Muskelkater, Sit-ups und Alkohol Die grössten Fitness-Mythen

Ist Muskelkater ein Zeichen für effektives Training? Sollte man nach dem Motto «je schneller, desto besser» trainieren? Und vor allem: Bekomme ich von Sit-ups alleine wirklich einen Sixpack? Hier gibts die Antworten.

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Gesundheit

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Ums Thema Fitness ranken sich viele Mythen. Blick.ch wollte wissen, welche der Wahrheit entsprechen und hat dazu einen Experten aufgesucht. Fitness- und Personal Trainer Michael Vuillème von «my-gym» bringt Licht ins Dunkel.

Mythos 1: Muskelkater ist ein Zeichen für effektives Training

Wer kennt es nicht? Bereits wenige Stunden nach dem Sport setzt der Muskelkater ein und man liegt flach im Bett. Trainer Vuillème klärt auf: «Ein effektives Training muss nicht in einem Muskelkater enden. Beim Muskelaufbautraining geht man ans Limit. Dadurch bilden sich kleine Muskelfaserrisse – Muskelkater ist die Folge. Ab und zu bis zum Muskelkater zu trainieren, fördert die Leistung und den Muskelaufbau, da man sicherlich hart genug trainiert hat.»

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Mythos 2: Rührei ist gut für den Muskelaufbau

Viele denken, dass Eigelb und Eiweiss die Grundbausteine von Superhelden und Superheldinnen sind und somit die perfekte Proteinquelle darstellen. «In der Tat», sagt Vuillème. «Das Ei ist das einzige Produkt, das alle essentiellen Aminosäuren beinhaltet, die für das Muskelwachstum zuständig sind. Zudem befinden sich wertvolle Vitamine wie A,D, B6 und Mineralstoffe wie Eisen, Calcium und Magnesium im Ei. Diese unterstützen die Muskelfunktionen. Tipp: Das Eigelb beinhaltet mehr dieser Nährstoffe als das Eiklar.»

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Mythos 3: Auf dem Laufband oder im Wald beim Joggen: Es gilt das Motto «je schneller, desto besser.»

«Um Fett zu verbrennen, eignen sich Intervall-Sprints besser als längere und monotone Laufeinheiten. Ich empfehle pulskontrolliertes Training und kleine Sprints. Wer lange am Limit rennt, überfordert schnell seinen Körper und steigert das Verletzungsrisiko.»

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Mythos 4: Von Sit-ups alleine kriege ich einen Waschbrettbauch

Der Mythos aller Mythen. Ehrlich – wer würde nicht gerne von Sit-ups ein Sixpack erlangen? Aber: «Damit die antrainierten Bauchmuskeln sichtbar werden, muss der Körperfettanteil sinken. Dies erreicht man mit der richtigen Ernährung und Ganzkörperübungen, die die Fettverbrennung ankurbeln. Beispielsweise mit Kniebeugen, Klimmzügen und Hoch-Streck-Sprüngen.»

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Mythos 5: Proteinshakes helfen beim Muskelaufbau

Der springende Punkt ist, dass Nahrungsmittel mit viel Eiweiss gut für den Muskelaufbau sind. Dass ein Eiweiss-Shake schneller im Körper ist als ein Wiener-Schnitzel, erübrigt sich ja wohl. Trotzdem: «Proteinshakes können zwar eine Unterstützung sein, um die Regeneration optimal zu versorgen und damit das Muskelwachstum zu fördern. Wichtiger ist jedoch, auf die dem Training angepasste alltägliche Ernährung zu achten.»

Gerade Sportler greifen gerne auf Proteinshakes zurück. play
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Mythos 6: Alkohol hat bei Sportlern keinen Platz mehr im Alltag

«Alkohol bremst jegliches sportliches Ziel. Alkoholkonsum lässt das Stresshormon Cortisol ausschütten, was einen negativen Einfluss auf die Erholung des Körpers und somit auch auf den Erfolg hat. Zudem entwässert Alkohol: Der Körper dehydriert. Das ist vor allem für den Ausdauersport nicht sehr förderlich. Gegen ein Glas Wein, um den sportlichen Erfolg zu feiern ist aber nicht viel einzuwenden.»

Wer auf die Figur achtet, sollte die Kalorien, die durch Alkohol dazukommen, einberechnen. play
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Publiziert am 18.07.2015 | Aktualisiert am 18.07.2015
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2 Kommentare
  • Heinz  Jenni 18.07.2015
    Kommt doch endlich runter von diesem Sixpack. Diese Muskelgruppe hat nun wirklich jeder. Auch Dicke, nur sieht man das unter dem Speckmantel nicht. Guckt mal auf Naturvölker, da ist ein ausgeprägtes Sixpack ebenso rar wie bei uns. Etliche werden mit dieser Muskelansicht geboren, stärker sind sie deswegen nicht.
  • Adriano  Conte aus La neuveville
    18.07.2015
    Zudem wird durch Alkohol der Testosteronspiegel gesenkt was den Muskelaufbau hemmt.