Initiative will System umkrempeln Zahlen wir bald keine Steuern mehr?

BERN - Eine Gruppe um den früheren Bundesratsprecher Oswald Sigg möchte eine Steuer auf Finanztransaktionen einführen und so die Bevölkerung entlasten.

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INITIATIVKOMITEE, VOLKSINITIATIVE, PRAESENTATION, «FUER EIN BEDINGUNGSLOSES GRUNDEINKOMMEN", GRUNDEINKOMMEN, play
Oswald Sigg und seine Mitstreiter sagen, das System würde Firmen und Menschen entlasen. KEY

Das Ausfüllen der Steuererklärung ist für die meisten Schweizer ein Graus. Noch schmerzhafter sind aber die Rechnungen, die alle paar Monate in den Briefkasten flattern.

Schon bald könnte die Überweisung der Tausenden von Franken an den Staat Geschichte sein. Das jedenfalls glaubt eine Gruppe um den früheren Vizekanzler Oswald Sigg.

Mikrosteuer auf Finanztransaktionen

Sie pocht auf die Einführung einer Mikrosteuer. Konkret soll auf alle elektronischen Zahlungstransaktionen automatisch eine Steuer von 0,2 Prozent erhoben werden. Wie die «Berner Zeitung» berichtet, beträgt diese Gesamtsumme über 100’000 Milliarden Franken – mehr als das 160-fache des Bruttoinlandprodukts.

Daraus könnten also Steuereinnahmen von 200 Milliarden Franken generiert werden – mehr als die heutigen Steuereinnahmen. Damit diese Vision Realität wird, soll der Vorschlag dem Volk vorgelegt werden.

Zu den Initianten gehören neben Sigg auch der Finanzprofessor Marc Chesney und Vermögensverwalter Felix Bolliger. Sie argumentieren, dass die Steuerrevolution «ideologiefrei» und «leicht zu handhaben» sei.

«Erleichterung im grossen Stil»

Ausserdem würde sie für die Menschen im Land und auch für Unternehmen «eine finanzielle wie administrative Erleichterung im grossen Stil» bedeuten. Das soll wiederum den Wirtschaftsstandort stärken und Start-ups den Einstieg erleichtern.

Um nicht von null auf hundert alles umzukrempeln, möchten die Initianten die Mikrosteuer schrittweise einführen. Ein Initiativtext existiert noch nicht. Doch die Idee war bereits bei der Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen ein Thema. (vuc)

Publiziert am 04.11.2016 | Aktualisiert am 05.01.2017
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54 Kommentare
  • Herbert  Schonberger 05.11.2016
    Toent fast zu schoen um wahr zu sein. If it is too good to be true it normally is. Allerdings, damit koennte doch ein Testfall geschaffen werden. Die Transaktionssteuer einfuehren und dann sehen wie es sich entwickelt. Falls schlecht, geht auch der Franken runter. Falls gut, Loesung ok. Warum 200 Mia wenn Bedarf 70?
  • Fritz  Blasimann 05.11.2016
    Der Begriff Mikrosteuer ist komplett falsch wenn es sich um 0.2 Prozent handelt. Mikro sind Millionstel. 0.2 Prozent wären eine Milisteuer. Gehe mal davon aus, dass bei den Genossen die ganze Rechnung um den Faktor 1000 daneben liegt..
  • Fritz  Blasimann 05.11.2016
    Man könnte als erstes einfach die illegale und eigentlich nur temporär eingeführte Bundessteuer (diente zur Kriegsfinanzierung) abschaffen. Aber eben, alles was in der Schweiz temporär eingeführt wird, bleibt auf Ewigkeit. Siehe Autobahnvignette..
  • Kai   Blasse aus Heimwehbasler
    05.11.2016
    Tönt spannend. Da wurde doch tatsächlich die eierlegende Wollmilchsau gefunden. Bin gespannt auf die Details und hoffe, dass bald etwas auf dem Tisch liegt, worüber debattiert werden kann.
  • Stefan  Wiesendanger aus Assen
    05.11.2016
    Da meint wieder einer, das Perpetuum Mobile gefunden zu haben. Diese Menge an Transaktionen kommt nur zustande, weil sie nichts kosten. Falls sie auch nur 0.2 Prozent kosten würden, würden sie auf einen kleines Mehrfaches des BIP zusammenschrumpfen. 0.2 Prozent würden dann für nichts mehr reichen, sicher nicht für unseren wohlgenährten Staat.