Eisenmangel Ohne Eisen keine Kraft

Genug geschlafen, aber immer noch schlapp? Für das tägliche Müdigkeitstief kann Eisenmangel verantwortlich sein. Gerade Frauen müssen auf ihren ausgewogenen Eisenhaushalt achten. Fünf Tipps für die Verwandlung in den zeitgenössischen Popeye.

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Gesundheit

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Ständige Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, brüchige Nägel, Haarausfall und Spannungskopfschmerzen – all das sind klassische Symptome, die auf Eisenmangel hinweisen können. Normalerweise zirkulieren im menschlichen Körper 2 bis 4 Gramm Eisen. Es hilft dabei, Hämoglobin zu bilden, das als rote Blutkörperchen den Sauerstofftransport im Körper sicherstellt. Wenn also der Sauerstoff nicht angemessen transportiert wird, kann das Gehirn nicht gut arbeiten und die Muskeln können ihre Aufgaben nicht richtig erfüllen.

Der Körper schafft es nicht allein

Durch den monatlichen Blutverlust sind vor allem Frauen vom Eisenmangel betroffen. Aber auch Mangelernährung ist eine weit verbreitete Ursache für den Eisenmangel von etwa zwei Milliarden Menschen. Über eine gewisse Zeit kann der Körper selbst den Mangel kompensieren. Wird der Eisenhaushalt aber nicht ausgeglichen, kommt es im Extremfall zur Blutarmut (Anämie) und der Körper wird allgemein anfälliger für Krankheiten. Soweit muss es allerdings nicht kommen. Aber aufgepasst: Büchsenweise Spinat in sich hineinzufuttern, wie es Popeye gerne tut, hilft dabei nicht. Es gibt effektivere Tipps gegen den Eisenmangel:

1. Achten Sie auf eisenhaltige Lebensmittel. Fleisch (vor allem Schwein, Rind und Poulet) und Fisch (Lachs oder Thunfisch, der jedoch gefährdet ist) sind gute Eisenlieferanten. Allerdings finden auch Vegetarier genügend Eisen in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Erdbeeren, Linsen oder weissen Bohnen.

2. Mit Vitamin C gegen den Eisenmangel: Kombinieren Sie Mahlzeiten mit Vitamin-C-reichen Gemüsen wie Peperoni, Rosenkohl, Sauerkraut oder Kartoffeln. Oder trinken Sie ein Glas Orangensaft zum Essen. Das Vitamin hilft bei der Aufnahme des Eisens.

Achtung vor dem Spinat-Mythos

3. Irrtum: Der früher als so eisenhaltig gerühmte Spinat ist sogar kontraproduktiv. Die darin enthaltene Oxalsäure kann die Eisenaufnahme im Körper zusätzlich behindern und verstärkt somit den Eisenmangel.

4. Vorsicht vor Hemmstoffen: Das Tannin im Kaffee und Tee verhindert ebenfalls die Eisenaufnahme im Körper. Lieber also wenig davon trinken. Vermeiden Sie grundsätzlich gerbsäurehaltige Nahrungsmittel wie Knoblauch und Zwiebeln, aber auch Wein.

5. Anreichern mit Kräutern: Viele Kräuter enthalten Eisen und können mit regulären Mahlzeiten kombiniert werden, so wie die Brennnessel oder der Löwenzahn. Ebenso helfen Peterli, Schnittlauch, Thymian, Minze und Kresse.

In den meisten Fällen kann dem Eisenmangel mit diesen Massnahmen begegnet werden. Sollten die Symptome sich allerdings nicht bessern, ist eine ärztliche Untersuchung unumgänglich. Nur ein Arzt kann definitiv bestimmen, ob überhaupt ein Eisenmangel vorliegt. Dieser kann dann zur Not auch mit Eisentabletten oder einer Infusionen behandelt werden.

Publiziert am 15.09.2015 | Aktualisiert am 15.09.2015
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Hart wie Stahl, stark wie Eisen: Eisenmangel macht schwach. play

Hart wie Stahl, stark wie Eisen: Eisenmangel macht schwach.

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4 Kommentare
  • Daniel  Metzener , via Facebook 15.09.2015
    Punkto Ernährung wird immer wieder etwas gefunden, was schädlich sein soll und für uns Menschen nicht gut sein soll oder das Beste für uns sein soll ... wichtig ist doch nur eine ausgewogene Ernährung mit fettarmem Fleisch, Gemüse, Früchten und Ballaststoffen. Vor 60 Jahren hat man sich auch ausreichend ernährt und es wurde dadurch nicht minder gestorben.
  • jürg  frey aus teufen
    15.09.2015
    Spinat hat sehr wenig Eisen, vor allem in der Form, wie hier bildlich dargestellt. Wenn dann hat der Blattspinat am meisten davon und dies frisch, nicht TK.
  • Herbert  Schonberger 15.09.2015
    Der Poppey Mythos ist noch nicht vorbei. Vielleicht hat jemand irgendwann etwas verwechselt. Nicht das Eisen machte Poppey stark sondern das Nitrat das in grossen Mengen in Spinat praesent ist. Nitrat ist foerdert Proteine die fuer die Muskelkraft verantwortlich sind.
    Auch ist leider das Resorption von Eisen aus pflanzlichen Quellen sehr gering. Am meisten Erfolg mit Lebensmitteln wird mit Fleischkonsum erreicht. Das darin enthaltene Haemeisen wird in relativ hohen Mengen resorbiert.
  • michel  koeb 15.09.2015
    Spinat hat nicht mehr Eisen als Melonen, alles erfunden von den Erfinder von Popey in den USA um den Kindern das Spinat-essen zu motivieren !