Spenden-Blitz gegen SVP-Initiative: SVP-Gegner spenden 350'000 Franken in einem Tag

  • 200 Schweizer Promis bekämpfen die SVP-Initiative – und sammeln Spenden.
  • Ein Tag nach dem Startschuss sind unglaubliche 350'000 Franken beisammen.
  • «Wir sind überwältigt», sagt die Kampagnenkoordinatorin.
«Ich hätte nie damit gerechnet, dass es jedes Jahr noch besser laufen könnte», sagt Andres Andrekson alias Stress. play
Neben Alt-Bundesrätin Ruth Dreifuss, ex-Arbeitgeberverbands-Chef Thomas Daum und Bischof Felix Gmür zählt auch Rapper Stress zu den 200 Promis, die gegen die SVP-Durchsetzungsinitiative mobil machen.  zvg

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Frau Arezina, Sie sind am «Dringenden Aufruf» gegen die SVP-Durchsetzungsinitiative beteiligt, der am Sonntag von 200 Prominenten lanciert wurde. Nun ist das Spendenkonto förmlich explodiert. Es stand am Montagabend bereits bei über 350'000 Franken. Überrascht?
Wir sind alle überwältigt von diesem Echo. Der Aufruf hat offenbar eine verbreitete Stimmung aufgenommen, von Menschen, die genug von der Politik der SVP haben und er gibt ihnen eine Chance zu handeln.

Und es ist wirklich kein Fehler auf der Website?
Ich konnte es zunächst selbst nicht glauben. Aber der Betrag stimmt. Ich habe ihn viermal nachgerechnet, bevor ich ihn vertwittert habe. 

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«Der Betrag stimmt. Ich habe ihn viermal nachgerechnet»: Andrea Arezina, Kampagnenkoordinatorin «Dringender Aufruf».

Wer sind die Spender?
Grösstenteils handelt es sich um Kleinspenden zwischen 20 und 100 Franken. Viele Leute, die sich jetzt an uns wenden, finden es wichtig, etwas zu unternehmen. Wir hören oft, dass es nicht sein dürfe, dass die SVP schon wieder den ganzen öffentlichen Raum in der Schweiz vereinnahmt. 

Was ist die grösste Einzelspende?
Meines Wissens beträgt die grösste Spende bisher 5000 Franken. 

Sie haben nicht mit diesem Geldsegen gerechnet. Können Sie diese Mittel denn überhaupt noch vernünftig ausgeben in den wenigen Wochen, die bis zur Abstimmung bleiben?
Das ist ein Luxusproblem, das wir gerne lösen. Wir haben zu Beginn mit 600 Plakaten geplant, jetzt dürften wir schweizweit sicher über 1000 aufhängen. Und es kommen laufend neue Spenden rein. Falls zusätzliche Plakate keinen Sinn mehr machen, werden wir auf andere Massnahmen setzen um die Stimmbürger zu erreichen.

Was, wenn am Schluss grosse Restbeträge übrig bleiben?
Wir investieren jeden Spendenfranken gegen die SVP-Initiative, garantiert. Wir prüfen im Moment verschiedene Möglichkeiten und werden uns für das entscheiden, was am meisten bringt. Und dann werden wir unseren Entscheid auch öffentlich kommunizieren.

Wissen Sie, wie umfangreich das SVP-Kampagnenbudget für die Durchsetzungsinitiative ist?
Ich habe keine exakte Zahl. Aber es ist klar, dass die SVP allen Nein-Kampagnen finanziell trotz allem noch krass überlegen ist. Schon alleine der Versand des Extrablatts an alle Haushalte kostete über eine halbe Million Franken. Es ist immer noch ein Spiel von David gegen Goliath. Aber es ist ein extrem wichtiges Zeichen, dass sich die Zivilgesellschaft so entschieden gegen diese barbarische Initiative wehrt.

Publiziert am 25.01.2016 | Aktualisiert am 26.01.2016
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186 Kommentare
  • Hans-Peter  Brechbühl 26.01.2016
    Am Herr Stress &Co. geht es nur um die Ehre gegenüber
    dem Ausland es könnten Auftritte verloren gehen. Mit
    der Durchsetzungs-Initiative hat dieses Theater nichts
    mehr zu tun.
  • Therese  Boston 26.01.2016
    Und wieder bezahlen die Kleinen Beiträge und die Grossverdiener halten grossspurige Reden.
    Ich bin kein Freund der SVP. Finde aber, dass es einfach reicht, denn nur das verstehen die Leute die es betrifft.
  • Xaver  Perte 26.01.2016
    Ich war lange zeit unentschlossen was die Durchsetzungsinitiative anbelangt. Geht sie nun zu weit oder nicht?
    Wenn ich nun sehe welche Leute hier eine Aktion gegen die Initiative starten, bin ich mir sicher, dass ich ja stimmen muss!
  • Anne  Delenclos 26.01.2016
    Diese Spenden sind nicht eingegangen, sondern sie wurden versprochen. Ich habe selber den Test gemacht und 999 Fr. auf der Homepage eingetragen. Dafür geht in den nächsten Tagen ein Einzahlungsschein an eine nicht existente Adresse. Ich hoffe, die Leute buchen Plakate, die sie dann aus der eigenen Tasche bezahlen müssen.
  • Sven  Zürcher 26.01.2016
    Alle die spenden, begreifen immer noch nicht um was es geht!
    Aktiviert doch bitte auch eure RECHTE Gehirnhälfte.