polizeiauto. Ich sagte: ‹Grüezi, Herr Müller›, und ging an ihm vorbei. Er setzte sich ins Polizeiauto auf den Beifahrersitz – und liess sich nicht mehr blicken.

Ich fragte mich noch, was der Präsident der FDP am Unfallort macht. Er war ja über zwei Stunden hier. Die Polizei hatte sofort die Nummernschilder vom Mercedes entfernt. Das kam mir schon komisch vor. Dass er etwas mit dem Unfall zu tun haben könnte, kam mir erst am nächsten Tag in den Sinn.

Dass Müller sich die ganze Zeit nicht bei mir meldete, enttäuscht mich zutiefst. Er konnte ja nicht überhören, dass ich der Vater des Unfallopfers bin. Ich gab hinten auf dem Kofferraum des Polizeiautos die Personalien an, während er bei offenem Fenster im Auto sass. Wir kennen uns ja. Er hätte mindestens den Versuch machen können zu zeigen, dass es ihm leidtut. Er hat sich bis Freitagabend nicht bei uns gemeldet.

Ich hatte auch schon einen Unfall. Für mich ist es da selbstverständlich, dass man als Erstes den Verletzten hilft. Er aber leistete keine erste Hilfe. Er verkörpert in der FDP doch Offenheit und Transparenz. Und jetzt so etwas.»

* Namen der Redaktion bekannt

Publiziert am 12.09.2015 | Aktualisiert am 12.09.2015
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103 Kommentare
  • Susanne  Meier 13.09.2015
    Zum Kommentar von Hans Hugentobler: es könnte möglicherweise wirklich eine Biene gewesen sein, die dann dreihundert Meter später aus dem Auto verscheucht wurde ;- ansonsten könnte man doch sagen, was der Grund war, selbst wenn es ein Sekundenschlaf gewesen sein sollte.
  • Brian  Keller aus Dietikon/ZH
    12.09.2015
    Was soll Herr Müller noch für erste Hilfe leisten, wenn bereits gut ausgebildete Samariter oder Sanitäter sich der jungen Frau annehmen? Ich denke, der hätte die Hilfe nur behindert.
    Und dass der Vater dieser Frau jetzt via Presse so drein haut, zeugt von einem eher tiefen Bildungsstand.
  • August  Sommerhalder aus Amriswil
    12.09.2015
    Dass die Polizei die Nummernschilder am Auto sofort entfernten, bestätigt einmal mehr, wo die Prioritäten in der Schweiz liegen. Prominenz-Versagen ist um jeden Preis zu vertuschen, Was haben wir doch für eine ärmliche Justiz, übrigens schon seit längerem, nicht erst unter Mme. Sommaruga. Glücklicherweise wurde der Schuldige trotzdem erkannt. Seine Hilfeleistung am Unfallort war auch vorbildlich, wie es sich für einen Blender gehört.
    • Werner  Caviezel , via Facebook 12.09.2015
      Die Autonummern werden in der Regel umgehend abgeschraubt. Nicht nur bei Prominenten.
  • Claudio  Hammer aus Zürich
    12.09.2015
    Das wars dann wohl mit dem FDP Frühling - dieses doch sehr komische Verhalten von Parteipräsident Phillip Müller wird die FDP sicher 1-2 Prozentpunkte kosten - fragt sich nur wohin die gehen werden?
  • Edy  Breuss aus Wettingen
    12.09.2015
    Ich denke, die aargauer Bevölkerung hat ein Anrecht, dass dieser Unfall noch vor den Wahlen, mit allem "wenn und aber" geklärt ist.
    Wenn nicht,
    Freue ich mich auf die Worte von NR Müller.
    Ab sofort, trete ich zurück.