Samen auf dem Vormarsch Quinoa boomt

Quinoa, die Jahrtausende alte, südamerikanische Alternative zu Reis und Couscous, ist in der Schweiz auf rasantem Vormarsch. Unzählige feine und gesunde Mahlzeiten lassen sich mit den nussigen Samen zaubern – bald vielleicht sogar mit heimisch angepflanztem Quinoa.

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Gesundheit

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Quinoa - kein Getreide

Die Nachfrage nach Quinoa steigt in der Schweiz stetig an. Dies hat sicher einerseits damit zu tun, dass sich immer mehr Menschen bewusst, vegetarisch oder glutenfrei ernähren. Die senfkorngrossen Samen vom Gänsefussgewächs haben nämlich eine getreideähnliche Zusammensetzung, weswegen Quinoa als glutenfreies Pseudogetreide gilt. Zusätzlich weist es einen hohen Magnesium- und Eisengehalt auf. Diese Eigenschaften macht Quinoa zu einer perfekten Alternative zu Reis, Couscous oder glutenhaltigen Getreiden.

Quinoa-Import um das Zehnfache gestiegen

Ein anderer Grund für den Quinoa-Boom liegt in der allgemeinen Wiederentdeckung von fast vergessenen Ur-Lebensmitteln. Bereits seit 5.000 Jahren gilt Quinoa in den Anden als Grundnahrungsmittel. Die robuste Pflanze gedeiht anspruchslos in hohen Bergen. Durch diese spezifischen Vorteile ist die Pflanze ideal im Kampf gegen den weltweiten Hunger, weshalb UN-Generalsekretär Ban Ki Moon das Jahr 2013 zum Jahr der Quinoa erklärte.

Das in der Schweiz erhältliche Quinoa stammt nach wie vor aus südamerikanischen Ländern wie Peru oder Bolivien. Da der Getreide-Ersatz mit dem nussigen Gout aber boomt, versucht auch die Schweizer Landwirtschaft, heimisches Quinoa zu züchten. Schliesslich ist der Import von Bio-Quinoa in fünf Jahren um ein Zehnfaches gestiegen.

Salat, Beilage oder Burger

Die Beliebtheit von Quinoa hat gute Gründe, denn es ist vielseitig in der Küche verwendbar. So eignet es sich zum Beispiel als Grundlage für verschiedene Salate, etwa fruchtig gemischt mit Aprikosen und Orangensaft oder als dekorative Zwischenmahlzeit in der Tomate. Ebenso lässt sich gebratenes Quinoa perfekt zu einem fleischlosen Bratling im vegetarischen Burger verarbeiten. In der geschroteten Variante sind Quinoa-Samen oft Bestandteil von Müsli-Mischungen. Letztlich ist das »Gold der Inka«, wie Quinoa genannt wird, ein regelrechter Superfood: Reich an gesunden Inhaltsstoffen und essentiellen Aminosäuren, arm an Kalorien und sowohl gekocht als auch gebraten oder geschrotet verwendbar. Ein idealer Begleiter also für Zmorge, Zmittag und Znacht.

Publiziert am 17.09.2015 | Aktualisiert am 02.11.2016
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Quinoa - das gesunde Superfood mit viel Eisweiss ist glutenfrei play

Quinoa: Was für die Inkas gut war, kann für uns nicht schlecht sein.

Thinkstock

4 Kommentare
  • Regula  Rütli aus Luzern
    17.09.2015
    Quinoa ist ein sehr gutes Produkt und es würde uns sehr gut tun, wenn es in unserer Ernährung einen wichtigen Platz einnehmen würde. Allerdings hat unser Quinoa-Konsum für die Indios in Südamerika sehr negative Folgen, weshalb hier eine Lösung her muss, die alle Seiten zufriedenstellt.
    Es wundert mich übrigens, dass die sogenannte Ernährungsspezialistin Müller sich hier nicht zu Wort meldet, weiss sie doch sonst immer alles besser und liebt es andere Leute zu bevormunden.
  • Chris  Hill 17.09.2015
    Und wir essen damit den Bolivianern ihr Essen weg, weil Exportieren für sie lukrativer ist als im Inland zu verkaufen. Also müssen diese auf teurere Produkte ausweichen. Es lebe die Globalisierung!
  • Evelyn  Karl aus Frankfurt am Main
    17.09.2015
    Auch ich war von Quinoa begeistert, bis ich las, was unsere Gelüste für Auswirkungen haben. Die Andenbevölkerung kann sich Quinoa nicht mehr leisten, die Preise sind unendlich gestiegen und die gesamten Ernten werden exportiert.
    Dies möchte ich nicht mehr unterstützen.
    • Duri  Candrian , via Facebook 17.09.2015
      Quinoa ist für jedermann im Anden-Hochland erschwinglich, dem eigentlichen Herkunftsgebiet. Fast jeder pflanzt im Garten oder Hinterhof Quinoa an mit dem eigenen Saatgut, als Grundbedarf für die Famlie. Der Überschuss wird normal auf dem Markt verkauft oder gegen anderes getauscht.
      Das Problem sind die kommerziellen Produzenten welche den Marktpreis diktieren, ausserhalb dem eigentlichen Herkunftsgebiet. Kritiker nehmen dies als Anlass dass es der Andenbevölkerung deshalb schlecht gehen soll.