Grossbritannien unter Schock 261 Promis in Pädo-Skandal verwickelt!

LONDON - Zahlreiche Missbrauchs-Skandale sorgten in der Vergangenheit in Grossbritannien für Schlagzeilen. Nun wird das Ausmass der Katastrophe bekannt: Landesweit wird gegen über 1400 Personen ermittelt – fast jeder fünfte davon ist ein Promi.

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BBC-Moderator Jimmy Savile (†84) soll Hunderte Kinder, junge Erwachsene und Sterbende missbraucht haben. Keystone

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Mindestens 370 Kinder wurden in der Grafschaft Oxfordshire westlich von London zwischen 1999 und 2014 sexuell missbraucht. Die Pädophilen machten die Kinder, eine Mehrheit Mädchen, mit Geschenken gefügig. Dann vergewaltigten sie sie – in einem Gästehaus, auf Hinterhöfen von Kirchen, in Parks.

Der Fall ist vergangenen März publik geworden und erschütterte Grossbritannien. Denn obwohl einige Opfer der Polizei die Missbräuche gemeldet hatten, ist lange überhaupt nichts passiert. Erst 2011 wurden Ermittlungen eingeleitet.

Zudem ist es längst nicht der erste Missbrauchs-Skandal im britischen Königreich. Vor knapp einem Jahr hat der nationale Rat der Polizeidirektoren (NPCC) begonnen, alle der Polizei bekannten Fälle von Kindsmissbrauch in der Vergangenheit zu sammeln und die Ermittlungen zu koordinieren. Heute nun veröffentlichte die Organisation erstmals Zahlen, die das Ausmass des Skandals zeigen.

Ermittlungen gegen 261 Promis

Demnach laufen in Grossbritannien gegen 1433 Personen Ermittlungen wegen Kindsmissbrauchs – gezählt wurden nur diejenigen Fälle, in denen schon seit mindestens einem Jahr ermittelt wird. 261 der Verdächtigten sind Prominente. 135 stammen laut der Polizei aus dem TV-, Film- oder Radio-Business, 76 sind Politiker, 43 kommen aus der Musikindustrie und 7 aus der Welt des Sports.

261 der Beschuldigten sind bereits gestorben. So zum Beispiel Jimmy Savile (†84), früher BBC-Moderator und DJ. Die TV-Grösse soll Hunderte Kinder, junge Erwachsene und Sterbende missbraucht und Tote gescjändet haben – und das über einen Zeitraum von rund 50 Jahren. Vorwürfe waren zwar bereits zu Lebzeiten des Moderators aufgekommen, Ermittlungen wurden allerdings erst 2012, ein Jahr nach dem Tod Savilles, aufgenommen.

Die öffentliche Berichterstattung über die Ermittlungen gegen Saville lösten im ganzen Land eine Welle weiterer Meldungen über Missbrauchsfälle aus. Seit 2012 habe sich die Zahl um 71 Prozent erhöht, teilte der NPCC heute mit. Bis heute seien über 113'000 Meldungen eingegangen.

Missbrauchsfälle an Schulen, in Kinderheimen und Spitälern

666 der mutmasslichen Straftäter, die der Polizei heute bekannt sind, hätten ihre Opfer «in Institutionen» missbraucht. Es handelte sich laut der Polizei vielfach um Schulen, aber auch um Kinderheime, «religiöse Institutionen» und «medizinische Einrichtungen».

Die Polizei arbeitet diese teilweise Jahrzehnte zurückliegenden Fälle nun auf – angesichts der Anzahl eine Aufgabe, die Jahre in Anspruch nehmen wird. Man müsse aufpassen, dass die Arbeit an historischen Fällen nicht dazu führe, dass keine Zeit mehr für ein wachsames Beobachten der aktuellen Situation bleibt, sagt Sheila Taylor, Vorsitzende einer nationalen Arbeitsgruppe. Schliesslich hat man lange genug weggeschaut. (lha)

Publiziert am 20.05.2015 | Aktualisiert am 20.05.2015
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8 Kommentare
  • Heidi  Keller aus Zürich
    21.05.2015
    Was für eine Schande, was für ein Volk sind diese Engländer eigentlich? Haben die nichts anderes im Kopf? Klar, sind viele Promis dabei, die denken ja immer, sie dürften mehr, als andere. Einfach nur grusig.
  • ivan  cutura aus Jajce
    20.05.2015
    Also dank Populismus,Patriotismus und Demonisierung solche Perversien sind ohne Spurren geblieben aber fur Konstruktive Handel mann musste Burokratische Panzer ein paar mm stossen dank Kinder Hilfschreien ,aber das ist ziemlich zu spat .
    Mann braucht schon Umwege um etwas zu erreichen sagen wir mehr Dezibel produzieren und nicht wegen Larm Bussen zahlen sondern abwiegen ,warum musste jemand schreien also wenn er hatte Bosen Absicht dann Busse zahlen aber wenn ware anders um etwas beweisen ..

  • Anton  Meier aus Luzern
    20.05.2015
    Ich befürchte, nicht nur England ist von solchen Geschichten betroffen. Wenn der Wille da wäre, auch in der Schweiz und anderen Europäische Ländern würde man fündig. Nur mit dem Willen hapert es eben ein wenig. Die Elite oben schaut schon, dass nicht zu viel und zu tief bebohrt wird.
  • Heinz  Both , via Facebook 20.05.2015
    Da wird die Queen aber gar nicht amused sein und na ja der Adel und co. Sind halt auch Menschen mit verschiedenen Neigungen und und und.....! Aber die werden sich ALLE untereinander decken, wie überall !!
  • Schaya  Gasser aus Basel
    20.05.2015
    Ist doch immer weider das Gleiche: Die Spitze des Eisberges... mir tun die Kinder und alle Anderen verschleppten, vergewaltigten, missbrauchten und ausgebeuteten.... Menschen, Kinder, Männer, Frauen UND Tiere sehr leid