Rutsch ins Vergnügen Coole Kufen für scharfe Kurven

Endlich Schnee! Bevor Sie sich auf einen Schlitten setzen und ins Tal flitzen: Richtig Spass macht das nur mit dem richtigen Untersatz.

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Für viele die schönste Zeit des Jahres: Wintertage, Pulverschnee, Piste gut. Skifahren, langlaufen, snowboarden. Und immer mehr im Trend: Schlitteln. Fast jedes Kind besitzt einen Bob oder einen Davoser.

Kein Wunder: Schlitteln ist unkompliziert, familienfreundlich – und viel günstiger als ­andere Wintersportvergnügen. Geht es aber um die Ausrüstung, sollte auch auf diesen Pisten nicht gespart werden.

Noch immer ist der traditionelle Davoser der beliebteste Schlitten. Seit über hundert Jahren bewährt er sich durch seine robuste und traditionelle Bauweise. Er geniesst bei Schneefans Kultstatus, auch punkto Preis. Im Fachgeschäft Sportxx beispielsweise gibts den Original-Davoser (80 Zentimeter) bereits für 119 Franken.

Davoser: Kult zwar, aber  nicht der Beste

So anerkannt der Davoser auch ist, so schwer und starr lässt er sich mitunter manövrieren. Darüber ­hinaus ist er nicht sonderlich bequem. Deshalb fuhr der Klassiker denn auch in einem Test von «Kassensturz» jüngeren Konkurrenten deutlich hinterher. Moderne Modelle wie etwa der «Familiy Flizzer» (Marke Graf, ab 279 Franken), der «Tourenrodel Spezial» (Gasser, ca. 220 Franken) oder der «Tourenrodel» (Kathrein, ca. 200 Franken) schnitten im Vergleichstest wesentlich besser ab.

Kostspielig, aber dafür exklusiver sind die in Schwyz produzierten Schlitten von Jo Lindauer. Der Familienbetrieb produziert seit Generationen klassische Holzschlitten nach Davoser Art – aber auch topmoderne Hightech-Rodel.

Vor dem Kauf sollten Sie sich genau überlegen, wofür Sie den Schlitten nutzen wollen. Möchten Sie damit Kinder, allenfalls gar Material transportieren? Und das nur gelegentlich? Dann sind Sie mit einem klassischen soliden Holzschlitten gut bedient. Oder wollen Sie möglichst schnell über präparierte – und sogar vereiste – Pisten flitzen? Dann ist ein sportlicher Rodel die richtige Wahl. Für flache bis mittelsteile Hänge eignen sich auch Bobschlitten. Diese sind günstig und in der Regel mit einem Bremsgriff sowie einem Lenkrad ausgerüstet – was besonders Kinderaugen zum Leuchten bringt.

Auch auf die Ausrüstung kommt es an

Genauso wichtig wie der passende Untersatz ist die richtige Ausrüstung. Denn das Vergnügen kann schnell gefährlich werden. Jährlich verletzen sich immerhin fast 11'000 Personen beim Schlitteln! Das sollten Sie beachten:

  • Warm anziehen: Winterjacke, Schneehosen und wasserfeste Handschuhe sind Pflicht. Sonst wird die Talfahrt schnell zur nasskalten Tortur.
  • Gutes Schuhwerk: Beim Lenken und Bremsen kommen die Füsse zum Einsatz. Hohe und feste Winterstiefel mit gutem Profil sind deshalb ein Muss. Um auch an steilen Hängen oder auf eisigen Pisten die Kontrolle zu behalten: spezielle Rodel-Sohlen bzw. Fersenspikes als Bremshilfen über die Schuhe ziehen! Erhältlich ab 30 Franken.
  • Immer mit Helm: Auch scheinbar harmlose Fahrten geraten schnell ausser Kontrolle. Deshalb: Immer einen Schneesporthelm tragen! Auch eine Skibrille gehört zur Ausrüstung.
  • Alkohol ist tabu: Wie beim Skifahren gilt auch auf der Schlittelpiste: Wer angetrunken unterwegs ist, gefährdet sich selbst und andere Schlittler.
Publiziert am 02.02.2015 | Aktualisiert am 02.02.2015
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Spass für alle: In der Schweiz werden weit über hundert Schlittelpisten unterhalten. Keystone

So kommen Sie sicher ans Ziel

Obwohl Schlitteln ein unkompliziertes Wintervergnügen ist, kommt es immer wieder zu Unfällen. Denn viele wissen nicht, wie sie sich auf der Piste richtig verhalten müssen. Sie unterschätzen die Geschwindigkeit – oder überschätzen ihr Fahrkönnen. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) hat deshalb Verhaltensregeln zusammengestellt, die jeder Schlittler beachten sollte.

Hier die Wichtigsten auf einen Blick:

  • Auf andere Rücksicht ­nehmen.
  • Die Geschwindigkeit und ­Fahrweise seinem Können ­anpassen.
  • Fahrspur des Vorderen ­respektieren.
  • Mit Abstand überholen.
  • Vor dem Ein- und Anfahren nach oben blicken.
  • Am Rand anhalten.
  • Am Rand auf- und ab­steigen.

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