Moderatorin Andrea Jansen goes USA - mit Kind und Kegel Was tun, wenn das Kind krank wird?

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«Zu Hause kann ich morgen auch unter den Bus kommen!» So versuche ich jeweils (erfolglos, natürlich) meine Mutter zu beruhigen, bevor ich wieder meilenweit davon fliege. Und: «Im Ausland gibt es auch Ärzte und Medikamente.»

Stimmt - auch wenn eine medizinische Diagnose in indischem Pidgin-English den Informationswert einer Folge Teletubbies hat, wie ich vor ein paar Jahren im Spital auf Mauritius leider feststellen musste. Und natürlich gibt es auch überall Medis, aber in anderer Form. Deshalb drückte mir die Kinderärztin vor unserer Familienreise in die USA einen Samichlaussack voll Zäpfli in die Hand, weil die «in den Staaten nicht so verbreitet seien».

Beim ergonomischen Packen liess ich dann selbstverständlich die Hälfte zu Hause - wer braucht schon ein halbes Kilo Paracetamol in zwei Monaten?

Wir. Innerhalb einer Woche.

Der schlimmste Jetlag war noch nicht ganz überwunden, als sich der Backenzahn meiner Tochter dazu entschied, genau jetzt das Zahnfleisch hinter sich zu lassen. Nach einer unhomöopathischen Dosis Chügeli wurde gezäpfelt, soviel der Beipackzettel erlaubt - gebracht hat es wenig. Töchterli fing an zu glühen. Am Wochnenende (wann sonst?) landeten wir dann in der Urgent Care in Los Angeles, wo ein gelangweilter Notarzt zusätzlich eine Halsentzündung diagnostizierte.

Sie war zwei Tage später wieder purrlimunter. Ich freute mich auf Sightseeing und Santa Monica Pier und Malibu und Baywatchrettungsschwimmer mit Sixpacks…

…bis der Mann aus dem Bett kroch - und gleich wieder hinein. Grippe.

Die Rettungsschwimmer sah ich aus der Ferne von der Rutschbahn aus. Ich, meine Kinder und die südamerikanischen Nannies verbrachten die nächsten drei Tage auf dem Spielplatz.

Und was habe ich daraus gelernt?

Immer die GANZE Reiseapotheke vom Kinderarzt mitschleppen und nicht meinen, man wisse es besser. Wir haben jetzt noch drei Zäpfli übrig für die nächsten zehn Wochen.

Nicht nur eine zusätzliche Reiseversicherung abschliessen, sondern auch genau nachlesen, was da drin steht und ob es eine medizinische Hotline gibt.

Falls möglich, vor der Anreise bei einer anderen Familie abklären, wo man vor Ort in dringenden Fällen Hilfe bekommt. Für L.A. zum Beispiel hier. Erspart panisches googeln um Mitternacht.Beim Auslesen der Unterkunft darauf achten, dass Aktivitäten (Spielplätze, Strand) in Laufdistanz zu erreichen sind. In Venice Beach empfehle ich den Boardwalk Playground und Linnie Canal Park.

Vor der Reise das Immunsystem auf Vordermann bringen - richtig essen, richtig schlafen. Haben wir zugegebenermassen komplett verhängt - das heimer itz drvo.

Andrea Jansen twittert und instagramt unter @jansenreistrum.

Publiziert am 24.10.2015 | Aktualisiert am 24.10.2015
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7 Kommentare
  • Keller  Mike 25.10.2015
    An jeder Ecke gibt es einen CVS oder Walgreens. Und wenn man beim Apotheker nachfragt, kriegt man sogar die gleichen Zaepfchen. Die meisten nehmen jedoch die Fluessigform von Paracetamol. Den Apothekerkasten braucht man in der Schweiz oder in Afrika, aber sicher nicht in den USA.
  • Ernest  Blanco 24.10.2015
    Gehen Sie das nächste mal doch einfach in einen Walgreens, mit 2 Filialen am Lincoln Blvd, in der Nähe von Venice Beach. Die haben eine Auswahl an Fiebersenkern und rezeptfreien Schmerzmitteli speziell für Kinder von welchem wir in der CH nur traümen können: auf walgreens.com unter Childrens Pain and Fever Relief finden Sie 82 Angebote. Anstatt mit einem Sack voller Medis in die USA zu reisen, bringen wir jeweils einige Packungen an Kinder Medis zurück in die CH.
  • Angelo  Rizzi 24.10.2015
    Interessant ist doch an dieser Story, dass immer mehr Schweizer dieses Land verlassen. Seit dem letzten Wochenende wird dieser Trend noch zunehmen. Die Schweiz verkommt immer mehr zur Bananenrepublik. SVP sei Dank.
  • Daniela  Bauschmann 24.10.2015
    Mann könnte meine sie sei die erste Person der Schweiz die in die USA geht. so wichtig ist diese Frau Jansen auch nicht.
  • Peter  Bianchi aus Chur
    24.10.2015
    Die USA haben zwar eine gigantische Armee und sind auch sonst extrem verschwenderisch massenhaft und überall gibt es stromfressende Klimaanlagen, ein Pro Kopf Wasserverbrauch der seinesgleichen sucht und in sehr vielen Industrieanlagen, läuft der Müll praktisch ungefiltert in Flüsse, Seen u.s.w. Das USA Gesundheitssystem ist hingegen eine absolute Katastrophe und es kommt öfters vor, das Patienten unzählige male abgewiesen werden, bis sie endlich ein Spital aufnimmt.
    • Andreas  Berger , via Facebook 24.10.2015
      Herr Bianchi, hier ein paar Zahlen fuer Sie. Inclusive der Reservisten hat die USA ca 2.5 millionen Soldaten, das ist dann ca 0.8 Soldaten pro 100 Einwohner. In der Schweiz haben wir ca 1.8 Soldaten pro 100 Einwohner. Wenn man die auslaendische Bevoelkerung weglaesst, sind es sogar 2.3 Soldaten pro Einwohner !! Ich weiss nicht aus welcher Sicht sie das US Gesundheitssystem kennen, aber ich lebe seit 28 Jahren hier und hatte noch nie Probleme. Sie haben da vielleicht mehr Erfahrung.