Der Nationalrat ist umweltfeindlicher geworden Die SP ist grüner als die Grünen

Das neue Parlament hat nicht viel mit der Natur am Hut, zeigt eine Studie der Umweltallianz. Nur jedem dritten Umweltanliegen stimmt es zu. Zudem zeigt sich: Die SP ist grüner als die Grünen.

Die Natur hat es schwer im Parlament: Der Nationalratssaal am 29. November 2016 (Symbolbild). play
Die Natur hat es schwer im Parlament: Der Nationalratssaal am 29. November 2016 (Symbolbild). KEYSTONE/Anthony Anex

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«Ach du grüne Neune!» hallt es jetzt wohl durch die Reihen der Umweltverbände. Das neuste Umweltrating zeigt, dass der Nationalrat gar keinen grünen Daumen hat. In nur 38 Prozent stimmt die Grosse Kammer für grüne Geschäfte.

Das hat Umweltallianz rund um die Umweltschutzorganisationen Greenpeace, Pro Natura, VCS und WWF herausgefunden. In der letzten Legislatur sah es noch ganz anders aus, 60 Prozent der zentralen Umweltanliegen wurden vom Rat genehmigt.

Auch auf die Parteien wirft das Rating ein Auge. Die SP ist um einen knappen Prozentpunkt umweltfreundlicher als die Grünen. Nichts mit Umwelt am Hut hat die SVP, in weniger als fünf Prozent der Fälle stimmt die Partei, die sich als Vertreter der Landwirtschaft sieht, für den Umweltschutz.

Umweltfreundliche Bauern

Innerhalb der SVP sind dafür die Bauern am umweltfreundlichsten. Mit Markus Hausammann (20,3%), Andreas Aebi (17,2%) und Erich von Siebenthal (17,2%) führen gleich drei Landwirte das Rating an.

In der Liste der umweltfreundlichsten Parlamentarier finden sich mehrheitlich SP-Nationalräte, Margret Kiener Nellen, Claudia Friedl und Alexander Tschäppät stimmten zu 100 Prozent grün. Der umweltunfreundlichste Grüne ist Daniel Brélaz (87,5%), viele unentschuldigte Absenzen vermiesen seine Statistik.

Publiziert am 02.12.2016 | Aktualisiert am 16.12.2016
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12 Kommentare
  • Uriella  Bianca aus Utopia
    03.12.2016
    Solange man Umweltschutz Vostösse als heilig ansieht und Kritik und Ablehnung als Sakrileg versteht, werden noch viele Anliegen abgelehnt werden. Die sektiererische Art mit der manche Anliegen vorgetragen werden ist im Sinne des Umweltschutzes meist kontraproduktiv. Siehe Regula Rytz. Ohne sie würden mehr grüne Anliegen Anklang finden.
  • Erich  Winter , via Facebook 03.12.2016
    Jetzt hat man ja wieder Atomstrom auf unbeschränkt. Die Bauernskuh auch schon bald mit Strom angetrieben. Hoffe nicht das unsere Nachkommen die Milch nicht aus der Steckdose beziehen muss. Aber das haben einige Herren Politker selber vergrast. Hoffe aber nicht, dass damit die Konzepte der alternative Energieförderung verloren geht.Vorallem da noch einiges an Zukunftsperspektiven gibt.Vorallem nicht nur auf unötigen Zwangsebenen. Die auch realistisch sind. Sowie kostengünstig und Effizient.
  • Remo  Albrecht aus Höri
    03.12.2016
    Herr Homberger: genau darum werden ja Grünstreifen/Hecken etc. angelegt als Zwischenstücke für die Tiere. Auch Steinhaufen etc. helfen mit. Sind sie Imker? Klar, wir brauchen die Bienen (mein Urgrossvater hatte grosses Bienenhaus), das ist unbestritten!
    Wir sind ein politisch unfähiges Land, scheinbar! Und in welche Richtung soll es denn gehen? Naturschutz? gesetzlich verankertes Biogemüse etc? WER zahlt die Mehrkosten, höre jetzt schon die Familien: können das uns nicht leisten, kaufen in DE!
    • Thomas  homberger 03.12.2016
      Ich habe mich nur mal mit Wildbienen beschäftig und finde es immer sehr unpassend wenn steht Bauern und Umweltschutz weil das leider nicht der fall ist. Aus genannten gründen. Wenn man sich auskennt mit Biogemüse weiss man auch das es nicht viel besser ist, den man verwenden genauso Pestizide wie ein normaler auch. Nur mit paar vorschriften.Der Bund hat übrigends genug geld wenn wir mal die Budget aufbrauch politik in den Gemeinden niederlegen könnten.
  • Peter  Muster aus Koppigen
    03.12.2016
    Die sp setz sich einfach nicht mehr für den büetzer ein. Ganz im Gegenteil milliarden vom büezer für irgendwelche unnötigen umweltprojekte verpulvern, bei welchen aufwand/ertrag in keinem Verhältnis stehen. Und dann noch milliarden ins ausland verschenken, aber für den schweizer büetzer macht die sp gar nichts.
  • Rolf  Gurtner aus Münsingen
    03.12.2016
    Der Umkehrschluss dieser Fakten ist doch, dass Rotgrün zur Mehrzahl nicht umsetzbare Vorstösse einreicht. Man träumt von Weltrevolution und einer andern Gesellschaft, anstatt sich mit den tatsächlichen Gegebenheiten und unseren hiesigen Möglichkeiten zu befassen. Darum auch die häufigen Klatschen an der Urne. Zu recht. Wacht endlich auf, ihr Träumer!!!