Der Held der Lölis: Das ist der beste Fahrlehrer der Schweiz

Das grösste Schweizer Fahrlehrer-Voting ist abgeschlossen: Daniel Fehlmann (39) aus Bern ist der neue Superfahrlehrer des Jahres.

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Tausende Fahrschüler haben ihre Stimmen abgegeben und damit den besten Fahrlehrer aus den 800 Kandidaten gewählt. Der stolze Gewinner: Daniel Fehlmann (39) aus Bern. Sein Erfolgsrezept: «Ich gebe Kritik direkt an die Schüler weiter, ganz offen und ehrlich», sagt der Sieger gegenüber Blick am Abend. «Auch bei Fehlern bleibe ich gelassen und kommuniziere mit den Schülern auf Augenhöhe.»

Eine Erfolgsquote von 75 Prozent

Die Strasse ist Fehlmanns zweites Zuhause: «Ich war schon immer fasziniert von Fahrzeugen und gerne auf der Strasse unterwegs», sagt der gelernte Feinmechaniker. Sechs Jahre arbeitete er als Lastwagenchauffeur, seit 2006 ist er nun als Fahrlehrer tätig. Mit Erfolg: Drei Viertel seiner rund 600 Schüler hätten die Autoprüfung bestanden, sagt er stolz. «Dass mich meine Schüler dann auch noch so positiv bewerten, freut mich unglaublich!» 

Die Fahrlehrer wurden durch die Nutzer der App iTheorie beurteilt. Die komplette Liste der Fahrlehrer wird heute Nachmittag auf Superfahrlehrer.ch veröffentlicht. 

Dürfen 17-Jährige schon hinters Steuer?

Deren Kundschaft könnte sich in nächster Zeit merklich verjüngen: In den kommenden Monaten wird eine Vorlage in die Vernehmlassung gehen, die das Fahrschul-Alter herabsenken will, schreibt das St.Galler Tagblatt. Denn: Die 19- bis 24-jährigen Neulenker gehören laut dem Bundesamt für Strassen zur Gruppe mit der höchsten Unfallzahl. So soll das Anfängerrisiko gesenkt werden, indem bereits 17-Jährige einen Lernfahrausweis beantragen und in der Praxis üben können.

In Deutschland funktionierts

«Mir spielt das grundsätzlich keine Rolle», sagt Fehlmann. «Gut wäre natürlich, dass die Jugendlichen bis zur praktischen Prüfung mehr Routine haben. Andererseits weiss ich nicht, ob sie mit 17 Jahren schon reif genug sind für die Ausbildung.» Schliesslich habe er noch nie so junge Leute als Fahrschüler gehabt. «Aber in Deutschland scheint es zu klappen. Deshalb glaube ich, das könnte auch hier funktionieren.» 

Dieser Veränderung schaut Fehlmann gelassen entgegen. Dieses Wochenende wird er zunächst den Sieg mit seiner Frau gebührend feiern. «Sie hat massgeblich zu diesem Erfolg beigetragen», sagt Fehlmann. Der Ort der Zelebration steht schon fest: «Per Zufall sind wir die nächsten Tage in Venedig.» (kra) 

Publiziert am 06.02.2016 | Aktualisiert am 27.03.2016

1 Kommentare
  • Lucio Silva  Safnanno aus San Vito Lo Capo
    06.02.2016
    Wenn 17 jährige bereits fahren dürfen gibts:
    Mehr Unfälle und ergo mehr Tote und auf der anderen Seite: Mehr Autos können verkauft werden, mehr Benzin wird versprüht, jedoch Autofahrprüfungen gibts natürlich nicht mehr. Sie werden nur nach vorne verschoben.