CVP-Politiker Darbellay: «Ich habe einen schweren Fehler gemacht» Baby nach Seitensprung!

Der frühere Parteichef wurde am Dienstag zum vierten Mal Vater. Das Kind ist nicht von seiner Frau. Nun aber will Darbellay die schwierige Situation mit seiner Familie meistern.

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Christophe Darbellay in seiner Heimat Martigny VS. Keystone

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Als Christophe Darbellay (45) im April das Präsi­dium der CVP an Gerhard Pfister (53) abgab, hatte der Walliser die CVP zehn Jahre lang geführt – und die Christdemokraten in dieser Zeit zur Familienpartei gemacht. Zwei Initiativen lancierte er, unzählige parlamenta­rische Vorstösse von ihm und seiner Fraktion kamen hinzu – sie alle sollten das Leben von Menschen mit Kindern verbessern.

Als Parteichef wurde Christophe Darbellay nicht müde zu betonen: «Kinder sind die Zukunft des Landes!»

Auch privat engagierte er sich für die Familie. Vor acht Jahren heiratete er in der Kathedrale von Sitten die Rechtsanwältin Florence (43). Bald darauf kam Sohn Alex auf die Welt, 2012 folgte Töchterchen Justine, vor zwei Jahren machte Büblein Maxime das Glück perfekt.

Vorbildlicher Vater

Gern liess Darbellay die Öffentlichkeit daran teilhaben. «Die Liebe, die man für die eigenen Kinder empfindet, ist einmalig, das Grösste», erklärte der ETH-Agrarwissenschaftler der «Schweizer Illustrierten». Er packe mit an, beim Wickeln,  beim Baden, beim Ankleiden der Kinder. Einen Tag pro Woche versuche er bei ihnen zu sein, sagte er 2012, doch 70- bis 80-Stunden-Wochen seien für ihn die Regel: «Ich brauche wenig Schlaf, das macht die Tage länger.»

Am Dienstagmorgen nun ist Christophe Darbellay erneut Vater geworden. In einem Berner Spital kam ein Kind zur Welt.

Jedoch: Nicht seine Frau lag im Kreisssaal.

Gegenüber SonntagsBlick offenbart Darbellay, wie es zum Seitensprung kam: «Als ich im vergangenen Dezember, bevor ich meine Amtstätigkeit in Bern beendete, eine Nacht mit einer Frau verbrachte, habe ich einen schweren Fehler begangen.»

Geheimnis kurz vor der Geburt gelüftet

Die letzten Monate waren eine aufreibende Zeit für den Ex-Nationalrat, denn die Frau wurde schwanger. Das Geheimnis behielt er lange für sich: «Es ­war für mich ausserordentlich schwierig, gegenüber meiner Ehefrau einzugestehen, was sich ereignet hatte.» Er habe dies erst wenige Tage vor der Geburt getan.

«Obschon ich meine Ehefrau zutiefst verletzt und ihr grossen Schmerz bereitet habe, hat sie sich entschieden, diese schwierige Situation an meiner Seite zu meistern», so Darbellay. Die beiden wollten gemeinsam die Kraft aufbringen, «diese Prüfung bestehen zu können».

Bei seiner Frau hat er sich ­unterdessen entschuldigt: «Ich bereue mein Verhalten zutiefst und ich habe meine Ehefrau und meine Familie um Verzeihung ­gebeten.»

Was Darbellay nicht minder wichtig ist: Er will sich um sein Kind kümmern. «Noch vor dessen Geburt habe ich das Kind offiziell anerkannt, und ich habe die finanziellen Verpflichtungen geregelt.»

Der Ex-Parteichef gehört seit vielen Jahren zum Spitzenpersonal seiner Partei. Immer wieder wurde er als Nachfolger von Bundesrätin Doris Leuthard (53) gehandelt. Nächstes Jahr will er den Sprung in die Regierung seines Kantons schaffen,  den Walliser Staatsrat. Darbellay sagt: «Mir ist bewusst, dass ich viele Freunde und Freundinnen, Wählerinnen und Wähler mit meinem Verhalten verletze oder enttäusche. Ich bitte sie um Verzeihung.»

Publiziert am 11.09.2016 | Aktualisiert am 16.09.2016
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