Das wird Angela Merkel gar nicht gefallen... Frankreich setzt Obergrenze für Flüchtlinge!

Wenige Tage vor dem EU-Gipfel wächst in Europa der Widerstand gegen den Kurs Deutschlands in der Flüchtlingsfrage. Frankreichs Premierminister Manuel Valls schloss am Samstag aus, dass sein Land weitere Flüchtlinge aufnimmt.

Frankreichs Premierminister Manuel Valls schloss aus, dass sein Land weitere Flüchtlinge aufnimmt. play
Frankreichs Premierminister Manuel Valls schloss aus, dass sein Land weitere Flüchtlinge aufnimmt. KEYSTONE/AP/MATTHIAS SCHRADER

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Er stellte sich damit gegen Pläne der deutschen Bundeskanzlerin Kanzlerin Angela Merkel (CDU), künftig Schutzsuchende in der EU gleichmässiger zu verteilen. Valls sagte, Frankreich stehe zu seiner Zusage in der EU, 30'000 Flüchtlinge aufzunehmen. «Dazu sind wir bereit, aber nicht zu mehr.»

Seine Regierung sei gegen ein dauerhaftes System zur Umverteilung, sagte Valls nach Angaben seinen Büros am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz. Auch Polen und Ungarn wehren sich gegen solche Quoten und lehnen es wie mehrere weitere EU-Staaten ab, nennenswert Flüchtlinge aufzunehmen.

Einige EU-Staaten wollen nun Mazedonien dabei helfen, schon bald die sogenannte Balkan-Route für Flüchtlinge abzuriegeln. Ausser Österreich, Kroatien und Slowenien bieten auch Ungarn, Polen, Tschechien und die Slowakei Unterstützung an.

«Solange eine gemeinsame europäische Strategie fehlt, ist es legitim, dass die Staaten auf der Balkanroute ihre Grenzen schützen», sagte der slowakische Aussenminister Miroslav Lajcák dem «Spiegel». «Dabei helfen wir ihnen.»

Hintergrund ist, dass der Andrang von Flüchtlingen und Migranten nicht abebbt. Weiter setzen pro Woche Tausende Flüchtlinge mit Booten aus der Türkei nach Griechenland über und schlagen sich auf der Balkanroute nach Norden durch, vor allem nach Deutschland.

Deswegen will nun auch die NATO in der Ägäis die Routen der Schleuser beobachten und die Aufklärungsergebnisse den Küstenwachen geben.

Für den EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag in Brüssel bergen Valls klaren Äusserungen Sprengstoff. Denn Merkel will erreichen, dass künftig ein Teil der in der Türkei ankommenden Flüchtlinge in der EU verteilt wird. Im Gegenzug soll die Türkei, die die meisten Flüchtlinge beherbergt, dafür sorgen, dass sich weniger Flüchtlinge übers Meer nach Griechenland aufmachen.

Österreichs Aussenminister Sebastian Kurz bot Mazedonien an, bei der Grenzsicherung mit Polizisten und Technik zur Seite zu stehen, «eventuell sogar mit Soldaten, wenn diese gebraucht werden sollten», wie er der «Welt» sagte. «Mazedonien muss als erstes Land nach Griechenland bereit sein, den Zustrom zu stoppen.» Slowenien und Kroatien haben schon länger Polizisten zur Verstärkung in Mazedonien.

Nach Angaben von Kurz stösst Österreich schon in Kürze an seine selbst festgelegte Obergrenze für Flüchtlinge. «Österreich hat eine Obergrenze von 37'500 beschlossen und diese wird im Laufe der nächsten Wochen erreicht sein.» Die Bundesregierung lehnt es bisher ab, eine solche Obergrenze festzulegen.

In der Ägäis haben seit Jahresbeginn bis zum 12. Februar insgesamt 77'303 Menschen übergesetzt, wie die Internationale Organisation für Migration (IOM) mitteilte. Zum Vergleich: Nach UNHCR-Angaben waren es im Januar und Februar des Vorjahres 4576. (SDA/sac)

Publiziert am 13.02.2016 | Aktualisiert am 13.02.2016
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10 Kommentare
  • Peter  Weber aus Zürich
    14.02.2016
    Premier Vals zieht die Notbremse und macht dicht. Nun geht es nicht mehr lange bis auch die Neinsager in Deutschland sich durchsetzen. Es dauerte lange aber man denkt offenbar auch mal nach.
  • Walter  Vetter , via Facebook 14.02.2016
    Die EU war und ist ein Schönwettergebilde. Und nun regnet es ein wenig. Dafür gibt es ein schönes Lied:" Ach wie churzä üsri Tagä, ach wie flieht der Sunnästrahl...."
  • Thomas  Kraft , via Facebook 13.02.2016
    Frankreich geht mit guten Beispiel voran.
  • Fredi  Saxer 13.02.2016
    Und nun BR Simonetta Sommaruga? Wie wollen wir das Schaffen...
  • Werner  Rutishauser aus St.Gallen
    13.02.2016
    Und in Österreich hat der Wiener Arbeitsminister die Personenfreizügigkeit in Frage gestellt, Unterstützung erhält er ausgerechnet von einem SPÖ Landesschef. Begründung ist die importierte Arbeitslosigkeit!