Rhetorikexperte zum Gefühlsausbruch des Präsidenten Sind Obamas Tränen echt?

Da waren keine Zwiebeln im Spiel: Barack Obamas Tränen waren echt, meint Medienrhetorik-Experte Marcus Knill.

Obama verteidigt schärferes Waffengesetz

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 So wurde der Priester-Mörder zum IS-Kämpfer Radikalisiert durch «Charlie...
2 «Stolzer Arier» Ali Sonboly Der Amokkiller von München war...
3 Islam-Kennerin über Terror-Welle in Europa «Das kann kein Zufall sein»

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
20 shares
2 Kommentare
Fehler
Melden

Bestimmt und auf seine gewohnte Art energisch, kündigte US-Präsident Barack Obama gestern ein strengeres Regelwerk für den Waffenbesitz an. Nach einer gespannten Pause kamen ihm dabei die Tränen. Fake oder echt? Das fragte sich nach dieser Rede so mancher. Der Zürcher Medienrhetoriker Marcus Knill hat eine Antwort: «Diese Emotionen sind echt.»

Obamas Tränen sind echt. play
US-Präsident Barack Obama zeigte bei seiner gestrigen Rede über die Waffenproblematik Emotionen. AP

Knill hat das Video von Obamas Rede genau analysiert. Mit Namen und weiteren Details zählt der Präsident zu Beginn seiner Rede vergangene Dramen durch Waffengewalt in den USA auf. «Damit weckt er Erinnerungen. Der Nährboden für grosse Emotionen», sagt Knill. Diese scheinen nicht nur die Zuhörer, sondern auch Obama selbst zu übermannen.

«Da waren keine Zwiebeln im Spiel», glaubt der Medienrhetorik-Experte. Ein zentraler Hinweis dafür sei Obamas nervöser Lidschlag bei seiner ersten Redepause. «Diesen kann er nicht steuern, er erfolgt über das vegetative Nervensystem», sagt Knill. Auch seine gefalteten Hände würden diesen Vorgang unterstreichen. «Er hält inne, äusserlich wie auch innerlich.»

Medienrehtorik-Experte Marcus Knill glaubt an Obamas Tränen. play

Medienrehtorik-Experte Marcus Knill glaubt an Obamas Tränen.

Ganz offensichtlich wird es gemäss Knill bei Obamas zweiter, fast unerträglichen Pause. Seine Muskelzuckungen im Kieferbereich seien dabei klar ein Hinweis auf ehrliche Emotionen. «Da kann er sich kaum noch halten.» Das ist für Knill der Schlüsselmoment. So etwas könne man nicht faken.

Klar würde bei einem Medienprofi wie Obama der Verdacht aufkommen, diese Emotionen zu inszenieren. Doch der Experte hält dies für unwahrscheinlich. Knill ist sich deshalb sicher: «Die Balance von Herz und Kopf sind bei dieser Reaktion eindeutig stimmig.» (nbb)

Publiziert am 06.01.2016 | Aktualisiert am 07.01.2016
teilen
teilen
20 shares
2 Kommentare
Fehler
Melden

2 Kommentare
  • Fabienne  Müller , via Facebook 07.01.2016
    Bestimmt sind die nicht echt. Dieser Mann hat so viel Menschen auf dem Gewissen und soll wegen wegen "ein paar Bürgern" heulen...
    WER das glaubt muss auch noch an den Samiklaus glauben..


    Das Ziel dahinter ist sein neues Waffengesetz das er diktatorisch einfüren will
  • Angeld  Schaubank 07.01.2016
    Wer weint um all die Kriegs -und Drohnenopfer der USA?
    ... ... ...
    Hab ich mir gedacht.