Tiefster Wert seit Jahren Schweiz steuert auf Zuwanderung von 60'000 Personen zu

BERN - Die Schweiz ist für Ausländer weniger attraktiv als in den letzten Jahren. Dennoch ist die Zahl der Einwanderer weiterhin viel grösser als jene der Auswanderer. Am meisten Personen kamen aus Italien.

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Die Schweiz wächst und wächst – wenn auch weniger schnell. BAA_2013_12_16

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Nächste Woche berät der Ständerat die Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative. Höchstwahrscheinlich wird sich das «Modell Müller» durchsetzen – eine leichte Verschärfung des vom Nationalrat geforderten Inländervorrang light.

So sollen gemäss Vorschlag von FDP-Ständerat Philipp Müller arbeitslose Inländer, die für eine offene Stelle in Frage kommen, zwingend zu einem Vorstellungsgespräch aufgeboten werden. Absagen müssen begründet werden.

Widersetzt sich eine Firma, drohen ihr eine Busse von maximal 40'000 Franken. SP und FDP unterstützen den Vorschlag. Wie stark damit die Zuwanderung gebremst werden kann, ist offen.

10'000 Personen weniger

Klar ist jedoch: Die Einwanderung in die Schweiz ist sowieso rückläufig. Von Januar bis Oktober sind netto 52'151 Personen eingewandert – knapp 10'000 oder 17 Prozent weniger als im Vorjahr, wie neuste Zahlen des Staatssekretariats für Migration (SEM) zeigen. Grund für die tiefere Zahl ist einerseits die geringere Einwanderung, andererseits die grössere Auswanderung. 

Gehts auch in den beiden letzten Monaten dieses Jahres in dieser Grössenordnung weiter verzeichnet die Schweiz bis Ende Jahr eine Netto-Zuwanderung von rund 60'000 Personen. 

Beliebt bei den Italienern

Es wäre der tiefste Wert seit Jahren. 2015 wanderten netto 71'495 Personen ein. 2014 waren es 78 902 und 2013 sogar 81'084.

Unter dem Strich am meisten Personen wanderten im laufenden Jahr aus Italien ein: 13'474 Italiener kamen, 5769 Personen gingen. Rang 2 der Zuwanderer belegt Frankreich, gefolgt von Deutschland.

Publiziert am 24.11.2016 | Aktualisiert am 08.12.2016
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13 Kommentare
  • Hans  Müller 25.11.2016
    Alle zwei Jahre wächst die Schweiz dank der heiligen Kuh Zuwanderung um eine Stadt der Grössenordnung von Winterthur. Und der Bundesrat hat noch die MEI noch immer nicht umgesetzt. Behauptet wurde ja mal, dass die PFZ eine Nettozuwanderung von 10000 pro Jahr bedeuten würde. Nun liegt sie im Schnitt 6-10x höher. Seit bald einem Jahrzehnt.
  • Lionel Werren,  der Klartexter 24.11.2016
    Ach hört doch auf, hier von Tiefstand zu sprechen! 60000 sind immer noch viel zu viele! Ich bin erst zufrieden, wenn mehr gehen als kommen und sich die Bevölkerungszahl bei ca. 6 Mio einpendelt!
    • Gabor  Posch 25.11.2016
      6 Millionen war vor 40 Jahren. Vielleicht nehmen die 286 plus der Lionel Werren mal zur Kenntnis, dass sich die Erde dreht und keine Scheibe ist, dann geht es ihnen mental vielleicht auch etwas besser.
    • Melissa  Baumann 29.11.2016
      Nein Herr Posch, 6 Million war es nicht vor 40 Jahre. Ich kam 1976 in der Schweiz und da haben wir 4.5 Million gehabt, gerade richtig, heute ist nichts mehr wie es war, sogar die Einwohnerzahl für diese kleines Land ist viel zu hoch, nur die Blinden wollen das nicht wahr haben und Einsehen!
  • Erika  Ruf , via Facebook 24.11.2016
    Mich stört es. wie die sozialen Institutionen geplündert werden von Leuten, die nichts beigetragen haben. Für unsere Alten jedoch hat
    es kein Geld.
  • Myla  Senn 24.11.2016
    Funktioniert gut: einige wenige Wirtschaftsmanager werden reicher, Zeche bezahlt dafür der Steuerzahler. Bis auf weiteres werde ich an der Urne keine "wirtschaftsfreundlichen" Vorhaben mehr unterstützen.
  • Roman  Bachmair aus Naters
    24.11.2016
    Für mich ist es irgendwie sehr widersprüchlich, wenn ich lesen muss, wir brauchen "qualifiziertes Personal" aus dem Ausland. Das ist ja schon fast eine Beleidigung dem Schweizer Volk gegenüber. Sozusagen sind wir nicht fähig, selber qualifiziertes Personal zu stellen, wenn man das so liest.

    Zudem hätten wir genügend Arbeitslose, welche man halt "qualifizieren" muss, bevor wir da weiterhin die Grenze für Hunz und Kunz offen halten. Denn die kosten uns arbeitenden Schweizer eine Stange Geld.
    • anton  Studer aus Olten
      08.12.2016
      Stimmt so nicht ! Viele Stellen können einfach nicht besetzt werden, weil der " nomale Schweizer " keinen Bock hat, Wechseldienste,Nachtschicht zu arbeiten.Harte körperliche Arbeit zu erledigen , er sitzt lieber im büro und will um 16:30 nach Hause, und Mittags mind. 1 Stunde Mittagspause.Speziell in der Pflege und allgemeinen Medizinbranche sind wir Heilfroh, dringend freie Stellen mit Migranten, bevorzugt aus Deutschland zu besetzten.diese sind top motiviert und herrvoragend ausgebildet.