Head-up-Display im Test Das Handy auf die Scheibe spiegeln

RecPop ist ein Head-up-Display zum Nachrüsten. Luxus-Zubehör auch für den billigsten Kleinwagen. Sinn macht das nur in ganz speziellen Konstellationen.

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Head-up-Displays sind durchaus praktisch. Weil sie dem Autofahrer Infos direkt ins Gesichtsfeld projizieren, im Idealfall ohne zu stören. Man schaut also nie von der Strasse weg, hat aber trotzdem alles wichtige im Blick.

Der Nachteil: Solche Systeme sind teuer. Günstige Varianten, welche einfach eine zusätzliche Projektionsscheibe vor die Scheibe klappen, zeigen dafür meist nur Grundinfos an.

RecPop nun ermöglicht es, den ganzen Handybildschirm als Head-up-Display zu sehen. Allerdings auch nur auf einer zusätzlichen Scheibe. Diese wird, zusammen mit einem recht grossen und 850 Gramm schweren Unterbau, aufs Armaturenbrett geklebt.

Nicht in die Sicht kleben

Das ist leider nicht ganz unproblematisch. Da einerseits von Gesetzes wegen nichts die Sicht beeinträchtigen darf, andererseits weil es einen guten Platz braucht, an dem die Scheibe auch in den richtigen Winkel gestellt werden kann. Sonst sieht man nicht alles.

Hat man das geschafft und auch noch das Stromkabel mit dem Zigarettenanzünder verbunden, geht das Koppeln übers WLAN ganz einfach. Wenn man selber weiss, wie bei man bei seinem Smartphone die Spiegelung über Miracast oder Airplay einschaltet.

Der Handybildschirm wird dann eins zu eins abgebildet. Auf grosszügigen 6,2-Zoll, was gerade bei Navi-Anwendungen richtig gut aussieht. Das Bild ist genug hell und auch bei direkter Sonneneinstrahlung lesbar.

Satellitenbilder als Navi

Wer keine Navi-App geladen hat, kann als schicke Alternative Google Maps nutzen. Die Anwendungen ermöglicht die Routenführung auch direkt über Satellitenbilder, muss dazu aber natürlich dauernd online sein. Dafür ist das Navi dann ultrarealistisch.

Weiterer Nachteil des RecPop: Das Smartphone läuft die ganze Zeit und muss aufs Querformat geschaltet sein. Im Hochformat geht zu viel Bildfläche verloren. Das verringert die Akkulaufzeit des Handys zusätzlich zum Streaming.

Das Head-up-Display des französischen Herstellers hat in zwei Situationen Vorteile: Wenn man ein grossen Display wünscht. Und wenn man öfters ein anderes Handy als Navi nutzt (zum Beispiel weil mehrere Leute das Auto fahren). Das Umschalten zwischen Geräten geht ganz einfach und schnell.

Fazit: 319 Franken kostet RecPop bei Brack.ch. Die teure Technik kann, was sie verspricht. Ein separates Navi oder eine gute Handyhalterung ist aber in vielen Fällen genauso praktisch und deutlich günstiger.

Publiziert am 13.06.2015 | Aktualisiert am 13.06.2015
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2 Kommentare
  • Daniel  Hofmann 14.06.2015
    Das ist doch kein Head-up Display! Ein richtiges Head-up spiegelt an die Windschutzscheibe.. Wo liegt der Unterschied ob ich einen LCD Monitor einbaue? So etwas von überflüssig und viel zu teuer.
    • Ingmar  Opitz , via Facebook 14.06.2015
      Herkömmlicherweise werden H.U.D.s in Kampfflugzeugen eingesetzt, aber auch dort wird das Bild nicht direkt auf die "Frontscheibe", sondern auf eine verglaste Projektionsfläche zwischen Pilot und Scheibe gebracht. Denn die Scheiben sind in der Regel gewölbt, im falschen Winkel und zu weit vom Piloten entfernt um ein klares Bild wiedergeben zu können. Die selben Faktoren verhindern dies in einem Fahrzeug, daher die zusätzliche Projektionsscheibe an dem Gerät. Möchte das Teil aber auch nicht im PW.