Schumis geklaute Kranken-Akte: Rega-Kader erhängt sich in Zürcher Zelle

ZÜRICH - Ein Kadermann der Rega hat sich im Gefängnis erhängt. Er stand im Verdacht, die Krankenakte von Michael Schumacher weitergegeben zu haben.

In Lausanne in Behandlung: Michael Schumacher (45). play

In Lausanne in Behandlung: Michael Schumacher (45).

Keystone
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Ein Mann ist heute Morgen erhängt in seiner Zelle im Zürcher Polizeigefängnis aufgefunden worden. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft gehen von einem Selbstmord aus.

Der Verstorbene war erst gestern im Zusammenhang mit der Weitergabe von Krankenakten von Michael Schumacher festgenommen worden. Die Rega hatte am 8. Juli Anzeige gegen Unbekannt eingereicht, nachdem bekannt geworden war, dass die Akte von einem Computer einer Zürcher Rettungsfirma aus per E-Mail verschiedenen Medien angeboten worden war.

Ermittlungen führen zu Rega-Kadermitglied

Der Vorwurf: Jemand soll Auszüge aus den Krankenakten von Michael Schumacher diversen Medien zugestellt und zum Kauf angeboten haben.

Die Ermittlungen der Polizei führten zu einem Kadermitarbeiter der Rega. Der Mann wurde gestern verhaftet und befragt. Er bestritt die Vorwürfe. Die Einvernahme durch die Staatsanwaltschaft sollte heute erfolgen.

Heute Morgen bei der Frühstücksabgabe wurde der Beschuldigte erhängt in seiner Zelle aufgefunden. Der sofort beigezogene Arzt konnte nur noch den Tod feststellen.

Rega-CEO: «Bin tief betroffen!»

Ernst Kohler, CEO und Vorsitzender der Geschäftsleitung, schreibt in einer Stellungnahme:

Tief betroffen nehmen wir von der heutigen Mitteilung der Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich Kenntnis, dass der Rega-Mitarbeiter, der wegen des Verdachts der Berufsgeheimnisverletzung gestern in Polizeigewahrsam genommen worden war, in der Nacht auf heute in seiner Zelle mutmasslich Suizid verübt hat. Dieses tragische Ereignis macht uns traurig und sprachlos. Unsere Gedanken und unser aufrichtiges Beileid gelten in diesem Augenblick den Angehörigen des Verstorbenen und den Personen aus seinem Umfeld.»

Keine Hinweise auf eine andere Täterschaft

Die Staatsanwaltschaft Zürich hat, wie in solchen Fällen üblich, eine Untersuchung eingeleitet.

Im Zusammenhang mit den geklauten Schumi-Akten liegen der Staatsanwaltschaft keine Hinweise auf eine anderweitige Täterschaft vor, weshalb das Verfahren voraussichtlich eingestellt wird. (bih/sas/kab)

Publiziert am 06.08.2014 | Aktualisiert am 06.08.2014
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31 Kommentare
  • Heinz  HAGER aus Aarwangen
    07.08.2014
    Man mag zuerst denken,dass man sich wegen so einer Kleinikeit nicht das Leben nehmen sollte.Sein Gesichtsverlust war aber wohl zu gross und der Schaden enorm den er den Angehörigen und der Rega angetan hat.Mit seinem Suizid hat er den Schaden in Grenzen gehalten.Zurück bleibt nur Unverständnis.
  • Johnny  Betschart , via Facebook 06.08.2014
    na da wurde wieder etwas erreicht, was niemand begreifen knn
  • Peter  Kaufmann aus Oftringen
    06.08.2014
    Hat es ein Rega Kadermann nötig auf diese Weise Geld zu ergaunern? Tragisch dass die Rega durch einen fehlbaren Mitarbeiter der als Feigling aus dem Leben trat so in Verruf kommt.
  • Hanspeter  Zürcher aus Rudolfstetten
    06.08.2014
    Vielleicht hätte dieses Drama mit einer offeneren Kommunikation von Seiten des völlig unfähigen Managements von M. Schumacher verhindert werden können.
    Die Dame mag ja wohl für Bilder gut sein aber in Krisensituationen scheint sie völlig überfordert.
    Nochmals zum Mitschreiben, der Unfall war tragisch. Schumi hat aber Milliarden verdient im öffentlichen Interesse und das ist er jetzt auch der Oeffentlichkeit schuldig. Sorry aber es ist so.
  • Peter  Kay aus Niedergösgen
    06.08.2014
    Was er - ganz offensichtlich - getan hat, ist moralisch total verwerflich und unter jedem Niveau. Er arbeitete bei der Rega in einer extrem exponierten Stelle und will Kapital aus dem Leid einer verunglückten Person ziehen. Sorry, kein Mitleid für ihn. Mitleid für seine unschuldige Familie, aber nicht für einen Verbrecher.
    • Klara  Baumberger aus Nebikon
      06.08.2014
      Leider wissen wir nicht, was in einem Menschen vorgeht. Er hatte vielleicht Schulden und sollte eine Familie durchbringen und das war seine letzte Hoffnung....Klar, war es nicht korrekt, aber ihn deswegen einbuchten?! Gibt härtere Fälle, bei denen die "Verbrecher" noch frei rumlaufen....Wie z. Bsp. Carlos!