4 Fakten zur Kommunikation Warum der Tonfall den Inhalt schlägt

Ihnen gefällt nicht, was man Ihnen sagt? Das liegt daran, was Sie sonst noch hören.

Der Empfänger einer Botschaft hört mehr als bloss die Worte des Absenders. play

Der Empfänger einer Botschaft hört mehr als bloss die Worte des Absenders.

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1. Was die Stimme verrät
C’est le ton, qui fait la musique. Das franzö­sische Sprichwort besagt, dass der Tonfall einer Stimme mehr darüber verrät, was den Sprecher bewegt, als das, was er sagt. Die Stimme drückt Gefühle aus und ist zugleich unser sprachlicher Fingerabdruck – keine Stimme ist gleich.

2. Die Untertöne
Die subtile Veränderung des Tonfalls entsteht durch Verknüpfungen von aktiven Hirnarealen, die sich im Kehlkopf als Bewegungsbefehle auswirken. Sie geben der Stimme den gewissen Unterton.

3. Der Trick des Nachahmens
Jetzt haben Forscher des Max-Planck-Instituts für Kognitionsund Neurowissenschaften in Leipzig (D) entschlüsselt, warum wir den Tonfall einer Stimme interpretieren können. Die Neurologen haben Hirnaktivitäten von Testpersonen mittels Magnetresonanztomografie analysiert: Beim Interpretieren des Tonfalls kann das Gehirn die Kehlkopfbewegungen des Sprechenden nachahmen. Das hilft, die Gefühlswelt des Gegenübers besser zu verstehen. Die dafür benötigten Nervenzellen befinden sich in der rechten Hirnhälfte – zur Spracherkennung ist die linke aktiv.

4. Der Tonfall als Merkmal
Sobald wir miteinander reden, pflegen wir eine verbale und nonverbale Kommunikation. Die verbale vollzieht sich in Worten, die nonverbale mit Körpersprache und dem Tonfall der Stimme. Laut einer älteren deutschen Studie taxieren wir Mitmenschen zu 55 Prozent über ihr Aussehen und Verhalten, zu sieben Prozent über den Inhalt des Gesprochenen – und zu 38 Prozent über den Tonfall.

Publiziert am 10.11.2015 | Aktualisiert am 10.11.2015
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1 Kommentare
  • Hans  Scheidegger 10.11.2015
    Noch wichtiger als der Tonfall ist in der Kommunikation die Tatsache, dass die Botschaft IMMER im Gehirn des Empfängers entsteht, unabhängig wie es der "Sendende" gemeint hat; und entsprechend wird der Empfänger reagieren bzw. sich verhalten. Ein weiterer zu beachtender Punkt ist, dass man immer kommuniziert, auch wenn man nichts sagt! Und manchmal ist es für die eigenen Nerven gut, gewisse Dinge einfach zu überhören!