Todespilz in Lebensmitteln Mit Schimmel in den Himmel

Schimmelpilz ist alles andere als harmlos. Es lohnt sich, Lebensmittel vor dem Verzehr genauer unter die Lupe zu nehmen. Vor allem wenn kein Ablaufdatum draufsteht.

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Gesundheit

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Das Brot überzieht blaugrüner Flaum – Schimmelpilz. Soll man jetzt das Brot wegwerfen oder einfach den Pilz wegschneiden, um keine Lebensmittel zu verschwenden? Eine brisante Frage zurzeit, denn Detailhändler wollen das Verkaufsdatum auf Packungen abschaffen (BLICK berichtete).

Alle Schimmelpilze gelangen über winzige Sporen in der Luft in Lebensmittel. Diese Sporen sind wahre Überlebenskünstler, die sich erst vermehren, wenn sie ideale Bedingungen gefunden haben – zum Beispiel Feuchtigkeit. Und weil kältere Luft schneller feucht wird, kann es auch im Kühlschrank zu Schimmelbildung kommen.

Der für uns sichtbare Pelzbefall ist nur ein Vermehrungs­organ. Der eigentliche Pilz ist ein Geflecht aus Tausenden von feinen, unsichtbaren Fäden, die das Lebensmittel durchwuchern. Ein Gift wird von diesen Fäden, sogenannte Mycel, als Stoffwechselprodukt ausgeschieden. Darum lässt sich auch bei wenig Schimmel nicht auf die Gefährlichkeit schliessen.

Die schlimmsten Gifte, sogenannte Aflatoxine, wurden erst in den 60er-Jahren entdeckt. Sie kommen in Getreide, Nüssen, getrockneten Früchten und Gewürzen wie Chili oder Paprika vor. Von den Aflatoxinen sind 20 Arten bekannt. Die tödliche Dosis für einen Menschen liegt bei zehn Milligramm Aflatoxin A1 pro Kilo Körpergewicht. Eine ständige Zufuhr von Aflatoxin B1 schwächt das Immunsystem, schädigt Leber, Niere und Erbgut. 

Schon beim kleinsten Pilzbefall sollten Lebensmittel im Müll landen. Wegschneiden oder Abschöpfen des Pilzes reicht nicht. Die Krux ist, dass gewisse Edelschimmel eine gesunde Ausnahme bilden: Camembert und Salami würden uns ohne sie nicht schmecken.

Publiziert am 23.02.2015 | Aktualisiert am 24.02.2015
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5 Kommentare
  • schwab  jakob aus kerzers
    25.02.2015
    Als wir Kinder waren, auf einem Bauernhof wurde ca. alle drei Wochen Brot gebacken. Gelagert wurde das Brot im Keller im Brotschrank ohne künstliche Kühlung. Das drei wöchige Brot hatte immer Schimmel, der wurde abgekratzt und das Brot gegessen. Ähnlich war es bei der Konfitüre nach monatelanger Lagerung im Keller, bildete sich auch dort Schimmel, er wurde entfernt und die Konfitüre konsumiert. Wir sind 10 Geschwister zwischen 50 und 70 Jahren und sind alle noch am leben!!

    J. Schwab, Kerzers
  • Peter  Ammann , via Facebook 25.02.2015
    Seit Jahrzehnten habe ich auf einem Teil der selbstgemachten Konfitüre leichten Schimmelbefall. Kurz entfernen und die Konfi geniesen ohne Chemischen Zusätzen. Ich lebe immer noch und hatte noch nie irgendwelche Probleme. Man kan dem Menschen auch krankmachen mit solchen übeflüssigen Komentaren.
  • Marc  Hubertus , via Facebook 24.02.2015
    Abschöpfen des Pilzes reicht nicht.
    Wenn man solche Sachen schreibt, sollte man auch ins Detail gehen und nicht immer nur verallgemeinern!
    Noch nicht zu allzu langer Zeit lief im ARD eine Aufklärung von Lebensmittelchemiker wo was gemacht werden kann und wo nicht!
    Unteranderem Marmelade kann man dies ohne weiteres tun wie zu Gossmutterszeiten!
    Meine Eltern und Tanten, über 90 jährig machen das noch heute!
  • Divico  Tigurin aus Neuchâtel-Hua-Hin
    24.02.2015
    Ja was nun? Der Roquefort mit seinem blaufarbigen Brotschimmel wird seit Jahrhunderten ohne gesundheitliche Beeintraechtigung gegessen.
    Die einziege Beanstandung kommt aus Bruessel fuer die Lagerung. Stahlrost anstelle von Holz und heute ist er geschmacklich unter ferner liefen Kaese zu finden. Aehnliches Szenario fuer den Mont dOr der auch nicht mehr schmeckt.

    Die Schreibtischtaeter haben endlich erkannt, dass vielleicht auch unser Immunsystem schwaechelt und wieder Eigenverantwortung fordern.
  • Heinz  Hirschi aus Lenk
    24.02.2015
    Und was bitte, hat das mit dem Verkaufsdatum zu tun.