Die schönste Politikerin tritt aus der SVP aus In Bern geht das Sünneli unter

Schluss, aus, vorbei. Die Berner SVP-Stadträtin und einzige Frau in der SVP-Fraktion Nathalie D’Addezio kehrt Partei und Politik den Rücken.

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Die einzige Frau in der SVP-Fraktion tritt aus dem 80-köpfigen Parlament aus, meldete die «Berner Zeitung» in einer Notiz.

Bereits im November sickerte durch, dass sie das politische Heu nicht auf der gleichen Bühne hat wie Fraktionschef Roland Jakob. Doch auch inhaltlich sind Differenzen zur Partei vorhanden. In den meisten Themen sei sie zwar auf SVP-Kurs. «Aber gerade in der Migrationspolitik ist mir die Partei zu radikal geworden», sagt die Mitarbeiterin der Parlamentsdienste zu BLICK.

Die angekündigte Asyl-Initiative etwa gehe ihr «viel zu weit». Die nationale Parteileitung dachte darüber nach, Asylbewerbern die Einreise nur noch per Luftweg zu erlauben.

Die Ablehnung der scharfen Asylpolitik hat bei D’Addezio auch persönliche Gründe: «Ich habe kürzlich zwei syrische Flüchtlinge kennengelernt. Das sind Menschen, um welche die Schweiz sich kümmern muss.»

Sie steht mit ihrer Haltung nicht allein. Aktuell überdenkt die SVP ihre Position. Syrische Flüchtlinge sollten «etwas grosszügiger» behandelt werden, sagte der Bündner Nationalrat und Migrationsexperte Heinz Brand zu SRF.

Weitere Differenzen sieht die Tochter eines Italieners und einer Spanierin in der Politik gegenüber Secondos. Für diese müsse die SVP mehr tun, fordert sie.

D’Addezios Abkehr von der SVP ist die zweite innert kurzer Zeit. Kurz vor Silvester gab der Freiburger Grossrat Michel Losey bekannt, dass er künftig für die FDP politisieren werde.

Er warf der Rechtspartei Populismus vor. Für die Bernerin kommt ein Parteiwechsel indes nicht in Frage, auch wenn sie mehrere Angebote erhalten habe. Aber «ohne Partei im Stadtrat zu bleiben und Sitzungsgelder zu kassieren» schien ihr falsch.

Sie werde sich aber ausserhalb der Institutionen weiterhin für die Gesellschaft engagieren. Etwa im Rahmen karitativer Einsätze. «Ob ich die Politik vermissen werde, wird die Zukunft zeigen», sagt sie.

Nun stehen andere Dinge an, wie sie verrät. D’Addezio würde gern eine Familie gründen.

Publiziert am 06.01.2015 | Aktualisiert am 06.01.2015
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31 Kommentare
  • Divico  Tigurin aus Neuchâtel-Hua-Hin
    06.01.2015
    Recht hat sie!
    Sie spricht es an. Die SVP sollte sich viel mehr für Secondos einsetzen, denn gerade die haben den besten Vergleich wie es woanders aussieht und was dort alles falsch läuft/schiefgeht.
    Die meisten schätzen nicht nur das schweizer Demokratiewesen, nein sie lieben es ganz schlicht.
    Schade, dass DAddezio den Bettel hinwirft und einen GutmenschenKarikativen-Dienst annehmen will....den lukrativen Weg des geringsten Widerstands wählt.
    Gerade sie hätte in der SVP viel bewegen können.
  • Meyer  Roman aus Aarau
    06.01.2015
    Wir würden uns freuen wenn sie zu uns kommt.

    Gute Politiker Frauen kann man an einer Hand Abzählen.

    Viel Erfolg Frau N. Addezio.
  • Philipp  Baumgartner 06.01.2015
    Können Frauen eigentlich gar nichts mehr machen, ohne dass immer ihr Aussehen im Vordergrund stehen muss. Artikel leider überflüssig in dieser Form.
  • anton  lienhard 06.01.2015
    Ich bin auch aus der SVP ausgetreten. Diese Partei wird an den kommenden Wahlen die Quittung für ihr teilweise unverständlich radikales Verhalten in den letzten wenigen Jahren erhalten. Der Krug geht bekanntlich solange zum Brunnen, bis er bricht.
  • Richard  Tango aus Unterland
    06.01.2015
    Hallo Blick! Die schönste SVP-Frau ist meiner Meinung nach immer noch Natalie Rickli!
    Nebst Charme und Iintelligenz weist sie auch noch Integrität und Treue zum Vaterland auf, was dieser Frau DAddezio noch fehlt!
    Aber Hauptsache wieder gegen die grösste Volkspartei der Schweiz schiessen.
    Bringt ihr das oder wird mein Komment wieder als unliebsam vernichtet?


    • Holger  Merk 06.01.2015
      Was fällt ihnen ein über Charme, Intelligenz, Integrität und Treue zum Vaterland von Frau D’Addezio zu urteilen? Nur weil man in das SVP Horn bläst und mit allerlei hirnrissiger Parolen vorneweg rennt ist man noch lang kein Vaterlandsliebender Mensch! Die SVP hat die Schweiz und das Schweizer sein nicht für sich gepachtet, es wird immer nur alles unter diesem Deckmantel begründet!