Reise-Tipps für Hanoi Laissez-faire in Vietnam

Chaotische Marktgassen, französisches Kolonialflair und eine Stadt im Umbruch: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für einen Besuch in Vietnams Hauptstadt Hanoi. BLICK zeigt die Must-Sees.

Städtereise Hainoi: Info und Insidertipps für Vietnams Hauptstadt play

Klassisches Strassenbild in Hanoi: Enge Gässchen mit bunten Marktständen.

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In diesen Tagen wird die vietnamesische Hauptstadt Hanoi genau 1006 Jahre alt. Damit ist sie die älteste noch bestehende Hauptstadt Südostasiens. Und wie man es auf dem asiatischen Kontinent erwartet, war bei der Stadtgründung selbstredend ein roter Drache beteiligt.

Neuer Bauboom in Hanoi

Die Drachen sind mittlerweile verschwunden. An ihrer Stelle wütet derzeit ein Bauboom, der die Stadt rasant verändert. Vorbei sind die Zeiten, in denen nur zweistöckige Häuser gebaut werden durften. Nun ragen immer mehr Wolkenkratzer in den vietnamesischen Himmel. Manch ein ambitioniertes Bauprojekt gefährdet gar historische Areale. Doch der legendäre Mix aus asiatischem Chaos und französischem Laissez-faire ist noch nicht verschwunden.

Ein Hauch von Frankreich

Von 1902 bis 1954 war Hanoi die Hauptstadt der französischen Kolonie Indochina. Die Besatzer hinterliessen nicht nur parisähnliche Boulevards, eine Kathedrale und unzählige Prachtvillen, sondern auch Baguette und eine kreative Café-Szene. Lust auf einen exzellenten Kaffee mit Croissant? In Hanoi ist das kein Problem.

Wie in vielen asiatischen Städten fehlt es jedoch auch in der 6-Millionen-Metropole an wirklichen Weltklasse-Attraktionen, vor denen man das obligatorische «Selfie» schiessen kann. Nach Hanoi kommt man daher vor allem wegen des einzigartigen Flairs von chaotisch bunten Marktgassen, räucherstäbchen-geschwängerten Tempeln und unaufhörlich laut knatternden Mopeds – Vietnams Transportmittel Nummer 1.

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Transportmittel Nummer 1: Mopeds.

Getty Images

 

Ein Paradies für Foodies

Ja, auch diese gehören in das Stadtbild Hanois, ebenso wie Hunderttausende von Ministühlchen, die auf den vollgestopften Trottoirs stehen. Die Liliput-Möbel sind fester Bestandteil der Garküchen, die Vietnams ausgezeichnetes Street-Food anbieten. Denn: Ein Trip nach Vietnam bedeutet immer auch eine kulinarische Reise – für viele belegt die vietnamesische Küche gar einen weltweiten Spitzenplatz. «Foodies» sollten sich daher am Abend durch die Gassen der Altstadt treiben lassen und Gerichte entdecken, die es in «verwestlichten» Vietnam-Restaurants erst gar nicht mehr auf die Speisekarte schaffen.

Zwischen den Bistros, Lounges und kreativen Galerien, die westlichen Lebensstil mit asiatischen Traditionen verbinden, vergisst man bei allem Geschlemme und Gewusel schnell: Vietnam ist ein sozialistischer Einparteienstaat. Besonders eindrücklich erlebt man den Hauch der untergehenden Epoche beim Mausoleum des Gründungsvaters Ho Chi Minh – der Monumentalbau erinnert an russische Gigantomanie. Ein Must-See!

Wer schon Asiens Top-Seller Bangkok und Singapur besucht hat, sollte sich also schnell nach Hanoi aufmachen – solange die Baudrachen noch nicht die Oberhand gewonnen haben.

Das dürfen Sie nicht verpassen

Bach-Ma-Tempel

Der konfuzianische Tempel in der Altstadt ist das älteste Heiligtum der Stadt. Der Tempel ist ein Ruhepol im hektischen Stadtzentrum.

Röhrenhaus

Das renovierte Gebäude (87 Ma May House) zeigt ein typisches «Röhrenhaus», (schmal und lang) eingerichtet mit historischen Möbeln. Es gibt die Möglichkeit, Kunsthandwerk zu kaufen und Künstler bei der Arbeit zu beobachten.

Hoa-Lo-Gefängnis Museum

In dem grossen und sehenswerten Gefängniskomplex aus der Zeit der französischen Kolonie wurden vietnamesische Freiheitskämpfer sowie amerikanische Piloten während des Vietnamkrieges interniert.

Hoan-Kiem-See

Der See im Stadtzentrum ist das Naherholungsgebiet der Bevölkerung. Am Morgen treffen sich hier die Einwohner für eine Runde Tai- Chi. Auf einer Insel befindet sich der Jade-Berg-Tempel, das Wahrzeichen der Stadt.

Kathedrale St. Joseph

Paris oder doch Vietnam? Die imposante Kathedrale ist ein Überbleibsel aus französischer Zeit.

Französisches Viertel

Im französischen Viertel spürt man noch heute den Geist der Kolonialzeit. Hier gibt es viele historische Prachtbauten und Villen, das Opernhaus der Stadt und exklusive Boutiquen zu sehen.

Literaturtempel

Der schönste Tempel der Stadt beherbergte einst die erste Universität des Landes (11. Jahrhundert). Das Heiligtum ist dem Religionsstifter Konfuzius und bedeutenden Gelehrten des Landes gewidmet.

Ho-Chi-Minh-Mausoleum

Ho Chi Minh (1890–1969) gilt als Vater des modernen Vietnam. Er kämpfte als Guerilla für die Befreiung von der französischen Kolonialmacht und legte den Grundstein für die sozialistische Staatspolitik. In dem monumentalen Mausoleum ist sein Leichnam aufgebahrt.

Ethnologisches Museum

Das Museum gibt einen Überblick über die Trachten, Traditionen und das Handwerk der verschiedenen ethnischen Gruppen.

Wasserpuppentheater

Eine Besonderheit Vietnams ist das Puppentheater, bei dem die Puppen in einem hüfthohen Wasserbecken stehen. Einen Besuch wert! www.thanglongwaterpuppet.org

Hanoi Cooking Centre

Wer auch zu Hause auf den Travel- Taste nicht verzichten will, kann beim Hanoi Cooking Centre verschiedene Kochkurse besuchen. www.hanoicookingcentre.com

Velotouren

Eine Alternative zum individuellen Sightseeing ist eine geführte Velotour, die auch zu unbekannten Orten führt. www.bikingvietnam.com

Hanoi Street Food Tour

Wer sich nicht traut, Street-Food selbst zu probieren: Es werden geführte Touren angeboten. www.hanoistreetfoodtour.com

 

Informationen

Einreise

Zur Einreise wird ein Visa benötigt, das man problemlos jedoch frühzeitig bei der vietnamesischen Botschaft beantragen sollte. www.vietnam-embassy.ch

Hinkommen

Es gibt keine Direktflüge von der Schweiz nach Hanoi. Mit einmaligem Umsteigen mit Vietnam Airlines und Thai Airways.

Gesundheit

Vietnam ist ein tropisches Land. Erkundigen Sie sich etwa sechs Wochen vor Abflug bei Ihrem Hausarzt, ob Impfungen nötig sind.

Sicherheit

Vietnam und die Hauptstadt Hanoi sind sichere Feriendestinationen. Allerdings sind Taxifahrer, Billighotels, Tourveranstalter und Händler sehr gewieft, Touristen übers Ohr zu hauen. Also: Achtsam sein und hart verhandeln.

 

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Publiziert am 02.08.2016 | Aktualisiert am 28.12.2016
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1 Kommentare
  • Mike  Litoris 02.08.2016
    Da die Innenstadt von Hanoi nicht riesig ist, sind viele Attraktionen zu Fuss erreichbar. Das Serene Hotel ist aufgrund des unschlagbar freundlichen Personals zu empfehlen. Selber ein Fahrzeug zu führen ist hingegen nicht empfehlenswert. Der Verkehr in Hanoi und Saigon ist wesentlich chaotischer als in Bangkok. Nha Trang ist aufgrund der einladenden Lokale und des sauberen Sandstrands auch ein Besuch wert. Um Taxibetrüger zu vermeiden, kann man die Flughafentransfers über das Hotel buchen.