Schweizer überschätzen sich massiv So schwach sind wir in Word und Excel

Die Schweizer Bevölkerung schätzt ihre eigenen Kenntnisse am Computer durchgehend zu hoch ein.

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Wie gut können wir mit Computer, Handy, Internet, Email, Word und Excel? Gut, sehr gut. Das zumindest behaupten wir selbst von uns, wie eine Umfrage unter 2000 Personen zeigt. Am besten können wir Internet und Email, am schwächsten sind wir bei Excel. Hier sagen nur 41 Prozent der Befragten, dass sie drauskommen.

Doch stimmt das aus? Die Firma ECDL, die Computer-Zertifikate vertreibt, hat 500 Befragte zum Test aufbieten lassen. Und dabei erstaunliches feststellen können. Wir überschätzen unsere IT-Fähigkeiten gnadenlos. Statt gut ist unser Leistungsniveau schwach. Im Praxistest würden die Teilnehmer durchschnittlich nicht einmal die Hälfte der möglichen Punkte erreichen, so ECDL Switzerland.

Die grösste Überschätzung sei bei der Anwendung des Tabellenkalkulations-Programms Excel auszumachen: Insgesamt erreichen die Befragten lediglich knapp die Hälfte der zuvor eingeschätzten Leistung.

Am besten sind wir bei der Internetnutzung und im Umgang mit E-Mails. Die Texstkandidaten erreichten gut 50 Prozent der möglichen Punkte. Allerdings stufen wir in diesen Bereichen unsere Fähigkeiten auch am höchsten ein. 85 Prozent gaben an, dass sie gut bis sehr gut drauskommen. Im Test schaffte dann aber nicht einmal ein Drittel der Probanden dieses Ergebnis. 

In der Nutzung von Word bewerteten sich die Befragten am realistischsten und erreichen im Test gesamthaft zwei Drittel der zuvor eingeschätzten Leistungspunkte.

«Unrealistische Selbsteinschätzung in hohem Ausmass»: Das ist der Befund der Tester. 67 Prozent der Testteilnehmenden schätzen ihre Fähigkeiten als «sehr gut/gut» ein. Dieses Ergebnis schaffen im Praxistest dann nur gerade 31 Prozent. Nur 6 Prozent stuften ihre Fertigkeiten dagegen vorab als «sehr schlecht/schlecht», in der Praxis schnitten aber ganze 40 Prozent so ab.

Die 500 Testkandidaten lösten unter dem Strich weniger als die Hälfe (46,1 Prozent) aller Aufgabenstellungen richtig. «Dieses Resultat zeigt, dass die Bevölkerung hierzulande ein schwaches Leistungsniveau im Bereich der grundlegenden Computer-Anwendung aufweist – trotz sehr guter PC-Ausstattung und intensiver Nutzung», bilanziert ECDL.

Wenig überraschen: Digital Natives (15- bis 25-Jährige) erreichen in allen vier Bereichen deutlich bessere Testergebnisse als die Gesamtheit aller Probanden (15- bis 64-Jährige).

An der Umfrage im Frühling hatten 2050 Personen im Alter zwischen 15 und 64 Jahren aus der Deutschschweiz und der Romandie teilgenommen. 492 dieser Befragten haben danach zusätzlich einen Test absolviert, in welchem die grundlegenden Computerfähigkeiten praktisch geprüft wurden. (rsn)

Publiziert am 18.08.2015 | Aktualisiert am 19.08.2015
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44 Kommentare
  • Peter  Jodel 19.08.2015
    Das ist von Microsoft gewollt.
    Sonst müsste man nicht bei jeder neuen Office-Version sämtliche Funktionen wieder suchen, weil die Menüs komplett umgestaltet wurden.
  • Philipp  Lehmann 19.08.2015
    Viel schlimmer find ich, dass Journalisten keinen Text mehr fehlerfrei tippen können, den sie ins Internet stellen.
    Wie gut können wir mit Computer, Handy, Internet, Email, Word und Excel?
    Doch stimmt das aus?
    Die Texstkandidaten erreichten gut 50 Prozent der möglichen Punkte.
    Nur 6 Prozent stuften ihre Fertigkeiten dagegen vorab als «sehr schlecht/schlecht», in der Praxis schnitten aber ganze 40 Prozent so ab.
  • Philipp  Lehmann 19.08.2015
    Viel schlimmer find ich, dass Journalisten keinen Text mehr fehlerfrei tippen können, den sie ins Internet stellen.
    Wie gut können wir mit Computer, Handy, Internet, Email, Word und Excel?
    Doch stimmt das aus?
    Die Texstkandidaten erreichten gut 50 Prozent der möglichen Punkte.
    Nur 6 Prozent stuften ihre Fertigkeiten dagegen vorab als «sehr schlecht/schlecht», in der Praxis schnitten aber ganze 40 Prozent so ab.
  • Walter  Staub , via Facebook 19.08.2015
    Im Prinzip eine wenig sinnvolle Analyse und Beurteilung. Inwieweit man Programme beherrscht, hängt weitgehend damit zusammen, ob man eine solches überhaupt oder inwieweit in der Praxis benötigt, Im Privatgebrauch wird Excel kaum benötigt oder wenn schon, mehr für Spielereien oder aus reinem Interesse. Ganz anders sieht es bei Email, Word oder beim Internet aus.
  • Jürg  Wunderlin , via Facebook 19.08.2015
    Nun ja. Word ist ja auch ein "gutes" Programm um Internetseiten zu erstellen und Excel eignet sich auch um Briefe zu schreiben...
    Microsoft sollte nicht so viele "fremde" Sachen in die Programme einbauen. Lieber schauen das die "normalen" Funktionen besser Funktionieren!!