Unterwegs in Reykjavik Wilde Schönheit erleben

Die nördlichste Hauptstadt Europas ist alles andere als ein touristisches Mauerblümchen: Reykjavik entpuppt sich sommers wie winters als temperamentvolle Braut, umgeben von einer fantastischen, fast irrealen Naturkulisse.

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Gerade noch peitschte der Wind durch die Gassen, während der Regen vom Himmel prasselte. Doch jetzt blinzelt bereits wieder die Sonne durch die Wolken und lässt Dächer sowie Strassen erstrahlen. Das ist typisch für die Hauptstadt Islands: In Reykjavik spielt das Wetter gerne einmal verrückt. Und das hat durchaus Auswirkungen auf den gesamten Lifestyle der Einwohner. 

Denn nicht nur der Wetter­kapriolen wegen, auch sonst ist die nördlichste Hauptstadt in Europa dessen speziellste. Rey­kjavik ist etwa die kleinste aller europäischen Metropolen, dafür allerdings die weitläufigste. Die 200'000 Einwohner der Hauptstadtregion, und damit fast zwei Drittel der Inselbewohner, leben auf einer Fläche von 1000 Quadratkilometern.

Sommer in Reykjavik

Lacht die Sonne im Sommerhalbjahr vom Himmel, beginnt Reykjavik zu pulsieren und offenbart seinen ganz speziellen Charme. Ebenso bunt wie die Häuser im Stadtkern ist da das Treiben der Einwohner. Die ­Leute geniessen die Zeit draussen, schwatzen, flanieren und musizieren – die Stadt brodelt und vibriert. Wer will, gönnt sich einen Espresso in einem der vielen Cafés oder breitet seine Picknickdecke am Ufer des in der Stadt gelegenen Sees aus.

Angst vor schlechtem Wetter muss niemand haben, denn nichts ist entspannender als der Besuch in einem der Bäder der Stadt. Dann kommt zum Tragen, was schon Ingolfur Arnarson, dem ersten Siedler des Landes, auffiel, als er Island erkundete: die heissen Quellen. Er nannte die Stelle, an der er seinen Hof erbaute, «Rauchbucht», auf Isländisch «Reykjavik».

Reykjavik auch im Winter Traumziel

Gerade in den Wintermonaten ist ein solches Bad im heissen Quellwasser besonders wohltuend und einzigartig zugleich. Wo sonst werden die Schwimmbäder mit Erdwärme beheizt und wohlig warme Temperaturen von 38 bis 44 Grad erreicht?

Kein Wunder, verfallen Besucher dem Ambiente Reykjaviks. Die Tage vergehen hier wie im Fluge, etwa mit Shopping an der Haupteinkaufsstrasse Lau­gavegur oder mit dem Abklappern von wunderbaren Museen und Galerien. Oder man geniesst etwas Wellness oder einen Kaffee in einem der vielen Pubs und Cafés. Und abends gibt es im Hafenviertel fantastische Fischrestaurants zu entdecken.

Und wer dann genug hat von der Stadt, aber vom wilden, unbändigen Island nicht genug bekommen kann, der sollte sich unbedingt noch ein paar Tage in der unberührten, grandiosen Landschaft rund um Reykjavik gönnen, inmitten spuckender Geysire und mit Blick auf die  Vulkane.    www.visitreykjavik.is

Publiziert am 30.03.2015 | Aktualisiert am 03.01.2017

Die heissesten Orte, die besten Adressen

Wo frühstücken?

  • Grai Kotturinn: Im 50er-Stil gehaltenes Café, wo sich Einheimische zum Frühstück treffen. Tipp: Bagels mit Cream Cheese. Adresse: Hverfisgata 16 A.
  • Prikid: American Food und ­riesige Menüs am Tag, Club am Abend. Nicht verpassen sollte man nach einer durchzechten Nacht das Hangover-Frühstück, das aus einem Sandwich, einem Bruce-Willis-Shake und einer Kopfwehtablette besteht.  www.prikid.is
  • Le Bistro: Fürs Frühstück oder als Treffpunkt zum Tee; an der Haupteinkaufsstrasse mitten im Zentrum. Das Skyramisu mit ­isländischem Skyr ist ein Muss!   www.lebistro.is
     

Wo Abend essen?

  • Tapasbarinn: Den Abend bei Apéro und Tapas-Häppchen beginnen. Wer es authentisch mag, der bestellt «Icelandic Gourmet Feast», eine Auswahl an isländischen Tapas-Spezialitäten wie Lachs mit Pfeffer-Salsa, Hummer mit Knoblauch oder Wal.  www.tapas.is
  • Grillmarkadurinn: Eine ­Verschmelzung aus isländischer ­Vergangenheit und Moderne.
  • Alle Hauptprodukte stammen von ­lokalen Bauern. Köstlich: das selbst gebackene Brot mit Butter und schwarzem Lava-Salz!  www.grillmarkadurinn.is
  • Laekjarbrekka: Traditionelle ­isländische Küche modern interpretiert. Im schmucken Wellblechhäuschen ist der Geräuschpegel relativ hoch.  www.laekjarbrekka.is
     

Wo shoppen?

  • Fuzzy: Wer ein isländisches Schaf in Form eines wolligen ­Hockers mit nach Hause nehmen will, ist hier genau richtig.  www.fuzzy.is
  • Icewear: Typische Isländer-Produkte – von Socken bis zur warmen Jacke.  www.icewear.is
  • Stigur: Bilder in allen Variationen, Schmuck und Dekorationen. Adresse: Skola Vördustig 17B in der Nähe der Kirche.
     

Etwas Kultur gefällig?

  • The Cinema of fire, ice and northern lights: Wer keine Zeit hat, sich auf die Suche nach Nordlichtern zu begeben, kann sich diese zumindest auf der Leinwand anschauen.  www.thecinema.is
  • Vikings: Isländische Geschichte erleben.  www.sagamuseum.is
  • Art Museum: Sammlung von Werken isländischer Künstler. Führungen auch für Schüler und Studenten. www.artmuseum.is
     

Wo schlafen?

  • Apartment K: Sich wie zu Hause fühlen. Moderne Wohnungen mitten in der Stadt.  www.apartmentk.is
  • Center Hotels: Ganz in der Nähe des Konzerthauses Harpa gelegen. Schöne Aussichtsbar.   www.centerhotels.com
  • Hotel Borg: Eleganz aus vergangener Zeit kombiniert mit modernem Design.  www.hotelborg.is
     

Highlights der Stadt

  • Konzerthaus Harpa: Das asymmetrisch-kubische Gebäude direkt am Meer beherbergt das ­isländische Symphonieorchester und die isländische Oper. Das Harpa fällt nicht nur durch seine Grösse auf, sondern auch durch die gläserne Fassade mit wabenförmigen Fenstern. Die ungewöhnliche Fassade stammt vom isländischen Lichtkünstler Olafur Eliasson.
  • Hallgrimskirkja: Diese spezielle Kirche überragt die ganze Stadt. Die Hallgrimskirkja ist die grösste Kirche des Landes und das Wahrzeichen von Reykjavik. Die Kirche mit ihrem 74,5 Meter hohen, spitzigen Betonturm ist das höchste Gebäude Reykjaviks und bietet von der Aussichtsplattform einen herrlichen Blick über die isländische Hauptstadt.
     

Ausflüge

  • Golden Circle: Tagestour in den Südwesten der Insel. Zu ­sehen: Geysire und Natur pur.
  • Blaue Lagune: Baden inmitten schwarzer Lavafelder unweit von Reykjavik. 
  • Gullfoss Wasserfall: Der bekannteste Wasserfall des Landes, im Südwesten gelegen. Das Wasser stürzt über zwei fast im rechten Winkel aufeinander stehenden Kaskaden in eine 70 Meter tiefe Schlucht hinunter.
  • Nordlichter: Abendtouren ab 21 Uhr bis nach Mitternacht. Von Oktober bis April möglich. Die Tour ist nicht planbar, das Nordlicht bestimmt das Programm.
    Buchung von Touren:
    www.sternatravel.is
    www.re.is
    www.icelandrovers.is
     

Reise-Infos

  • Hinkommen: In rund drei­einhalb Stunden erreicht man Rey­kjavik von der Schweiz aus. Iceland­air und Easyjet bieten ­regelmässige Nonstop-Flüge ab Zürich und Basel an.
    www.ice­landair.com
    www.easyjet.ch
  • Einreise: Schweizer Bürger ­benötigen für die Einreise eine bis mindestens drei Monate nach Aufenthaltsende gültige Schweizer Identitätskarte (oder Pass). Ein Visum ist nicht erforderlich.
  • Geld: Die isländische Währung heisst «Króna» (Krone). In allen grösseren Ortschaften und an Flughäfen befinden sich Geldautomaten, an denen mit der EC-Karte problemlos Geld abgehoben werden kann. Kreditkarten werden so gut wie überall im Land akzeptiert.
  • Reisezeit: Das Wetter kann in Island sehr wechselhaft sein. ­Unbedingt das Zwiebel-Kleider-System anwenden.
     

Weitere Informationen

  • Impfungen: Schutzimpfungen sind für Island keine obligatorisch.
  • Zeit: In Island gilt das ganze Jahr die Greenwich Mean Time, das heisst im Winter Mitteleuropäische Zeit –1 Stunde und im Sommer –2 Stunden.
  • Elektrizität: Die elektrische Spannung beträgt 220 Volt.
  • Trinkgeld: Im Preis sind Bedienung und Mehrwertsteuer enthalten. Trinkgeld wird keines erwartet.
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