Ausflugs-Tipp fürs Tessin Mehr als «nur» ein Wochenmarkt

Einmal in der Woche lebt die «Piazza-Kultur» in Bellinzona auf. Der Samstagsmarkt in der Kantonshauptstadt bietet neben regionalen Köstlichkeiten vor allem eines: Geselligkeit.

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Einmal in der Woche verwandelt sich Bellinzona in eine pulsierende Lokalmetropole. So wie es schon im Mittelalter der Fall war, pilgern die Leute aus den umliegenden Dörfern und Städten an den Markt in der Stadt im Schatten der Bellinzoneser Burgen.

Tatsächlich besteht der Samstagsmarkt in der Altstadt in seiner derzeitigen Form erst seit 40 Jahren. In dieser kurzen Zeit hat er sich jedoch sowohl touristisch als auch lokal zu einer Institution gemausert. Feriengäste können hier ein bisschen Mittelalterluft und Tessiner Lebensart schnuppern. Einheimische kommen an den Markt, um Freunde und Bekannte bei einem Glas Apérol Spritz oder bei einem Cappuccino zu treffen. Meist spielen einige Musiker noch irgendwo Tessiner Volkswaisen.

Die Händler wissen genau, woher ihr Käse stammt

Doch trotz aller Geselligkeit, geht die Liebe zum Samstagsmarkt in der Kantonshauptstadt vor allem durch den Magen. Denn wenn die blau-roten Baldachine der Stände an der Viale Stazione sichtbar werden, liegt der Duft von feinen Wurstwaren, frischem Brot und reifem Alpkäse schon lange in der Luft. Viele Stände haben bereits kleine Käse-Würfelchen zum Degustieren ausgelegt. Dort, wo das nicht der Fall ist, genügt es, um eine Kostprobe zu bitten. Jeder der Verkäufer kann genau beschreiben, wie der jeweilige Käse schmeckt, wo die Milchlieferanten geweidet haben, wie die Qualität des Grases dieses Jahr war und wie lange der Käse gereift ist. Viele von ihnen waren sogar mit auf der Alp und haben sich um das Vieh gekümmert oder beim Käsen geholfen.

Alles, was das Herz begehrt

Ausser den verschiedenen Käsesorten, den Salametti, der Mortadella und dem knusprigen pane del mercato (Marktbrot), werden am Samstagsmarkt auch allerlei andere Leckereien angeboten: Marmeladen, Kuchen, Kastanienmarmelade, frisches Gemüse und Obst direkt vom Bauern. Sogar einen Stand mit asiatischen Esswaren gibt es mittlerweile. Ausserdem wird auch allerlei Handwerkskunst feilgeboten. Schmuck gibt es in vielen Variationen. In Richtung Bahnhof von Bellinzona dominieren die Non-Food-Stände, wie es im Fachjargon heisst. Hier finden sich vor allem Kleidung und Spielsachen.

Publiziert am 23.09.2015 | Aktualisiert am 23.09.2015
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