Unterwegs in Amerika Die 10 schönsten Nationalparks der USA

Einsame Weiten, heulende Wölfe, brodelnde Vulkane und der blaueste See der Welt: Es gibt unzählige Gründe, den amerikanischen Nationalparks zu ihrem 100. Geburtstag einen Besuch abzustatten. Unsere Top 10 im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Nationalparks in den Vereinigten Staaten: Natur pur in den USA play

Der Colorado River hat sich über Jahrmillionen bis zu 1,6 km tief in den steinigen Grund gefressen. Grand Canyon Nationalpark, Arizona.

Samuel Schumacher

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1. Yellowstone, Wyoming
Der älteste Nationalpark der USA ist zugleich der farbigste Flecken Amerikas. Die roten, grünen und blauen Algen, die in den heissen Tümpeln des Nationalparks wuchern, sehen aus wie riesige, kitschige Farbpaletten – und seine gelben Canyon-Wände erinnern an in Käsefondue getunkte Felsen, während die Terrassen der Mammoth Hot Springs violett unter dem brodelnden Wasser hindurchschimmern. Alle 35 bis 120 Minuten kämpft inmitten dieser farbigen Landschaft der «Old Faithful»-Geysir mit bis zu 56 Meter hohen Fontänen um Aufmerksamkeit. Ein visuelles Spektakel!

2. Grand Canyon, Arizona
4,7 Millionen Besucher pro Jahr können nicht irren: Der Grand Canyon ist der eindrücklichste Spalt dieser Erde. Der Colorado River hat sich über Jahrmillionen bis zu 1,6 km tief in den steinigen Grund gefressen. Die farbigen Gesteinsschichten, die er dabei freigelegt hat, sind atemberaubend schön. Die zahlreichen Aussichtspunkte am südlichen Canyon-Rand (South Rim) sind alle mit dem Auto erreichbar. Wer ein besonders wildes Erlebnis haben will, kann den Canyon auf einem River-Rafting-Boot erkunden.

3. Redwood, Kalifornien
Im Redwood-Nationalpark in Kalifornien leben Riesen – Baumriesen: Die bis zu 110 Meter hohen «Sequoias» (dt. Küstenmammutbäume) säumen die Pazifikküste des teilweise dschungelartigen und sehr grünen Parks. Manche von ihnen sind knapp 2000 Jahre alt und so gross, dass man locker einen Autotunnel durch sie hindurchbauen könnte.

4. Yosemite, Kalifornien
«Yosemi’te» nannten die Miwok-Indianer die Bewohner des weiten Tals: «Jene, die töten». Die Ureinwohner des heutigen Nationalparks verteidigten ihr Paradies gegen unliebsame Eindringlinge. Die knapp vier Millionen Touristen, die hier jedes Jahr vorbeikommen, um die tosenden Wasserfälle und die Felsriesen Half Dome und El Capitan zu bewundern, haben aber nichts zu befürchten. Die einzige Gefahr im Park geht heute von den Schwarzbären aus, die sich an die vielen Besucher gewöhnt haben und die Scheu allmählich verlieren.

5. Big Bend, Texas
Der «Big Bend»-Nationalpark an der Grenze zu Mexiko ist ein Wanderparadies. Wer hier nach einem langen Marsch durch die Chihuahua-Wüste im Zelt übernachtet und nachts in den Himmel schaut, der weiss, wieso der «Big Bend»-Nationalpark seit kurzem zum «International Dark Sky Park» ernannt wurde: Keine Lichtverschmutzung weit und breit und ein funkelndes Himmelszelt lohnen den weiten Weg in die abgelegene Gegend.

 

6. Crater Lake, Oregon
So tief wie der «Crater Lake» (594 Meter) im Krater des erloschenen Vulkans Mount Mazama im Bundesstaat Oregon ist kein anderer See in den USA. Und so blau auch nicht. Wer den See vom Kraterrand aus zum ersten Mal sieht, wird seinen Augen kaum trauen und in einen blauen Farbrausch verfallen. Der Legende nach ist der See die Heimat mächtiger indianischer Naturgötter. Wer diese himmlische Farbe sieht, wird daran kaum noch zweifeln.

7. Hawaii Volcanoes, Hawaii
Der Hawaii Volcanoes ist der heisseste Nationalpark der USA. Der Lavasee im Halema’uma’u-Krater auf dem Kilauea-Vulkan brodelt und spuckt rund um die Uhr. Von der Terrasse des Besucherzentrums aus kann man das Schauspiel aus sicherem Abstand beobachten. Weniger gefährlich ist die Lage am nur wenige Kilometer entfernten Kilauea-Iki-Krater. Auf einem Wanderweg kann man hier sogar mitten durch die skurrile Landschaft des erstarrten Lavasees spazieren.

8. Denali, Alaska
Mit seinen 25'000 Quadratkilometern ist der Denali-Nationalpark einer der grössten Parks der USA. Die einsamen Weiten rund um den 6190 Meter hohen Denali, den höchsten Berg Nordamerikas, sind Heimat für zahlreiche Grizzly-Bären und Wolfsrudel. Eine einzige Strasse führt vom Parkeingang zum Wonder Lake. Ansonsten ist der wilde Park nur zu Fuss zu erkunden

9. Death Valley, Kalifornien
Das Death Valley ist der Park der Extreme. Das Badwater Basin im Süden des Parks ist nicht nur der tiefste Ort der USA (85 Meter unter dem Meeresspiegel), sondern zugleich auch der trockenste und heisseste. Am 10. Juli 1913 wurden hier sagenhafte 56,7 Grad gemessen. Trotz der heissen Temperaturen lohnt sich ein Besuch jedoch allemal – vor allem im Winter, wenn die Temperaturen erträglich und die skurrilen Landschaften praktisch menschenleer sind.

10. Everglades, Florida
Nicht weniger als 36 bedrohte Tierarten leben in der grössten subtropischen Wildnis Amerikas. Zu ihnen gehören das Spitzkrokodil, Seekühe und Pumas. In den schier endlosen Sümpfen und Mangrovenwäldern der Everglades in Florida tummeln sich aber auch weniger bedrohte Tierarten wie Alligatoren und Tigerpythons. Leider stören die dröhnenden Motoren der Touristenschnellboote vielerorts die Ruhe. An verschiedenen Stationen kann man sich aber Velos und Kajaks mieten und die Everglades «auf leisen Sohlen» und abseits der Massen geniessen.

Informationen unter www.nps.gov

Amerikas Nationalparks feiern 100-Jahr-Jubiläum

Am 25. August diesen Jahres ist es so weit: Amerika feiert den 100. Geburtstag seines Nationalparkdienstes. Der Yellowstone Nationalpark, der älteste seiner Art, wurde zwar bereits 1872 eröffnet. Erst 1916 aber unterschrieb Präsident Woodrow Wilson den «Organic Act» und machte die Nationalparkidee zur offiziellen Angelegenheit mit eigener Verwaltung und eigenem Budget (derzeit rund zwei Milliarden Dollar pro Jahr).

59 Nationalparks mit einer Gesamtfläche von ca. 210'000 Quadratkilometern gibt es heute. Der neuste, der Pinnacles Nationalpark, wurde 2013 in den erlauchten Kreis aufgenommen. Die Idee der Nationalparks: Die Natur soll geschützt und zugänglich gemacht werden. Das war allerdings nicht immer so. Lange Zeit wurde etwa im Yellowstone in grossen Mengen gefischt. Und im Yosemite Schoss das Park-Personal bis in die 30er gar Spechte von den Bäumen, wenn ihr Gehämmer den Hotelgästen auf die Nerven ging.

Heute gilt glücklicherweise: Nimm nichts mit ausser Eindrücken, lass nichts zurück ausser Fussspuren! Der grösste der Parks ist der Wrangell-St.-Elias Nationalpark in Alaska mit 34'000 Quadratkilometern, der kleinste der Hot Springs Nationalpark in Arkansas mit gerade einmal 24 Quadratkilometern. Am meisten Besucher hat der Great Smoky Mountains Nationalpark (2014 mehr als zehn Millionen!). Eine weitere eindrückliche Zahl: Nur 80 Dollar kostet ein Familien-Jahresabo für alle 59 Nationalparks. Eine lohnenswerte Investition!

 

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Publiziert am 26.04.2016 | Aktualisiert am 04.01.2017
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  • Ralph  Schneider 27.04.2016
    Ja landschaftlich sind die USA sensationell, wenn da nur nicht die Bevölkerung wäre.
  • Andre  Bertschinger 26.04.2016
    naja... was ist mit Arches National Park oder dem Bryce Canyon? Um einiges schöner als z.b das Death Valley.