Blick.ch klärt auf Sexualität ist kinderleicht

Sexualaufklärung sollte schon bei kleinen Kinder beginnen, sind sich die Experten einig. Das wie stellt Eltern allerdings vor Probleme.

Brachten die Initiative ins Rollen: Plüsch-Geschlechtsteile aus dem umstrittenen Sexkoffer. play

Brachten die Initiative ins Rollen: Plüsch-Geschlechtsteile aus dem umstrittenen Sexkoffer.

Keystone

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Kinder und Jugendliche dürfte der Streit um die Volksinitiative «Schutz vor Sexualisierung in der Kindergarten- und Primarschule» (BLICK berichtete) wenig kümmern. Experten aber sind sich einig, dass Sexualaufklärung schon bei kleinen Kindern beginnen soll. Ein zen­traler Punkt sei dabei, den Kindern schon von klein auf zu vermitteln: «Mach immer nur das, was du magst, wozu du bereit bist und was dir Spass macht.» Eltern sollten das Thema Sex darum nicht um-, sondern direkt angehen. Aber wie? Und wann?

Kleinkinder

Laut Kinderpsychologin Joëlle Gut sollte die Kinderaufklärung kontinuierlich geschehen. Oft beginnt dies mit Fragen zum eigenen Körper, die schon Vierjährige stellen. Ist ein Geschwister unterwegs, kann man es ­einem jüngeren Kind so erklären: «Als Papa und ich uns dich sehr gewünscht haben, haben wir ganz lieb miteinander gekuschelt.» Beliebt sind auch Aufklärungsbücher (z. B. «Woher die kleinen Kinder kommen»), die man gemeinsam mit den Kindern anschaut. Eltern sollten möglichst natürlich mit dem Körper der Kleinen umgehen, Geschlechtsteile benennen und auch berühren.

Ein wichtiger Punkt, vor allem in jüngeren Jahren, ist für Joëlle Gut die Selbstbestimmung der Kinder: «Welche Berührungen von anderen will und darf ich zulassen?» Weil heute die Geschlechtsreife früher einsetzt, sollten Eltern ihre Kinder spätestens im Alter von zehn bis elf Jahren aufklären.

Kinder und Teenager

Diese Meinung teilt die Psychologin Claudia Reiser, die als ­Sexualpädagogin an Schulen im Einsatz ist. So sollte auch das Thema Verhütung in der 5. oder 6. Klasse angesprochen werden. «Dies kann relativ trocken und pragmatisch abgehandelt werden.» Man könne auch ein Kondom zeigen und auspacken. «Mehr ist nicht nötig, dazu gibt es die Gebrauchsanweisungen.» Fühlen sich Eltern überfordert, so empfiehlt auch Reiser ein Aufklärungsbuch (z. B. «Körper und Sexualität» von E. Schütz und Th. Kimmich).

Ein für Teenager wichtiges Thema ist Selbstbefriedigung. Eltern sollten darum «vermitteln, dass Selbstbefriedigung voll okay ist und eine gute Möglichkeit, um sich langsam der eigenen Sexualität anzunähern und sich sexuell selber kennenzulernen».

Bei eher schüchternen Kindern könne man «immer wieder mal über einzelne Themen reden». Am besten jeweils nur kurz und knapp, es sei denn, man merke, dass das Kind interessiert zuhört.

Publiziert am 06.03.2015 | Aktualisiert am 06.03.2015
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