«Zaubermittel» Vitamin D Schlüssel gegen das Reizdarm-Syndrom?

Blähungen, Krämpfe, Verstopfung, Durchfall: Wer einen Reizdarm hat, leidet. Britische Forscher haben nun jedoch ein Mittel gefunden, das helfen soll: Vitamin D.

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Vitamin-D-Mangel kann den Darm durcheinander bringen.

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Gesundheit

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Rund 15 Prozent der westlichen Bevölkerung leiden unter dem unangenehmen Reizdarm-Syndrom. Auslöser können Stress oder die Ernährung sein.

Jetzt haben Wissenschaftler der University Sheffield eine weitere Ursache gefunden: einen Vitamin-D-Mangel. Damit der Körper dieses Vitamin produzieren kann, benötigt er Sonnenlicht, was bedeutet, dass Menschen in kälteren Gebieten für einen Mangel anfälliger sind.

Die Wissenschaftler testeten die Vitamin-D-Spiegel von 51 Personen und stellten fest, dass 82 Prozent der Reizdarm-Patienten an einem Mangel litten. Als sie Vitamin D verabreicht bekamen, besserten sich die Symptome.

«Es gab einen Zusammenhang zwischen dem Vitamin-D-Spiegel und der Lebensqualität der Patienten, die daran gemessen wurde, wie diese den Einfluss ihrer Krankheit auf ihr Leben bewerteten», sagt Studienleiter Bernard Corfe.

Viele empfinden nicht nur die Symptome eines Reizdarm-Syndroms als sehr unangenehm, sondern auch als extrem peinlich, was bei etlichen dazu führt, dass sie im Stillen leiden und sich nicht einmal ihrem Arzt anvertrauen. Der Zustand kann die Lebensqualität stark einschränken. «Es gibt nicht nur einen Auslöser und ebenfalls kein bekanntes Heilmittel», so Corfe.

Die neuen Forschungsergebnisse könnten es Patienten leichter machen, mit ihrem Reizdarm-Syndrom zu leben. Wenn Sie unter der Krankheit leiden, lassen Sie beim Arzt Ihren Vitamin-D-Spiegel messen und sich, wenn nötig, ein Ergänzungsmittel verschreiben.

Corfe will noch weiter forschen: «Aufgrund der Studie sind wir jetzt in der Lage, eine grössere und aussagekräftigere Versuchsreihe zu entwickeln und zu rechtfertigen.» (cm/gsc)

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Publiziert am 05.01.2016 | Aktualisiert am 05.01.2016
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