Auf dem Flug Herzattacke vorgetäuscht: Ausgeschaffter Bankräuber erzwingt Notlandung

Der kanadische Bankräuber Jeffrey James Shuman wollte seine Ausschaffung aus der Schweiz nach Kanada um jeden Preis verhindern. Dafür täuschte er sogar einen Herzinfarkt vor.

the-vaulter-at-pearson-airport.jpg.size.xxlarge.letterbox.jpg play
Der Bankräuber Jeffrey James Shuman wurde mit dem Flieger nach Kanada gebracht. Polizeibild

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Sechs Kleinkinder kamen ums Leben Ikea ruft Millionen Killer-Kommoden zurück
2 Deutsche Polizei feiert «Held des Tages» Flüchtling (25) gibt...
3 Terror am Flughafen Istanbul CIA-Chef bestätigt IS-Verdacht

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
8 shares
11 Kommentare
Fehler
Melden

Jeffrey James Shuman, in Kanada besser bekannt als der «Vaulter», der Springer, hat in seinem Heimatland mutmasslich 21 Banken überfallen. Der 53-Jährige ging der Genfer Polizei im letzten September ins Netz, als er versucht hatte die schweiz-französische Grenze zu überqueren. Nun sollte er zurück nach Kanada ausgeschafft werden. Dafür sind eigens vier kanadische Polizisten in die Schweiz angereist. Der Bankräuber wurde vonGenf auf den Flieger nach Montreal eskortiert.

IMAGE-ERRORKurz nach dem Start begann Shuman jedoch über Schmerzen in der Brust zu klagen. Die Flugcrew reagierte schnell. Der Flieger leitete die Notlandung ein und stoppte in London Heathrow. Erst dort stellte sich heraus: Es war ein Fake. Shuman wollte eine Notlandung in Frankreich provozieren. Denn dort besitzt der Bankräuber eine Staatsbürgerschaft.

Als er bemerkte, dass er nicht in Frankreich, sondern in England gestrandet war, machte der 53-Jährige einen Aufstand. Er benahm sich so daneben, so dass die Fluggesellschaft ihn nicht mehr an Bord lassen wollte.

So musste die kanadische Polizei extra eine Privatmaschine chartern. So kam der Häftling doch noch in Kanada an - mit zwei Tagen Verspätung. (nbb)

Publiziert am 02.03.2016 | Aktualisiert am 10.03.2016
teilen
teilen
8 shares
11 Kommentare
Fehler
Melden

11 Kommentare
  • Sam  Altenmann 03.03.2016
    Der Typ hat in Kanada Banken ausgeraubt, nicht in der Schweiz. Die Schweizer haben ihn geschnappt und Kanadas Auslieferungsgesuch stattgegeben. Mit Ausschaffung, unseren Gefängnissen und DSI hat das überhaupt nichts zu tun. Himmelherrgottnochmal, ist lesen eigentlich so schwierig?
  • Karen  Mind 03.03.2016
    beim nächsten Mal mit dem Schiff ausschaffen. Auf hoher See herrscht ein tolles Klima, was gut fürs Herz ist. Er wird wohl kaum über Bord gehen und an Land schwimmen.
  • Jürg  Brechbühl aus Eggiwil
    03.03.2016
    So toll sind also unsere Gefängnisse, dass sogar die kanadischen Rattenlöcher sind im Vergleich. Vielleicht sollten wir den Unterbringungsstandard überdenken, dann werden Ausschaffungen einfacher.
    • Toni  Brunner aus Dasmarinas/Cavite/Philippines
      03.03.2016
      Artikel gelesen aber nicht verstanden.
      Der Mann wurde gesucht als vermutlicher Straftäter in Kanada. Er lebte offenbar in Frankreich da er auch eine franz. Staatsbürgerschaft besitzt. Er war zur Verhaftung ausgeschrieben und wurde an der CH-Grenze geschnappt.
      Es müsste korrekterweise heissen, er wurde ausgeliefert und nicht ausgeschafft.
  • Jürg  Möckli , via Facebook 03.03.2016
    Hier zeigt sich, dass jegliche Ausschaffung sinnlos ist und weit am Ziel vorbei geht. Kriminelle die ihr Handwerk nicht aufgeben, werden noch während der Ausschaffung zurück kommen.
  • Nepomuk  Galliker aus Sursee
    03.03.2016
    Das ist doch keine Ausschaffung, sondern eine Überstellung oder eine Auslieferung.
    Der Täter hat die taten ja nicht in der Schweiz, sondern in Kanada begangen!