Samsung Galaxy TabPro S im Test Riesen-Tablet lässt Apple und Microsoft zittern

Nun steigt auch Samsung ins Rennen gegen Microsoft Surface und iPad Pro ein. Mit einem Top-Tablet mit toller Tastatur, das sich aber nur wenig von der Konkurrenz abhebt.

Samsung Galaxy TabPro S im Test: Konkurrenz für Apple und Microsoft play
Das Samsung Galaxy TabPro S ist ein Tablet mit Notebook-Qualitäten.

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Wer zu spät kommt, der muss etwas Spezielles bieten. Das gilt jedenfalls in der Gadget-Branche. Und so muss Samsung Argumente liefern, warum man sich nicht ein iPad Pro oder ein Microsoft Surface Pro 4 besorgen soll. Die – im Falle des Microsoft Surface seit Jahren – etablierte Technik macht es Newcomer Samsung nicht einfach.

Denn die Koreaner zielen aufs gleiche Kundensegment. Auf diejenigen, die einen Mix aus Laptop und Tablet suchen und bereit sind, dafür viel Geld auszugeben. Etwa über 1000 Franken sind es beim neuen Galaxy TabPro S.

Samsung liefert Tastatur gratis, Apple und Microsoft nicht

Für diesen Preis kann man etwas erwarten. Und tatsächlich bietet Samsung höchste Qualität: Ein 12-Zoll-Tablet mit voller Windows-10-Unterstützung, das gleich mit der passenden Tastatur ausgeliefert wird. Schon mal ein erstes Plus gegenüber der Konkurrenz: Bei Microsoft und Apple kostet das passende Keyboard jeweils 150 Franken und mehr zusätzlich.

Samsung Galaxy TabPro S im Test: Konkurrenz für Apple und Microsoft play
Beim Zusammenklappen wird jedesmal die Verbindung zwischen Keyboard und Tablet gekappt.

Ohne Tastatur macht aber eigentlich keines der Geräte richtig Sinn. Als Tablet mit reiner Touchscreen-Bedienung sind alle drei zu gross und zu schwer. Das Book-Cover-Keyboard des Galaxy TabPro S hat Vor- und Nachteile. Man tippt richtig gut und schnell. Auch das integrierte Touchpad hilft bei der Bedienung und vermittelt Notebook-Feeling.

Galaxy TabPro S ist nur 6,3 Millimeter dünn

Zudem sind die Tasten ultradünn, und das Cover lässt sich rund ums TabPro S falten. So wird aus dem Keyboard ein eleganter Kunstleder-Schutz – bei iPad und Surface ist jeweils die Geräte-Rückseite offen. Schade nur, wird beim Galaxy bei jedem Zusammenpacken die Verbindung zwischen Tastatur und Tablet gekappt. Im Test mit der Folge, dass Windows jedes Mal die virtuelle Tastatur eingeblendet hat.

Samsung Galaxy TabPro S im Test: Konkurrenz für Apple und Microsoft play
Unerklärlich: Beim Aufstarten poppt jedes Mal ein virtuelles Keyboard auf.

Zudem kann man das Tablet alleine nicht aufstellen – einen integrierten Fuss hat nur das Surface. Dafür ist das Samsung aber nur 6,3 Millimeter dick und 690 Gramm leicht. Da schlägt man die Konkurrenz.

Beim hochauflösenden Amoled-Display mit 2160 x 1440 Pixeln und dem rund zehn Stunden haltenden Akku liegt Samsung gleichauf mit dem iPad, das Surface hat das Nachsehen. Dafür kriegt man beim Microsoft-Gerät auf Wunsch echte PC-Prozessoren, etwa die i5 und i7 von Intel. So gibts dann zwischen Laptop und Tablet wirklich kaum mehr einen Unterschied.

Nur wenig Konfigurationsmöglichkeiten

Samsung setzt auf den Core-M-Prozessor von Intel mit 4 GB RAM, der sparsam ist, aber auch weniger leistungsfähig. Für die meisten Windows-Programme reicht das aber locker, auch wenn man mehrere gleichzeitig offen hat. Auch die 128 GB Speicher sind sicher ausreichend. Allerdings hat man vor allem beim Surface deutlich mehr Konfigurationsmöglichkeiten.

Samsung Galaxy TabPro S im Test: Konkurrenz für Apple und Microsoft play
Das Tastatur-Cover schützt das erstaunlich dünne Gerät rundum.

Unser Fazit: Das Galaxy TabPro S überzeugt im Test mit tollem Bildschirm, viel Power und sehr guter Portabilität. Schwach ist, dass nur gerade ein USB-C-Anschluss eingebaut ist. Man kann so das Gerät nicht mal laden und gleichzeitig etwas anschliessen. Immerhin gibts einen Multiport Adapter. Bei Preis und Leistung liegt das 2-in-1-Tablet von Samsung zusammen mit dem Surface und dem iPad Pro an der Spitze. Viel Qualität zu einem hohen Preis. Das TabPro S bietet mehr Notebook-Feeling als das iPad, aber weniger PC-Power als das Surface. Was bislang ganz fehlt, ist ein passender Stift. Beim Surface Pro 4 ist dieser sogar inklusive, auch Apple bietet fürs iPad Pro einen Pen an. Der Samsung-Stift soll dann wohl im Juni folgen.

Publiziert am 13.05.2016 | Aktualisiert am 01.09.2016
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4 Kommentare
  • Daniel  Seiler aus Affoltern am Albis
    13.05.2016
    Eine gute Alternative ist das Chuwi Hi12. Klar hat nicht den Highend Prozessor drinn. Display ist jedoch Top und für PDF, Mail und Arbeiten über Hotspot genügt es allemal. Zudem besitzt es einen 11000mAh Akku kommt mit 64Bit Win10 und hat zwei volwertige USB Anschlüsse (1x USB2 und 1xUSB3. Alugehäuse und präziser Bildschirm. Wer möcht, kann die passende Tastatur gleich mit bestellen. Und der Preis? 250.- (exkl.zoll, inkl Versand mit DHL) Dass sollte Herr Lorenz Keller mal testen...........
  • Peter  Klein , via Facebook 13.05.2016
    Da ich diverse Software (Adobe Flash Player, WhatsApp nur bedingt fähig etc) nicht auf dem Tablet installieren kann, dazu kommt, dass ich auch noch eine separate Tastatur fürs Tablet habe, dann bleibe ich aber lieber bei meinem Laptop.
  • Enri  Co 13.05.2016
    Hmmmm.... wenn ich zum Tablet noch die Tastatur brauche, damit ich vernünftig arbeiten kann - wieso bleibe ich dann nicht gleich beim Laptop? Weil das uncool ist? Mal ehrlich: Tablets sind die wohl überflüssigste Entwicklung der IT-Geschichte.
    • Recht  Haber aus Zürich
      14.05.2016
      Naja man braucht sie nur sehr selten wirklich. Z.B. in der Küche für das Rezept oder die TV-App - das finde ich nützlich und den Lappi mit Tastatur zu gross / schmutzempfindlich. Paar Spritzer auf dem Tablet treffen eh immer das Glas.