Flüchtlinge Flüchtlings-Einsatz der Nato kann vorerst weiterlaufen

Brüssel – Der wegen der Flüchtlingskrise gestartete Nato-Einsatz in der Ägäis kann bis auf Weiteres fortgesetzt werden. Die Türkei stellt sich einer Fortsetzung der Nato-Patrouillen in der Ägäis vorerst nicht in den Weg.

Tausende Flüchtlinge und Migranten haben 2016 ihr Leben auf der gefährlichen Fahrt über das Mittelmeer riskiert. Viele wurden von kriminellen Schleuserbanden auf überfüllten Booten untergebracht. play
Tausende Flüchtlinge und Migranten haben 2016 ihr Leben auf der gefährlichen Fahrt über das Mittelmeer riskiert. Viele wurden von kriminellen Schleuserbanden auf überfüllten Booten untergebracht. KEYSTONE/AP/EMILIO MORENATTI

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Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur beharrt die Türkei jedoch weiterhin auf ein baldiges Ende der Bündnisoperation. Ein konkretes Enddatum nannte sie allerdings nicht.

Aus Diplomatenkreisen hiess es, der türkische Aussenminister Mevlüt Cavusoglu habe am Dienstag bei einem Bündnistreffen in Brüssel betont, dass der unter deutscher Führung stehende Einsatz aus Sicht seines Landes den Zweck erfüllt habe. Vorerst werde die Fortsetzung aber nicht behindert werden.

Bei dem Einsatz in der Ägäis beobachten die Besatzungen von Kriegsschiffen die Küsten und melden Aktivitäten von kriminellen Schleuserbanden an die türkischen Behörden.

Diese sollen dafür sorgen, dass möglichst keine Flüchtlingsboote mehr in Richtung Griechenland starten oder die Flüchtlinge abgefangen und in die Türkei zurückgebracht werden.

Die Türkei sah den unter deutscher Führung stehenden Einsatz von Anfang an kritisch - auch weil er als Zeichen gewertet werden kann, dass sie ihre Seegrenze nicht unter Kontrolle hat.

Die Forderung nach einem Ende der Nato-Operation erklärte der türkische Aussenminister nach dpa-Informationen mit den stark gesunkenen Flüchtlingszahlen.

Er könne verstehen, dass es ein politisches Interesse gebe, den Einsatz fortzusetzen und dem könne er bis auf weiteres entsprechen, sagte er demnach. Ein offenes Ende werde es mit seinem Land aber nicht geben. (SDA)

Publiziert am 07.12.2016 | Aktualisiert am 07.12.2016
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