Terror-Anschlag in Berlin Lukasz U. starb auf Parkplatz am Spreeufer

BERLIN (D) - Neusten Erkenntnissen der Deutschen Bundesstaatsanwaltschaft gemäss, starb der LkW-Fahrer Lukasz. U* bereits auf einem Parkplatz am Spreeufer. Dort hatte der Berlin-Attentäter Anis Amri den tödlichen Schuss auf ihn abgegeben.

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Der LKW-Fahrer Lukasz U.* hat bereits am Nachmittag einen Kopfschuss erhalten – Stunden vor dem Anschlag in Berlin. Reuters

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Nun ist klar, wann genau der LkW-Fahrer Lukasz U.* durch die tödlichen Schüsse des Berlin-Attentäters Anis Amri (†24) starb. 

Wie mehrere deutsche Medien berichten, hat die Bundesanwaltschaft heute in einem Statement über die neuesten Ermittlungsergebnisse informiert. Demnach feuerte Amri bereits auf dem Parkplatz am Spreeufer auf den Polen, also noch vor dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz.

Haftbefehl gegen Kontaktmann

Ausserdem hat die Berliner Justiz heute einen Haftbefehl gegen einen Kontaktmann Amris erlassen. Allerdings stehe der Haftbefehl gegen den 26-jährigen Tunesier nicht im Zusammenhang mit dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt.

Der Mann werde in der Hauptstadt des Sozialbetrugs verdächtigt, sagte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe. Die Verdachtsmomente im Hinblick auf ein Treffen des Mannes mit dem Berlin-Attentäter Anis Amri am Vorabend der Tat reichten demnach nicht aus für einen Haftbefehl der Bundesanwaltschaft wegen Mitwisserschaft.

Sie kannten sich seit 2015

Die beiden Männer kannten sich den Angaben zufolge seit etwa Ende 2015. Die bisherigen Ermittlungen ergaben, dass sich beide am Vorabend des Anschlags in einem Restaurant in Berlin trafen und miteinander sprachen.

Darauf habe sich der Verdacht begründet, dass der Mann in die Tat eingebunden gewesen sein könnte oder von dem Anschlagsplan gewusst haben könnte. Der Mann wurde am Dienstag festgenommen, wie eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft am Mittwoch in Karlsruhe weiter mitteilte.

Gegen den Mann sei bereits 2015 ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat geführt worden. Dieses sei aber aber im Juni 2016 eingestellt worden.

Kommunikationsmittel beschlagnahmt

Nach Angaben der Bundesanwaltschaft wurden bei der Durchsuchung am Dienstag «Kommunikationsmittel» beschlagnahmt, die nun ausgewertet würden. Auch bei einer zweiten Durchsuchung bei einem früheren Mitbewohner Amris sei eine entsprechende Beschlagnahme erfolgt.

Weiter wiederholten die deutschen Ermittler bereits früher von italienischer Seite bekannt gegebene Informationen, wonach die in Italien bei Amri gefundene Waffe beim Anschlag in Berlin verwendet worden war.

Mit der Waffe war in Berlin ein Pole erschossen worden, der der Chauffeur des vom Attentäter entwendeten Lastwagens gewesen war. Mit dem Lastwagen war der Attentäter in Berlin in einen Weihnachtsmarkt gefahren und hatte elf Personen getötet. (stj)

Publiziert am 04.01.2017 | Aktualisiert am 15.01.2017
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  • Boris  Kerzenmacher 04.01.2017
    Das Ziel der Terroristen ist es nicht Land zu erobern oder Macht zu erlangen,Ziel ist es Schrecken zu verbreiten und die Gesellschaften zu entzweien. Darin können die Terroristen Erfolg haben. Dann gewinnen sie diesen Krieg in dem sie die Freiheit ruinieren, die Leute gegeneinander aufbringen. Deswegen feiern Terroristen ihre Taten, wenn diese Medialisiert werden, wenn Leute nach Schuldigen innerhalb der Unschuldigen suchen, so die Unschuldigen selbst in Gefängnissen landen, auf "Verdacht" hin.
    • Jürg  Brechbühl aus Eggiwil
      04.01.2017
      Ah doch, im Dschihad geht es sehr wohl um Landgewinn. Wir Westeuropäer sind als nächste dran. Die Umma hat einen langen Atem, wir werden integriert, jedenfalls wenn wir uns nicht von unserer naiven pseudo-antirassistischen political correctness befreien, die weder mit dem Rechtsstaat noch mit usnerer freiheitlichen Tradition gerechtfertigt werden kann.