Unterwegs in Montenegro Am schwarzen Berg gibt es viel Meer

Ein Fjord am Mittelmeer. Das ist der Hauptanziehungspunkt von Montenegro. Das kleine Land mausert sich zum Touristenmagneten.

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Der Ursprung des Namens Montenegro ist offensichtlich: «Schwarzer Berg». ­Damit gemeint ist das Lovcen-Gebirge, bis zu 1749 Meter hoch, eigentlich eher grau als schwarz – so oder so aber das Herz Montenegros. Ein Binnenstaat wie Bosnien-Herzegowina oder Serbien?

Nein, Montenegro punktet vor allem mit Meer. Ganz im Norden, an der Grenze zu Kroatien, liegt die Bucht von Kotor. Die Reisebibel «Lonely Planet» hat sie im letzten Jahr in ihrer Liste der 500 grössten Sehenswürdigkeiten auf Platz 47 gewählt, vor der Golden Gate Bridge, vor Cinque Terre, vor dem Matterhorn. Den Grund für diesen Rang erlebt man in Perast, einem alten Örtchen mit 16 Kirchen und 17 Palästen gegenüber der Einfahrt in die Bucht, die «Boka». Zwischen den Mauern frisst eine der unzähligen montenegrinischen Katzen ihr Futter, dahinter zwängt sich ein Kreuzfahrtschiff durch die Meeres­enge. Die Passagiere verfolgen die Einfahrt an Deck, blicken zu den nahen Bergen. Die Bucht ist ein Fjord, nur nicht in Norwegen, sondern an der Adria.

Der namensgebende Ort Kotor liegt 20 Kilometer entfernt, ist Teil des Unesco-Kulturerbes. Ein Tunnel führt von dort aus unter dem «schwarzen Berg» hindurch nach Budva. Selbes Land, andere Welt: Budva liegt an der offenen Adria. Mittelmeer-Feeling mit Restaurant-Tischen im Sand.

Die Infrastruktur wird weiter ausgebaut – samt Luxus-Yachthafen in Tivat. Trotzdem: Jede Stadt hat ihre Industrie-Ruinen, die aus der Zeit Jugoslawiens stammen. Und die daran erinnern, dass Montenegro noch nicht lange ein touristischer Überflieger ist.

Gut zu wissen:

Anreise: Flugplätze gibt es in der Hauptstadt Podgo­rica und in Tivat. Empfehlenswert ist aber ein Flug ins kroatische Dubrovnik samt Stopover (30 km von der Grenze entfernt).

Übernachten: In Herceg Novi, dem ersten Ort nach der kroatischen Grenze, im schicken und trotzdem nicht zu teuren Hotel Perla: www.perla.me

Nationalsport: Neben Fussball begeistern sich die Montenegriner vor allem für Wasserball.

An jedem Meeresort gibt es Stadions in prominenter Lage am Ufer.

Publiziert am 10.10.2016 | Aktualisiert am 10.10.2016
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