Die Glanzlichter am Weihnachtsbaum Das steckt hinter den Glitzerkugeln

Jede für sich ein kleines Kunstwerk und zusammen eine Komposition: Die schönsten Christbaumkugeln kommen aus Tschechien.

Geschichte der Weihnachtskugeln: Christbaumkugeln  aus Tschechien play

Liebevoll von Hand dekoriert und bemalt: Jedes Stück dieser Christbaumdekoration ist ein Unikat.

ZVG

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Vegan, laktosefrei und kalorienarm Kinderärzte warnen vor Diäten-Hype
2 Nintendos neue Konsole 14 Fragen und Antworten zur Switch
3 Die neuen Fitness-Trends Pilates + Boxing = Piloxing

Life

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
16 shares
Fehler
Melden
Geschichte der Weihnachtskugeln: Christbaumkugeln  aus Tschechien play

Neben Kugeln findet man auch Vögel im Angebot.

ZVG

Bald werden sie wieder aus dem Keller geholt und erblicken das vorfestliche Licht der Welt: Die Christbaumkugeln in all ihren Farben und Schattierungen. Wenngleich vom Handy bis zum Haustier inzwischen so ziemlich alles am Baum landet, was die Industrie im Modellmassstab nachzubauen vermag, die gute alte Kugel setzt nach wie vor die Glanzpunkte am Weihnachtsbaum.

Seit wann schmückt man den Weihnachtsbaum mit den Christbaumkugeln?

So alt, wie wir vielleicht denken, ist die elegante Kugel wiederum gar nicht, sagt Johann Wanner. «Richtige Kugeln aus Glas kamen erst im Verlaufe des 19. Jahrhunderts auf. Davor behängten die Leute ihre Bäume vor allem mit Äpfeln und Nüssen, erklärt der Besitzer des Basler «Weihnachtshaus». Genau so wie in Wanners ganzjährig geöffnetem Fachgeschäft die feierlichen Tage kein Ende finden, verhält es sich auch mit den Kugeln. «Weil sie nirgendwo anfangen und nirgendwo aufhören, sind sie das perfekte Symbol für Ewigkeit und Vollkommenheit.»

Das schönste Weihnachtsdeko

Die schönsten Weihnachtskugeln werden in Tschechien produziert. Vor allem in der Kleinstadt Dvur Kralove nad ­Labem, wo 200 Frauen in der Produktionsgenossenschaft ­Vanocni ozdoby ihrem Hand- respektive Mundwerk nachgehen. Über dem Bunsenbrenner fabrizieren die Künstlerinnen unablässig mit Fingerspitzengefühl und noch mehr Puste die filigranen Meisterwerke.

Geschichte der Weihnachtskugeln: Christbaumkugeln  aus Tschechien play

Üppig verziert werden Christbaumkugeln derzeit in den Geschäften angeboten. Zum Beispiel in Gold.

ZVG

Nachdem sie in Form gebracht worden sind, werden die Kugeln inwendig grundiert; zur Verfügung stehen über 600 verschiedene Farbtöne in sechs ­Effekten pro Schattierung. Eine hauchdünne Silberschicht, von Hand aufgebrachte Motive und Glitterstaub vervollkommnen das Meisterwerk. Pro Stunde stellt jede der Frauen von ­Vanocni ozdoby gegen 80 Kugeln her. Allesamt Unikate!

Welche Farbe für Weihnachtskugeln auswählen?

Auch bei Jumbo-Markt setzt man ganz bewusst auf die hochwertigen, mundgeblasenen Weihnachtskugeln aus Tschechien. Category Managerin Nicole Lustgarten weiss genau, was diese Weihnacht besonders gefragt sein wird. «Traditionelle Farben wie Weiss, Rot, Braun und Grau versetzen uns in frühere Zeiten, als die Festtage häufig tatsächlich noch weiss verschneit waren.»

Mit Kugeln in roten, violetten, gelben oder goldenen ­Tönen hingegen könne eine mystische Stimmung ins festlich geschmückte Wohnzimmer gezaubert werden. «Diese Farben stehen für Wärme und Harmonie», so Nicole Lustgarten. Und davon kann man über die Festtage schliesslich kaum genug kriegen. Und Romantiker, zu welchen Tönen greifen die? «Farben wie Hellgrau, Orange oder Champagne versprühen Eleganz und Leichtigkeit. Gezuckerte Details verstärken diesen Eindruck noch zusätzlich.»

Geschichte der Weihnachtskugeln: Christbaumkugeln  aus Tschechien play

Rote Christbaumkugeln sorgen für weihnachtliche Stimmung.

ZVG

Mit Vorsicht zu geniessen ist allerdings die Farbe Grün. Zum einen heben sich grüne Kugeln nicht allzu sehr vom den Zweigen des Christbaums ab, zum anderen «beisst» sich der Ton häufig mit den Farbschattierungen, in denen der übrige Schmuck gehalten ist.

Bei der Ausschmückung des Christbaums sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Häufig jedoch wäre weniger mehr, ist Johann Wanner überzeugt. «Überbehängte Bäume wirken unruhig und schlucken das Kerzenlicht.» Lieber also bloss ein paar wenige Kugeln ans Geäst gehängt, diese jedoch perfekt platziert und ins richtige Licht gerückt. «Gekonnt inszeniert, vermag sogar eine ein zelne schöne Kugel für festliche Stimmung zu sorgen», schmunzelt Spezialist Wanner.

Nebst einer immer breiter werdenden Palette an Motiven stellt der Weihnachts-Profi aus Basel auch einen Trend hin zu alt­bekannten Schmuckelementen fest. «Strohsterne aus den Fünfzigerjahren feiern beispielsweise ein Revival. Und auch die ­silber- und rosafarbenen Vögelchen mit ihren Glasfaserschwänzen sind wieder äusserst gefragt.»

An Weihnachten, da lassen wir uns eben für einmal gerne in längst vergangene Kinder­tage zurückversetzen.

Buch-Tipps

Mehr zum Thema
Publiziert am 11.12.2015 | Aktualisiert am 17.11.2016
teilen
teilen
16 shares
Fehler
Melden