Die Monogamie ist schuld! Deshalb haben Männer keinen Penisknochen

Im Tierreich ist der Penisknochen weit verbreitet, dem Menschen ist er aber im Laufe der Zeit abhandengekommen. Eine Studie zeigt: Es liegt an unserem Fortpflanzungsverhalten.

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Die Evolution treibt manchmal seltsame Spiele – auch mit dem besten Stück des Mannes. Wie lässt es sich etwa erklären, dass viele Säugetierarten heute über einen Knochen im Penis verfügen, während er dem Menschen im Laufe der Zeit abhandengekommen ist?

Zwei Wissenschaftler aus London glauben, dieses Rätsel nun gelöst zu haben. In einer Studie, publiziert in «Proceedings B» der britischen Royal Society, haben die Anthropologen Matilda Brindle und Christopher Opie untersucht, wie sich das besagte Körperteil im Lauf der Entstehung der Arten entwickelt hat.

Knochen für Tiere mit Stehvermögen

Ihre simple Antwort: Monogame Lebewesen brauchen ihn nicht. Denn der Penisknochen helfe vor allem den Tieren, die während des Geschlechtsakts auch die männliche Konkurrenz im Blick behalten müssen. Für die Annahme der Autoren spricht auch, dass der Knochen vor allem bei Lebewesen vorkommt, bei denen die Penetration über drei Minuten dauert. 

Bei Schimpansen etwa ist der Akt bereits nach wenigen Sekunden vorbei – der Penisknochen der Tiere ist dementsprechend gerade mal so gross wie ein Fingernagel.

Die Forscher vermuten, dass sich der Homo erectus vor etwa 1,9 Millionen Jahren weg vom Penisknochen entwickelte. Denn etwa zu diesem Zeitpunkt begann der spätere Mensch, monogam zu leben. (gr)

Publiziert am 18.12.2016 | Aktualisiert am 18.12.2016
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9 Kommentare
  • Roland  Benz , via Facebook 18.12.2016
    Genau aus diesem Grund brauchen wir kein Horizon 2020. Mir kommen innerhalb von 2 Minuten und ohne Forscherbudget mindestens 10 weitere Thesen in den Sinn, die etwa gleich wahrscheinlich sind. Erstens, es ist wegen den Genen. Zweitens, es ist wegen Gott. Drittens, es ist wegen den Hosen. Viertens, es ist wegen den Händen (Autosex). Fünftens, es ist reiner Zufall. Sechstens, es ist wegen dem aufrechten Gang. Siebtens, wir leben in der Matrix und haben einen Knochen. Achtens, (500 Zeichen Limit) .
  • Roger  Hausherr 18.12.2016
    Interessant, habe ich gar nicht gewusst. Der Mensch hat nie ausgelernt. Aua, das ist wohl eher ein Vorteil. Er starb nicht nur mit gebrochenem Herzen. Wie oft würde der wohl brechen im Leben? Man stelle sich einmal vor, man müsste dem Arbeitgeber auf der UVG-Meldung mitteilen, wie der Unfall zustande kam. Also hat die Natur auch an dies gedacht. Im Fussball gäbe es bei jedem Spiel Brüche. Und Frauen hätten eine weiter Möglichkeit, sich zu rächen. Darum hat der Mann keinen Knochen.
    • Jürg  Brechbühl aus Eggiwil
      18.12.2016
      @Roger Hausherr, Ihre Erklärung ist evolutionstheoretisch genauso plausibel. Männer ohne diesen Knochen waren im Vorteil, wenn sich ihre gehörnten Frauen rächen wollten.
      Für mich ist diese Geschichte ein schillerndes Beispiel für den Schabernak, den seriöse Wissenschafter in ihren peer reviewed papers treiben. Leider beruft man sich in der Politik immer wieder auf "Studien", um alles mögliche rechtfertigen zu können. Die Leute merken nicht, dass Wissenschaftler in ihrer eigenen Welt leben.
  • Jürg  Brechbühl aus Eggiwil
    18.12.2016
    Also im Ernst: Wie sollte ich mein Gemächt in die Hosen packen, wenn da noch ein Knochen darin wäre? Als Biologe graut mir sowieso immer wenn die Simplizisten mit Evolutionstheorien kommen. Genauso gut könnte man einen funktionellen Grund finden, warum aufrechter Gang und Penisknochen nicht zusammen funktionieren.
    • Roger  Hausherr 18.12.2016
      @Jürg Brechbühl; Dann hätten ganz einfach die Hosen eine andere Form. Vorn herum mehr Raum zum Strecken und bessere Polsterung. Man sollte aber die Wissenschafter nicht unterschätzen. Wenn Sie geschichtliche Sendungen und Ausgrabungen verfolgen, kann da heute sehr viel herausgefunden werden aus den Knochen. Zu Weihnacht wünsche ich allen nicht bloss einen aufrechten Gang sondern vor allem charakterliche Aufrichtigkeit. Dies bringt die Menschheit weiter und verschiedene Meinungen zusammen.
  • Andreas  Binggeli 18.12.2016
    Millionen von Jahren gedauert und dann scheint es glaubwürdig...
  • Andreas  Binggeli 18.12.2016
    Ich immer wieder wie unsere Wissenschaftler ihre Erkenntnisse der Evolution begründen! Alles hat einfach Millio