Schweizer in Flirtstimmung «Flirten ist wie ein Tanz»

Parship-Psychologin Barbara Beckenbauer (46) erklärt, was Flirten bedeutet, wie es funktioniert und welches Benehmen man vermeiden sollte.

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Tanz als Verführung: Teilnehmer der Tango-Weltmeisterschaft in Buenos Aires im August 2015.  Getty Images

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Lohnt es sich überhaupt als Schweizer, das Flirten zu lernen?
Barbara Beckenbauer: Ja. Denn die Flirtbereitschaft beider Geschlechter ist auch in der Schweiz riesig. Aber die Männer haben grosse Angst davor, zurückgewiesen zu werden. Und die Schweizerin denkt zu schnell: «Der will was von mir!»

Will er das denn nicht?
Flirten ist eine Einstellung. Wenn jemand einem zuzwinkert oder ein schönes Lächeln schenkt, bedeutet das nicht, dass sie oder er mit der anderen Person ins Bett steigen möchte. Beim gelungenen Flirt ist es auch egal, ob die andere Person eine Mutter oder ein verheirateter Mann ist. Flirten hat nichts damit zu tun, dass man jemanden sucht. Es geht darum, eine gute Stimmung zu verbreiten.

Darf man demnach auch im Alltag flirten, und nicht nur in der Bar?
Aber ja. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind etwa ein super Lernfeld für Charme-Offensiven, denn das Umfeld ist unverfänglich. Man kann sich beim Aussteigen mit einem Lächeln verabschieden und dem Gegenüber «einen schönen Abend» wünschen und sagen: «Behalten Sie das schöne Lächeln bei.»

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Barbara Beckenbauer gibt Auskunft rund ums Flirten. zVg

Kann man Flirten lernen?
Es ist keine Schritt für Schritt erlernbare Technik. Eher ein Kleid, das man morgens anzieht. Man bringt sich in die Stimmung, um Komplimente und ein Lächeln zu verteilen. Die Jugend kann da vieles von den Älteren lernen. Die haben im Umgang mit dem anderen Geschlecht oft eine charmantere Art.

Was unterscheidet das Online- vom Face-to-Face-Flirten?
Grundsätzlich gelten dieselben Regeln: Flirten ist wie ein Tanz. Es geht darum, charmant und spielerisch mit dem anderen umzugehen. Doch jedes Setting hat seine Vorteile. Online kann man etwa humorvoller reagieren, weil einem mehr Zeit bleibt als bei einem Gespräch.

Wie präsentiert man sich erfolgreich beim Online-Dating?
Erste Priorität: ein authentisches Profilbild. Es soll einen von der guten Seite zeigen – aber nicht zu sehr bearbeitet, also geschönt sein. Nicht schummeln bei Profil-Angaben: Wenn man unsportlich ist, darf man das ruhig schreiben. Sehr wichtig ist auch die Rechtschreibung.

Was gehört unbedingt zu einem gelungenen Flirt?
Humor steht an erster Stelle. Ebenfalls wichtig ist Respekt und Klasse – keine plumpe Anmache. Auch zu frühen Körperkontakt sollte man unbedingt vermeiden.

Was sind die schlimmsten Fehler, die man beim Online-Flirten machen kann?
Frauen fühlen sich von Männern belästigt, die gleich im ersten Satz sexuelle Anspielungen machen. Das hat null Stil, null Charme und noch weniger Humor. Doch genau diese drei Punkte sind Frauen beim Flirten wichtig – und zwar online und offline. Zu knappe Antworten und Copy-Paste-Texte sind ebenfalls sichere Flirt-Killer.

Barbara Beckenbauer ist seit 2010 Psychologin für Parship und arbeitet ausserdem selbständig in ihrer Praxis in Zürich.

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Publiziert am 13.05.2016 | Aktualisiert am 03.08.2016
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