Kahlschlag im Intimbereich: So gefährlich ist der Haarlos-Trend

Sich die Schamhaare mit Wachs entfernen zu lassen, gehört heute für viele Frauen zum guten Ton. Doch der «Unten ohne»-Trend ist alles andere als harmlos.

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Techniken wie das «Brasilian Waxing» haben zwar dabei geholfen, die Filzlaus zurückzudrängen. Doch sie können auch gesundheitliche Probleme verursachen, die weit schlimmer sind als die juckenden Parasiten.

Erst kürzlich landete eine Amerikanerin in lebensbedrohlichem Zustand im Spital, nachdem sich ihre Haut nach einer Wachsbehandlung gefährlich entzündet hatte. 15 Tage lang musste sie über einen Tropf mit Antibiotika und Schmerzmittel versorgt werden, bevor ihre Beschwerden abklangen. Zeitweise befürchteten die Ärzte sogar, sie würde ihr Bein verlieren.

Bereits im März wurde im «British Medical Journal» eine Studie veröffentlicht, die nachwies, dass die Entfernung der Schamhaare eine Infektion mit Dellwarzen fördert. Die durch Viren verursachten Pusteln sind ansteckend und werden durch direkten Kontakt übertragen.

Forscher in Kalifornien stellten ausserdem fest, dass es heutzutage durch die Haarentfernung fünfmal häufiger zu Verletzungen im Genitalbereich kommt. Oftmals landen die Opfer mit Komplikationen in der Klinik.

Warum aber kommt es beim Wachsen zu Problemen? Hautarzt Daren McKeown in der «Sun»: «Das Wachs ist sehr dick und klebrig, und manchmal ist es schwierig, es abzuwaschen. So bleibt das heisse Material länger mit der Haut in Kontakt als gewollt. Das kann zu Verbrennungen führen und Narben hinterlassen.»

Ausserdem werde durch das Wachsen oftmals die äusserste Hautschicht mitentfernt, was Krankheitserregern Tür und Tor öffne, so der Experte.

Zu den (ansteckenden) Erkrankungen, die durch Wachsen im Intimbereich ausgelöst werden können, gehören:

  • Herpes: Chronisch, verursacht schmerzhafte Bläschen im Genitalbereich.
  • Genitalwarzen: Hervorgerufen durch das menschliche Papillomavirus (HPV). Kleine fleischige Wucherungen im Genital- und Analbereich.
  • Dellwarzen: Virusinfektion. Häufig bei Frauen, die sich regelmässig wachsen lassen.
  • Phlegmone: Eitrige Infektionserkrankung der Weichteile.
  • Impetigo: Bakterielle Hauterkrankung. Verursacht rote Flecken, die rasch zu Bläschen werden, die aufplatzen und eine klare Flüssigkeit absondern.
  • Dermatophytose: Hautpilzerkrankung. (gsc)
Publiziert am 30.07.2013 | Aktualisiert am 09.10.2015
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Die Schamhaarlosigkeit kann unliebsame Folgen haben.

Risiko reduzieren

Hygiene
Achten Sie darauf, dass in dem Studio, das Sie sich ausgesucht haben, sauber gearbeitet wird. Die Kosmetikerin sollte ihre Hände vor der Behandlung waschen und desinfizieren. Ausserdem sollte sie niemals mit dem gleichen Spachtel zweimal in den Wachstopf eintauchen, da sonst Bakterien von der Haut in den Topf und dann wieder auf die Haut gelangen könnten.

Selbstuntersuchung
Behalten Sie nach einer Behandlung Ihre Haut im Auge. Halten Sie Ausschau nach Rötungen oder offenen Stellen. Juckt oder brennt es plötzlich oder treten Schwellungen auf, suchen Sie umgehend einen Arzt auf.

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