Böse Delfine? Süss und trotzdem tödlich

Seit Tagen fasziniert ein Delfin in der Kieler Förde die Besucher. Nun stellt sich heraus, der süsse Meeressäuger hat einen Schweinswal auf dem Gewissen. Denn die Tiere sind längst nicht so harmlos, wie wir glauben wollen.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Genf, Sydney, Washington Frauen marschieren gegen Trump
2 Sie spielten Billard, als die Schneewalze kam Hotel-Kinder überlebten...
3 Trump erträgt die Wahrheit nicht «Noch nie wohnten so viele Menschen...

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
5 Kommentare
Fehler
Melden

Delfine gelten als Freund des Menschen. Seit mehreren Tagen verzaubert «Flipper» aus der Ostsee die Menschen in Kiel. Doch nun ist ein Video erschienen, das den Delfin in ein anderes Licht rückt. Auf seiner Reise nach Deutschland verübte er offenbar einen bösartigen Angriff auf einen Schweinswal, der danach verendete.

Walexperten sind sich einig, dass es beim Killer um das selbe Tier handelt, das aktuell mit den Menschen anbandelt. Aber auch dass es sich bei der Attacke um absolut natürliches Verhalten handelt: Der Delfin bekämpfte nur einen Futterkonkurrent. 

Sexuell aktiv

Aber nicht nur die Mordlust ist bei den Delfinen stark ausgeprägt. Auch auf sexueller Ebene gehören die süssen Meeresbewohner zu den aktivsten im dem Reich der wilden Tiere. Gruppenvergewaltigungen, aber auch das Vergehen an einem Abflussrohr werden nicht selten beobachtet. 

Delfine töten Neugeborene

Die sexuell aktiven Delfine töten, wie andere Tierarten auch, sogar ihre eigenen Babys. Man gehe davon aus, dass die tödlichen Angriffe vorkommen, weil Delfin-Weibchen sofort wieder schwanger werden können – und erst nach dem Tod ihres Nachwuchses wieder Lust auf Sex haben. Aber nicht nur Babys werden Opfer der Attacken. Auch ausgewachsene Gefährten lassen immer wieder ihr Leben.

Seit der Serie «Flipper» glauben Menschen, dass Delfine fröhliche Zeitgenossen seien. Eine Täuschung: Wegen anatomischer Gegebenheiten steht der Unterkiefer ein paar Zentimeter vor - der Mensch interpretiert das als Lächeln. 

Soziales Bewusstsein

Es gibt auch Verhalten der Delfine, das nach menschlichem Kriterien positiver bewertet würde: So gehören die Säuger zu den sozialsten Tierarten. Sie leben in grossen Herden und begleiten einen kranken Artgenossen oftmals bis an die Küste, um sich zu verabschieden. Ein gefährlicher Instinkt, da die Tiere oft stranden und sich nicht mehr befreien können. 

Namensgebung

Jeder Delfin hat auch einen eigenen Namen, darüber sind sich Forscher einig. Wird dieser vom jeweiligen Tier gehört, antwortet er mit einem ähnlichen Geräusch im Sinne von: «Hier bin ich, hast du mich gerufen?»

Doch ob wir Menschen das Verhalten der Delfine nun positiv bewerten oder negativ: Die Tiere selbst handeln nach ihren eigenen artgerechten Masstäben.

Publiziert am 17.09.2016 | Aktualisiert am 04.01.2017
teilen
teilen
0 shares
5 Kommentare
Fehler
Melden

5 Kommentare
  • Nina S.  Fouskas , via Facebook 18.09.2016
    Dass Delfine nicht nur spielen ist bekannt. Doch das schmäht die Beliebtheit dieser intelligenten und bezaubernden Meeressäuger überhaupt nicht! Das ist einfach NATUR. Delfine müssen ja auch mal Nahrung haben. Dass da ein Wal das Opfer wurde, ist für mich nichts verwerfliches und auch nicht sonderbar. Was aber die Menschen machen, ist meiner Ansicht nach jenseits von Gut und Böse! Tiere sind keine Mörder, sie gehen mit der Natur. Auch wenn es manchmal brutal zu und her geht! WIR sind Vernichter!
  • Deter  Roosu 18.09.2016
    Ich stand in West-Australien in Monkey Mia bis zu den Knien im Wasser, die Delphine waren sehr nahe. Ganz wohl war mir nicht dabei. Es war ein einmaliges Erlebnis und dabei werde ich es belassen!
  • Nelson  Meyer , via Facebook 17.09.2016
    Die Tiere sind vor allem agressif wenn sie in Gefangenschaft gehalten werden. Auf Grund des gestörten Verhaltens dieses Delfins kann davon ausgegangen werden dass er in einen Delfinarium oder sonst in Gefangenschaft geboren wurde und dann ausgesetzt. Tiere bekämpfen sich in freier Natur nicht gegenseitig, ausser sie haben ein gestörtes Verhalten wegen Gefangenschaft oder weil der Mensch ihnen den Lebensraum wegnimmt.
    • Tommy  Müller 17.09.2016
      Tiere bekämpfen sich in freier Natur nicht gegenseitig? Ich muss grad so lachen. Genau sie feiern jeden Abend eine tierische Party. Und essen Fastfood aus der Mikrowelle und wenn sie sich streiten ziehen sie sich bloss an den Haaren.
    • Max  Julen aus Aarburg
      17.09.2016
      ja ja herr meyer, tiere sind in der freiheit ganz lieb zueinander und machen sich regelmässig zum geburtstag und an weihnachten geschenke!
      das essen gehen die frei und wild lebende tiere bei grossverteiler einkaufen, somit gibt es keinen stress mit hunger!
      und dank gut organisierten partnervermittler läuft das sexualleben auch wie am schnürchen!
      alles rosig, genau wie sie sagen herr meyer, niemand hat stress oder druck in der freien natur!