Alt Bundesrätin Elisabeth Kopp über eine mögliche erste US-Präsidentin Hillary Clinton «Ein Sieg gegen Trump ist keine besondere Leistung»

Clintons Wahl wäre wichtig. Frauen müssten sich aber vor allem darum kümmern, «was sie in ihrem Amt bewirken». Sagt Elisabeth Kopp, die erste Frau in der Schweizer Regierung.

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Nach 227 Jahren Männerherrschaft in den USA könnte bald eine Frau der mächtigste Mensch der Welt sein. Laut Umfragen wird Hillary Clinton (69) am Dienstag zur ersten amerikanischen Präsidentin gewählt – 96 Jahre nach Einführung des Frauenstimmrechts.

Die Schweiz führte das Frauenstimmrecht erst 1971 ein. Bereits 13 Jahre später wurde die erste Bundesrätin gewählt: Elisabeth Kopp (79).

Die ehemalige FDP-Magistratin zu BLICK: «Viele Frauen werden sich über eine Wahl von Hillary Clinton freuen und darin einen weiteren Schritt zur Gleichberechtigung sehen.» Es sei unbestritten, dass Clinton in ihren verschiedenen Aktivitäten viel für Frauen und Familien geleistet habe. «Das gibt den Frauen Anlass zu Hoffnung.»

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Fotoagentur Ex-Press AG

«Frauen fehlt der Biss»

Dass es so lange gedauert hat, bis eine US-Präsidentin jetzt möglich wird, erklärt die Zürcherin auch mit dem fehlenden Biss der Frauen: «Präsident der USA zu sein, ist wohl das anspruchsvollste und wichtigste Amt in der westlichen Welt. Frauen setzen oft andere Prioritäten als zu versuchen, dieses Amt zu erlangen.»

Laut der alt Bundesrätin, die 1989 wegen eines politischen Skandals aus der Regierung zurücktrat, hat Clinton leichtes Spiel. «Eine Wahl gegen einen Trump zu gewinnen, ist noch keine besondere Leistung», sagt sie. Das physische und psychische Durchhaltevermögen hingegen schon.

Wichtiger, als die Wahl Clintons als solche, sei es für Frauen, zu sehen, «was sie in ihrem Amt bewirkt, und ob es ihr gelingt, ihre Arbeit in den Mittelpunkt zu stellen – und nicht sich selbst».

Publiziert am 07.11.2016 | Aktualisiert am 16.12.2016
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15 Kommentare
  • Jens  Goldmann 07.11.2016
    Frau Kopp war die beste Bundesrätin die es in der Schweiz je gab. Mit diesem Telefon wollte man nur beweisen dass Frauen nicht fähig sind. Sie wurde vollständig rehabilitiert und man hätte Villiger sofort wieder entlassen müssen. Männer haben viel grössere Leichen im Keller. Nur da schweigt man und klatscht. Wünsche Frau Kopp alles Gute.
  • rolf  sulzer 07.11.2016
    Frau Kopp, was hat z.B. der Afro-Amerikanische Präsident während 8 Jahren für die Schwarze Minderheit geleistet? Null und nichts, im Gegenteil die Schere zwischen Weiss und Schwarz hat sich sogar noch weiter geöffnet. Nennen sie mit eine einzige Leistung von Bedeutung, von Obama, welche die Menschen in den USA positiv zu Kenntnis nehmen konnten - bitte aber nicht das desaströse Obama-caire.
  • Margrith  Köstli aus Frauenfeld
    07.11.2016
    ausgerechnet Frau Kopp fühlt sich befugt, sich zu äussern, sie soll vor der eigenen Türe wischen
  • -  -.- 07.11.2016
    Senile sollte man nicht mehr nach der Meinung fragen. Die Kopp hat scheinbar keine Ahnung wer die Clintons wirklich sind! Die Frauen diskreditieren sich derartig, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sie in Führungsetagen und Politik wieder für die nächsten 100 Jahre verbannt werden. Frau zu sein ist ein biologisches Merkmal und KEINE Qualifikation!!
    • Susanne  Reich 07.11.2016
      Schon, Frau sein ist ein biologisches Merkmal, doch sind Frauen ebenso fähig wie Männer, nur wurden Frauen jahrzehntelang unterdrückt, mussten zurückstecken und dies alles aufzuholen, braucht seine Zeit. Eine Frau wird - wenn sie forsch ist - auch anders beurteilt als ein Mann. Fragt man einen Mann je, weshalb er keine Kinder hat? usw. Zudem, werfen Sie bitte nicht alle in den selben Topf. Mir ist auch schon aufgefallen, dass manche Frauen es beim Frau-Sein belassen, doch dies ist die Minderheit
  • Chris  Uti , via Facebook 07.11.2016
    Die Italiener haben eine ähnliche Konstelation (Trump) hinter sich, Berlusconi war in Italien 4x Ministerpräsident. Den materiellen Staatsschaden sehen wohl auch heute viele Italiener nicht!
    Aber jedem Volk - die Regierung - die sie sich wählt / verdient.