«Voriges» nach dem Fest So kreiert man aus Resten neue Menüs

Das nach den Festtagen übrig gebliebene Essen bitte nicht in den Kübel oder auf den Kompost werfen! Clever verarbeitet, ergeben Reste noch manches feine Alltagsessen. Vor allem ein Mixer leistet gute Dienste.

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Aus altem Brot kann man Knödel oder Gnocci machen oder es zu Paniermehl zerbröseln. Am einfachsten aber ist das Recycling von Süssem.

  • Aus zerhackten Weihnachtsguetsli wird, zusammen mit Haferflöckli und Apfel, zum Beispiel ein feines Morgenmüesli.
     
  • Schoggi-Samichläuse lassen sich im Wasserbad ohne grossen Aufwand einschmelzen. Die Schoggimasse schmeckt zu einem einem Glace. Vermischt mit Cornflakes findet sie vielleicht auch ein zweites Leben in einem Guetsli oder in einer Schoggimousse.
     
  • Aus aromatischen Lebkuchen oder Christstollen lassen sich besonders feine Desserts kreieren. Einfach klein schneiden, mit zwei Eiern und 0,2 Litern Milch sowie gehobelten Mandeln vermengt bei 180 Grad eine halbe Stunde backen – und schon hat man eine süsse Zugabe zu eventuell übrig gebliebenen Früchten.
     
  • Eine weitere Möglichkeit ist das Christstollen-Sorbet: Dazu den Christstollen in eine Schüssel bröseln. Milch, Orangenzesten und Speiseeispulver mit dem Handrührer eine Minute lang verrühren und zwei Minuten auf höchster Stufe cremig aufschlagen. Die Creme mindestens fünf Stunden lang einfrieren. Die Stollen­-Parfaits kurz vor dem Servieren aus dem Gefrierschrank nehmen. Den Rand mit einem spitzen Messer vom Gefäss lösen und dieses kurz in heisses Wasser tauchen, auf Dessertteller stürzen. Dazu passen heisse Früchte – oder die Schoggi-Creme vom Samichlaus.
     
  • Ein ganz einfacher Trick: Aus einem Stück Kuchen oder Torte, das nicht mehr schön aussieht, entsteht eine Süssspeise, indem man es mit Quark vermixt (eventuell den Teigboden vorher entfernen). Darunter gerührt, schmecken auch die Reste von Fruchtsalat gut.

Verwertung von Gemüse- und Käse-Resten

Das Mixen funktioniert auch bei Gemüse bestens. Mit Olivenöl und Pistazien- oder Pinienkernen oder Walnüssen gemixt, ergibt praktisch jedes Gemüse ein Pesto, das gut zu Pasta schmeckt. Fast alles ist möglich, denn ein Pesto muss nicht zwingend aus einer Gemüsesorte bestehen.  

Noch variabler sind Smoothies: Gemüse in den Mixer geben, etwas Wasser hinzufügen und zusammen mit Kräutern, Gewürzen oder Ingwer pürieren. Bei Bedarf tunt man mit etwas Frischem. Avocado, Birne oder Bananen passen fast immer. Im Prinzip geht fast jede Kombi.

Für eine Gemüsebrühe kocht man rohe Gemüse-Reste eine Stunde in heissem Wasser mit ein paar Kräutern und Pfefferkörnern. Mit untergemixtem übriggebliebenem Reis wird sie schön sämig. Ist eine klare Brühe gewünscht, gibt man das Kochwasser durch ein Sieb. In saubere Schraubgläser abgefüllt und dunkel und kühl gelagert, hält sich die Brühe einige Wochen. In Öl eingelegt, hält Gemüse gut eine Woche und ergibt eine Vorspeise.

Aus den Resten vom Käsebuffet lässt sich auch eine Art bayrischer «Obatzter» keieren. Dazu alle weichen Käsearten zusammen mit Butter mit der Gabel zu einer Masse zerdrücken, die sich gut hält und gut taugt als Brotaufstrich. Harter Käse, klein geschnitten und mit Kräutern gewürzt in Olivenöl eingelegt, hält sich sogar mehrere Wochen.

Vielseitig wiederverwendbar: Kartoffeln

Sehr gut recyceln lassen sich Kartoffeln. Zusammen mit Gemüse-Resten ergeben sie einen farbigen Stock – etwa mit Brokkoli oder Rüebli. Ein Geheimtipp ist Knollensellerie, der mit Kartoffeln besonders gut harmoniert. Reste von Kartoffelstock knetet man zu kleinen Talern, wendet sie in Paniermehl und brät sie in der Pfanne. Wer will überbackt sie mit dem übriggebliebenen Fonduekäse.

Klein gemixt finden Kartoffeln in einer Kartoffelsuppe ein zweites Leben – das geht durchaus auch mal mit Pommes. Aus alten Pommes und Gemüse machen manche auch gern einen Auflauf, der mit etwas Gemüse sowie Tomatensauce oder Ketchup ein währschaftes Alltagsessen ergibt, das vor allem Kinder gern haben.

Auch lassen sich Kartoffeln leicht zu Gnocchi oder Knödeln verarbeiten, in einem Salade niçoise servieren oder in einem Geröstel nach Tiroler Art. Das Geröstel ist sowieso ein ideales Resteverwertungsgericht, bei dem Improvisieren sogar erwünscht ist. Dazu wird alles, was man noch so hat, vom Fondue Chinoise-Schinken oder dem Schinken von Canapés über Kartoffeln, Spätzli, Penne bis zu Gemüse zusammen in einer Pfanne angeröstet. Auch der kleingeschnittene Festtagsbraten oder Pouletstücke können gut mit rein. Zur Auffrischung röstet man eine Zwiebel mit und gibt frische Kräuter dazu. Mit Rührei wird das Ganze zu einer Art Tortilla.

Fleisch & Fisch

Fleisch passt in einen bunten Salat, Vinaigrette drüber, und es schmeckt wie neu. Das Recyclen von Fisch ist, sofern es geräucherter ist, ebenfalls unproblematisch. Die Reste vom Silvester-Lachs oder von der Räucherforelle in einer Pasta mit Zitronensauce sind sogar eigenständige Rezepte.

Tipp: Zum Auffrischen von Resteessen eignen sich frische Kräuter wie Basilikum oder Peterli, frisch darüber gemahlener Pfeffer oder Ingwer und Knoblauch. Suppen schmecken durch einen Esslöffel Creme Fraiche oder einen Schuss Weisswein wie neu.

Publiziert am 30.12.2016 | Aktualisiert am 30.12.2016
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