5 Fakten zu Schweizer Vögeln Auch hier gibts eine Volkszählung!

Dank 1000 Tierfreunden haben wir einen Swiss Bird Index. Freiwillig zählen sie, wer bei uns herumfliegt.

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Freiwillige zählen Meisen & Co.

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1. Vogelland Schweiz
Bei uns fühlen sich insgesamt 173 Arten von Brutvögeln wohl: 75 Arten kommen sehr häufig vor – andererseits sind 48 Arten sehr selten. Gemäss neuen Erkenntnissen sind 40 Prozent der Brutvögel durch verschlechterte Umweltbedingungen, etwa Verstädterung und Verlust von Lebensräumen, bedroht.

2. Volkszählung
Im Jahr 2014 trugen nicht weniger als 1000 Freiwillige in 167'000 Beobachtungen Daten für den Swiss Bird Index zusammen. Dieser Index wurde vor zehn Jahren von der Schweizerischen Vogelwarte lanciert. Er dokumentiert nicht nur die momentane Situation der heimischen Brutvögel, sondern es lassen sich aus der Statistik auch Trends für ihre Entwicklung berechnen. So ist aktuell die Saatkrähe der Top-Überlebenskünstler der Schweiz mit 6622 Brutpaaren.

3. Rote Liste
Eisvogel, Raubwürger oder Alpenschneehuhn sind hingegen vom Aussterben bedroht. Mit dem Index lassen sich zudem Schwankungen der Populationen aufzeigen: So hatte der strenge Winter von 2012/13 den Tannenmeisen arg zugesetzt. Umso überraschter waren die Vogelzähler, als sie im Frühling 2014 sehr viele junge Tannenmeisen entdeckten – der Bestand der Fliegengewichte ist damit gerettet.

4. Dauergäste
500'000 Wasservögel haben bei uns einen sicheren Hafen zum Überleben im Winter gefunden. Letztes Jahr wurden 62'000 Haubentaucher gezählt – so viele wie noch nie. Und Kormorane wie auch Rostgänse haben sich dauerhaft bei uns niedergelassen.

5. Neuzuzüger
Aus dem Nachbarland Frankreich fliegen neuerdings Gänsegeier zu uns: Allein im Kanton Waadt konnten die Vogelfreunde 54 Tiere beobachten. Mit einer Flügelspannweite von gut 2,5 Metern sind Gänsegeier am Himmel auch für alle Vogelmuffel nicht übersehbar. Wird der aasfressende Gänsegeier bald heimisch und im nächsten Index Vogelart Nummer 174 werden?

Publiziert am 20.10.2015 | Aktualisiert am 20.10.2015
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